EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Meland vor Abschied?

  • Michael Nickolaus
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Eric Meland hat den Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim vor eine Entscheidung gestellt. Der US-Amerikaner liebäugelt mit einem Wechsel. Ein anderer Verteidiger wurde am Montag operiert.

Platz neun. Zum ersten Mal seit dem 28. Dezember 2017. Ein Sechs-Punkte-Wochenende (4:1 gegen Lausitz/2:1 in Heilbronn) beruhigt in Bad Nauheim einerseits im Kampf um den direkten Klassenerhalt (neun Punkte Vorsprung auf Platz elf) und eröffnet zugleich Perspektiven, bei nur zwei Zählern Rückstand, vielleicht gar Pre-Playoff-Heimrecht-Position acht in der Deutschen Eishockey-Liga 2 erreichen zu können. Allerdings: Der US-Amerikaner Eric Meland hat die Roten Teufel am Wochenende über die Offerte eines Klubs der Erste Bank Liga Österreich (EBEL) zu einem sofortigen Wechsels informiert und vor eine Entscheidung gestellt. Zudem ist die Saison für Jannik Woidtke gelaufen. Die Sprunggelenksverletzung hatte eine Operation am gestrigen Montag unumgänglich werden lassen.

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Andreas Ortwein, der Geschäftsführer der Roten Teufel, bestätigte auf WZ-Nachfrage das Gerücht, Eric Meland habe den Klub am Samstag über seine Gedanken zu einem Wechsel informiert. "Ja. Das ist richtig. Sollten wir nun einen Spieler finden, mit dem wir uns auf dieser Position verbessern können, ist eine Veränderung möglich. Ohne Alternative wird’s keinen Wechsel geben." Meland, seit Beginn der Saison 2013/14 bei inzwischen acht Klubs in sechs Ländern unter Vertrag, kommt auf neun Treffer und 16 Vorlagen in 33 Spielen für Bad Nauheim. Die Crux: Der gelernte Verteidiger hat in erster Linie in offensiver Rolle gefallen können und sich - vor wenigen Wochen noch von vielen als Streichkandidat Nummer eins betrachtet - zuletzt deutlich steigern können. Man sei in Gesprächen mit potenziellen Kandidaten, sagt Ortwein, während Petri Kujala, der Trainer, diese Personalie in "ein, zwei Tagen vom Tisch" haben möchte. "So oder so."

Eine Anlaufstelle; für derzeit alle Personal suchenden Zweitligisten: die DEL-Kellerkinder; die Klubs ohne Pre-Playoff-Perspektive, die ihren Etat gerade angesichts der Olympiapause entlasten möchten. Krefeld beispielsweise. Gleich eine Handvoll Profis werden die Rheinländer zeitnah abgeben. "Vieles ist da für uns wirtschaftlich einfach illusorisch", berichtet Ortwein von Sondierungsgesprächen. Im Fall Alexander Trivellato, erst im November von Bad Nauheim nach Krefeld gewechselt, hat die Absage dagegen sportliche Gründe. Trivellato werde die DEL-Pause im Kreis der italienischen Nationalmannschaft überbrücken. Zum Saisonende in Krefeld bestehe zudem die Möglichkeit, in der EBEL im Fokus für die B-WM zu bleiben.

Die Hiobsbotschaft, Jannik Woidtke bis Saisonende nicht mehr einsetzen zu können, sorgt im Zusammenhang mit dem angestrebten Wechsel von DEG-Talent Johannes Huß nach Bad Tölz für ein gewisses Magengrummeln bei den Roten Teufel. Im Fall der Fälle wäre Förderlizenzspieler Nicklas Mannes dann nämlich der erste Kandidat, den Kooperationspartner Düsseldorf abberufen würde, sollte sich ein Abwehrspieler der DEG verletzten. Schnell könnte das aktuell funktionierte Ensemble auseinandergerissen werden.

Ein anderer Name, der die Roten Teufel beschäftigt: Lukas Laub. Der letztjährige Frankfurter hat sich bei der Düsseldorfer EG in der DEL einen Stammplatz erkämpft und könnte als Förderlizenzspieler den EC Bad Nauheim während DEL-Pause (3. bis 27. Februar) unterstützen. "Natürlich. Wir werden das wieder ansprechen", sagt Kujala, wohlwissend, dass in Düsseldorf angesichts des Trainerwechsels am Samstag sowie Tabellenplatz elf aktuell andere Themen Vorrang haben. Mike Pellegrims, am Samstag bei der DEG von seinen Aufgaben als Coach entbunden, hatte dem Anliegen der Roten Teufel bereits eine Absage erteilt. Vielleicht kommt nun Bewegung in diese Personalie.

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