Endstation Mirko Pantkowski: Tyler Fiddler scheitert in dieser Szene am Torwart der Heilbronner Falken und kassiert am Freitagabend mit dem EC Bad Nauheim die höchste Heimniederlage seit der DEL 2-Rückkehr der Roten Teufel im Jahr 2013.
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Endstation Mirko Pantkowski: Tyler Fiddler scheitert in dieser Szene am Torwart der Heilbronner Falken und kassiert am Freitagabend mit dem EC Bad Nauheim die höchste Heimniederlage seit der DEL 2-Rückkehr der Roten Teufel im Jahr 2013.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Nach Heim-Debakel wieder im Soll

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Auf die höchste Heim-Niederlage seit dem DEL 2-Aufstieg folgt ein Auswärtssieg. Der EC Bad Nauheim schwimmt in der "breiten Masse" der Liga mit.

Am Sonntagabend, kurz nach 19 Uhr, war die Eishockey-Welt in der Wetterau wieder in Ordnung. So einigermaßen zumindest. Mit einem 2:1-Erfolg in Weißwasser - glücklich hin oder her - hatte der EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 seine Drei-Spiele-Punktlos-Serie (3:18 Tore) beendet und sich für das 1:7-Debakel vom Freitagabend rehabilitiert. Seit dem Wiederaufstieg 2013 hatten die Roten Teufel zu Hause noch nie so deutlich verloren wie nun gegen Heilbronn.

EC Bad Nauheim: Ist bereits am Freitag ein neuer Spieler an Bord?

In der Tabelle schwimmt Bad Nauheim "in der breiten Masse hinter den Top-Favoriten" mit, wie es Andreas Ortwein formuliert. Der Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH sprach bereits am Sonntagmittag unaufgeregt vom "typischen Schwarz-Weiß-Denken in Bad Nauheim. Es ist aber nicht immer alles gut oder gleich alles schlecht; auch nach einer solchen Niederlage nicht." Zweimal, in Dresden und eben gegen Heilbronn, habe die Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert hatte, nicht gestimmt. "Deshalb können wir aber nicht alles infrage stellen. Bis zum 3. Oktober mit dem Sieg gegen Kaufbeuren war schließlich alles einwandfrei."

Klar ist: Ein personeller Impuls wird kommen. Im Optimalfall wird am Freitag im Spiel bei Meister Ravensburg ein Neuzugang, ein ausländischer Stürmer, die Position von Topscorer Cody Sylvester (sechs bis acht Wochen Pause nach Muskelbündelriss) einnehmen.

EC Bad Nauheim: Trainer Christof Kreutzer sieht sein Team auf dem richtigen Weg

Man sei auf dem richtigen Weg, sagt Christof Kreutzer, der Trainer, am Montagmorgen. "Und das hätte ich auch gesagt, wenn wir in Weißwasser mit 2:3 verloren hätten." Schon bei der Freitag-Pleite habe er trotz der sieben Gegentreffer "Dinge gesehen, die gut waren". Vieles sei eben an diesem Abend zusammengekommen. Das hatte bei taktischen Umstellungen während der Trainingswoche angefangen und ging über personelle Fragen. Hinter dem Einsatz des einen oder anderen habe lange ein Fragezeichen gestanden, Reihen wurden neu zusammengestellt, da gerade auf den Schlüsselpositionen zuletzt nicht die Leistungen gezeigt worden waren, die man sich erhofft hatte. "Im Gesamtpaket konnte das nicht umgesetzt werden. Der Wille war da, aber vieles war kopflos. Man hat mit zunehmender Spielzeit gesehen, wie es den Jungs in den Köpfen gerattert hat, als sie auf die Bank gekommen waren."

EC Bad Nauheim: Kommt nach dem Sieg in der Lausitz jetzt die Wende?

In Weißwasser ist es den Roten Teufeln gelungen, zu den Basics zurückzukehren. Der Fokus lag auf der Defensive. Die Rechnung ist aufgegangen. Nur ein einziges Gegentor wurde zugelassen. Bad Nauheim hat offensiv zwei seiner wenigen Möglichkeiten genutzt (Schussverhältnis: 21:45). Hinten zeigte Felix Bick eine starke Leistung. Deutlich stabiler als zuvor präsentierten sich die Roten Teufel in Unterzahl; insbesondere den Förderlizenzspielern Dani Bindels und Nicolas Cornett bescheinigte Kreutzer "einen sehr guten Job". Gleich sechs Förderlizenzspieler von Kooperationspartner Köln hatten am Sonntag für Bad Nauheim auf dem Eis gestanden. Nach einem DEL-Wochenende ohne jede Eiszeit könnte nun vielleicht sogar Stürmer Mick Köhler (in der Vorsaison unter anderem 13 Punkte in 31 Spielen für Frankfurt) ein Kandidat sein, um den Kreis der jungen Rheinländer in der Wetterau zu erweitern.

Ob der "Dreier" in der Lausitz denn nun tatsächlich als Ende einer zehntägigen Durststrecke gesehen werden oder - wie die Siege gegen Bietigheim und Frankfurt - die Realität nur ein bisschen schöner färbt, werden erst die kommenden Spiele zeigen.

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