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EC Bad Nauheim: Mit Neuzugang Shevyrin gegen Heilbronn und nach Crimmitschau

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Nach dem Transfercoup mit DEL-Verteidiger Denis Shevyrin am Donnerstag muss der EC Bad Nauheim in der DEL2 am Wochenende gegen zwei direkte Konkurrenten ran.

Am Donnerstagabend ist Denis Shevyrin in Bad Nauheim eingetroffen und hat den Vertrag unterzeichnet. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe", sagt der 23-Jährige, der zuvor seinen Kontakt mit dem DEL-Klub Iserlohn Roosters aufgelöst hatte. Dort war der Verteidiger im Sommer in seine vierte Saison gegangen. "Es hat nicht mehr gepasst", sagt Shevyrin, der am Freitagabend quasi einen Kaltstart mit den Roten Teufeln hinlegen wird; ohne eine echte Trainingseinheit. Nominell stehen den Roten Teufeln vor dem Wochenende mit dem Heimspiel gegen Heilbronn (Freitag, 19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) sowie der Partie in Crimmitschau (Sonntag, 17 Uhr) nun neun (!) Verteidiger zur Verfügung. Das schafft Raum für Spekulationen, dass sich die Badestädter von einem Abwehrspieler trennen wollen.

Der Neuzugang: "Denis wird die Defensive stabilisieren. Als ehemaliger Stürmer bringt er auch offensive Skills mit. Wir hatten ihn schon im Sommer im Auge und sind froh, dass das nun noch geklappt hat", sagt Christof Kreutzer, der Trainer. Shevyrin, im russischen St. Petersburg geboren, kommt aus dem Nachwuchs des Krefelder EV, kam zu Einsätzen in U-Nationalmannschaften, sammelte zwei Jahre lang Erfahrung in nordamerikanischen Juniorenligen und wechselte 2015 nach Iserlohn. Per Förderlizenz kam der Linksschütze anfangs in der Oberliga für Herne und später für Bietigheim in der DEL 2 zum Einsatz. In der vergangenen Spielzeit kam er auf zwei Tore und eine Vorlage in 48 DEL-Partien, in der laufenden Saison auf eine Vorlage in elf Spielen.

EC Bad Nauheim: Strodel krank - Spielt ein Verteidiger dafür im Sturm?

Die Ausgangslage: Nicolas Strodel fehlt. Der Stürmer plagt sich mit einer Grippe. Denkbar, dass die vierte Reihe durch einen der neun Verteidiger ergänzt wird. Jonathan Boutin befindet sich nach seiner Gehirnerschütterung zum sogenannten Brain Check aktuell in stationärer Behandlung. Mit einer medizinischen Einschätzung rechnen die Roten Teufel in der kommenden Woche.

Heilbronn - die Filiale der Roten Teufel: Marcus Götz und Corey Mapes in der Abwehr. Kyle Helms, Kevin Lavallee und seit wenigen Tagen auch Noureddine Bettahar im Angriff. Und dazu noch Marco Schütz als Assistenzcoach an der Bande. Kein anderer Klub in der DEL 2 hat so viele Ex-Teufel im Kader. Zuletzt war die Mannschaft gegen Weißwasser mit einem 2:5-Rückstand ins Schlussdrittel gegangen und hatte nach Overtime noch gewonnen. Schütze des spielentscheidenden Treffers: Lavallee. Mit diesem Sieg hatten die Falken eine Durststrecke von vier Niederlagen in Serie beendet. Fehlen werden Marcus Götz (im Aufbautraining nach Verletzung) sowie Samuel Soramies (krank). Dafür kommt Tobias Möller per Förderlizenz aus Mannheim.

EC Bad Nauheim: Christof Kreutzer sieht die Chance, "einen Riesenschritt zu machen"

Crimmitschau - ein Verteidiger als Torjäger: Neun Spiele, sechs Tore. Das kann sich sehen lassen. Hinter der Zwischenbilanz, mit der sich ein Offensivspieler gern schmücken würde, steckt aber ein Verteidiger: Carl Hudson. Der gebürtige Kanadier mit irischen Wurzeln war vor der Saison aus Großbritannien in den Sahnpark gewechselt. Überhaupt haben die Eispiraten sämtliche Kontingentstelle neu besetzt. Die passenden Formationen hat Kim Collins noch nicht gefunden. Der Coach, der Crimmitschau in der Vorsaison nach zehn Jahren erstmals wieder in die Zweitliga-Playoffs geführt hatte, rotiert viel. Förderlizenzspieler Christoph Körner, zum letzten Wochenende aus Bremerhaven gekommen, gibt dabei neue Möglichkeiten. Der Stürmer hatte einen guten Eindruck hinterlassen. Zwischen den Pfosten hat sich Brett Kilar die Nummer-eins-Position zurückerkämpft, nachdem er anfangs nur auf der Bank gesessen hatte. Sein Stellvertreter Sebastian Albrecht war dank guter Leistungen von der Fachzeitung Eishockey News zum Eispiraten-Spieler des Monats auserwählt worden. Das Sorgenkind heißt Tomas Kubalik. Der Tscheche, der zwölf NHL-Spiele, 37 KHL- und vier Länderspiele in seiner Vita stehen hat, konnte verletzungsbedingt noch nicht ein Spiel bestreiten.

Das sagt EC-Trainer Christof Kreutzer: "Wir spielen gegen zwei Tabellennachbarn und haben die Chance, einen Riesenschritt zu machen. Das muss in die Köpfe der Spieler. Die Jungs müssen zu 100 Prozent bereit sein. Ich bin nach dem vergangenen Wochenende diesbezüglich sehr positiv."

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