Der EC Bad Nauheim und James Arniel (r.) bejubelt bei den Dresdner Eislöwen um Evan Trupp den nächsten Auswärtssieg. FOTO: HEIDE
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Der EC Bad Nauheim und James Arniel (r.) bejubelt bei den Dresdner Eislöwen um Evan Trupp den nächsten Auswärtssieg. FOTO: HEIDE

Eishockey

EC Bad Nauheim: Nächster Youngster wird zum Overtime-Matchwinner

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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Wieder ein auswärtssieg nach Verlängerung: Der EC Bad Nauheim hat bei den Dresdner Eislöwen mit 3:2 gewonnen. Erneut war ein junger Wilder der Matchwinner und machte den gegnerischen Trainer extrem sauer.

Schon wieder ein Auswärtssieg nach Verlängerung, schon wieder ist einer der jungen Wilden der Matchwinner. Nach Julian Chrobot vor einer Woche in Kassel hat am gestrigen Sonntagabend Simon Gnyp den Siegtreffer für den EC Bad Nauheim erzielt. Der Eishockey-Zweitligist hat bei den Dresdner Eislöwen mit 3:2 (2:0, 0:0, 0:2, 1:0) nach Verlängerung gewonnen. Stefan Reiter und Frederik Cabana erzielten die EC-Treffer in der regulären Spielzeit, Dresden kam per Doppelschlag innerhalb von 20 Sekunden durch Dennis Swinnen und Evan Trupp zum Ausgleich.

"Das waren wichtige Punkte. Dresden ist ein sehr starkes Team, auch wenn sie es zwei Drittel lang nicht gezeigt haben. Simon Gnyp hat uns heute glücklich gemacht", sagte EC-Trainer Hannu Järvenpää. Sein Gegenüber, Rico Rossi, war extrem sauer: "Wir haben nur ein Drittel gut gespielt. Das reicht nicht", sagte er, um danach deutliche Kritik an seinen Führungsspielern zu üben.

40 Minuten lang hielten die Roten Teufel nach dem spielfreien Freitag (Landshut-Heimspiel coronabedingt abgesagt) die Eislöwen fest im Griff. Schon nach wenigen Sekunden hatte der EC sein erstes Überzahlspiel und eine erste große Chance auf die Führung. James Arniel traf nach schönem Querpass von Cason Hohmann aber die Scheibe nicht richtig (1.). Bad Nauheim stand kompakt in der Defensive, konterte immer wieder gut und ging dann auch verdient in Führung. Einen Spielzug, wie am Reißbrett entworfen und hinter dem eigenen Tor gestartet, schloss Reiter nach drei schnellen Pässen mit einem Schuss in den Winkel ab (9.). Auch beim 2:0 legte sich der EC die Dresdner zurecht und wartete auf die entscheidende Lücke. Die kreierte Mark Richardson mit seinem Lauf hinters Eislöwen-Tor, seinen Pass in den Slot verwertete Cabana im Nachschuss (16.) gegen den unsicher wirkenden Dresdner Torwart Riku Helenius.

Die Roten Teufel spielten auch im zweiten Drittel schnörkellos und konsequent ihr Spiel. Es schien, als könnte sich der EC an diesem Sonntag nur selbst schlagen. Hohmann hatte dem Dresdner Evan Trupp nach dessen abgesessener Strafzeit etwas mitzuteilen und saß nun selbst in der Kühlbox. Sein Team erlaubte sich in Unterzahl obendrauf einen schlechten Wechsel und hatte Glück, dass René Kramer freistehend nur den Pfosten traf (36.).

Es blieb bei der Zwei-Tore-Führung, aber es war ein Weckruf für die Gastgeber. Und dass sich zwei Tore Vorsprung im Eishockey schnell in Luft auflösen können, bewies Dresden kurz nach Beginn des Schlussdrittels. 20 Sekunden lagen zwischen den Toren von Swinnen und Trupp - 2:2 (43.).

Järvenpää nahm eine Auszeit und redete seiner Mannschaft ins Gewissen. Es wirkte, die Roten Teufel fanden ihre Linie zumindest defensiv wieder, offensiv setzte aber nur noch Chrobot nach einem starken Solo ein Zeichen und verpasste den erneuten Führungstreffer nur knapp (54.). Erst als Simon Gnyp in der Verlängerung ab durch die Mitte ging, war der Auswärtssieg des EC perfekt.

Am Dienstag steht für den EC das Nachholspiel gegen die Bayreuth Tigers (19.30 Uhr) auf dem Programm.

Dresdner Eislöwen: Helenius - Hanusch, Riedl, Lavallée, Heiß, Kramer, Flade - Kiss, Neuert, Knobloch, Knackstedt, Huard, Swinnen, Ritter, Trupp, Biezais, Trattner, Betzold.

EC Bad Nauheim: Bick - Sennhenn, Schmidt, Richardson, Glötzl, Ketter, Reinig, Gnyp - Hohmann, Arniel, Pauli, Reiter, Tessier, Cabana, Chrobot, El-Sayed, Körner, Cornett, Köhler, Üffing.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Gavrilas/Lenhart. - Tore: 0:1 (9.) Reiter (Tessier, Cabana), 0:2 (16.) Cabana (Richardson, Glötzl), 1:2 (43.) Swinnen (Kiss, Neuert), 2:2 (43.) Trupp (Kiss), 2:3 (62.) Gnyp (Arniel, Hohmann). - Strafminuten: Dresden 8, Bad Nauheim 8.

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