Zuletzt gab es für die Spieler des EC Bad Nauheim viel zu feiern ? so wie hier bei der Raupe nach dem 6:2-Sieg gegen die Dresdener Eislöwen vor Weihnachten. Nun wollen die Roten Teufel auch ihre beiden letzten Partien vor dem Jahreswechsels siegreich gestalten und damit die Serie von zuletzt vier Erfolgen in Folge ausbauen. (Foto: Chuc)
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Zuletzt gab es für die Spieler des EC Bad Nauheim viel zu feiern ? so wie hier bei der Raupe nach dem 6:2-Sieg gegen die Dresdener Eislöwen vor Weihnachten. Nun wollen die Roten Teufel auch ihre beiden letzten Partien vor dem Jahreswechsels siegreich gestalten und damit die Serie von zuletzt vier Erfolgen in Folge ausbauen. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Der Marathon in der DEL2 geht weiter

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Halbzeit beim Marathonprogramm in der DEL 2: Der EC Bad Nauheim hat aus den letzten vier Spielen vier Siege geholt. Nun folgt ein weiterer Fünferpack: Los geht es mit einem Heimspiel.

Für Spieler, Trainer, Betreuer und Fans des EC Bad Nauheim waren die Weihnachtsfeiertage wahrlich Festtage. Erst der 2:0-Sieg mit 700-Sonderzug-Fans in Freiburg, dann das 6:2 gegen die Eislöwen aus Dresden und schließlich auch noch das Last-Minute-3:2 in Bayreuth – mit dem 1:0 gegen Kassel der vierte Sieg in der DEL 2 in Folge und der Sprung auf Rang sechs. Die Mannschaft von Christof Kreutzer ist im Flow, sie hat sich gefunden und spielt effektives Eishockey. Zudem hat sich bei den Verteidigern die Personalsituation etwas entspannt. Klingt nach (fast) perfekten Bedingungen für die Spiele gegen die Lausitzer Füchse am Freitag (19.30 Uhr) im vermutlich gut gefüllten Colonel-Knight-Stadion und am Sonntag (18.30 Uhr) bei den Tölzer Löwen in Oberbayern.

EC Bad Nauheim will in dieser Saison bislang einmalige Siegesserie ausbauen

Die Siegesserie: Mehr als zwei Siege in Folge gelangen den Roten Teufeln in dieser Spielzeit bisher nicht – umso höher ist die aktuelle Serie einzuschätzen. Während andere Teams angesichts des Marathonprogramms rund um die Feiertage ächzen, scheint das die Kreutzer-Truppe erst richtig zu beflügeln. Dabei sei es wichtig, das Training in solchen Phasen richtig zu dosieren. "Es geht nur darum, im Spiel so frisch wie möglich zu sein", sagt Kreutzer. Doch bislang habe sein Team gerade im Schlussdrittel immer noch zulegen können. Das mache ihm Mut.

Die Personalsituation: Nach der etwas überraschenden Rückkehr von Nikolas Geitner am zweiten Weihnachtsfeiertag dürfte der zweite verletzte Verteidiger, Garret Pruden, erst im neuen Jahr wieder zurück ins Team rücken. Das wirft abermals die Frage nach dem vierten Kontingentspieler auf – Verteidiger Mike Dalhuisen oder Stürmer James Livingston? Kreutzer will sich erst nach dem Freitagtraining festlegen, möglich sei aber, dass er es je nach Gegner entscheide – etwa gegen die offensivstarken Sachsen Dalhuisen zu bringen und Livingston gegen Tölz. Auf Unterstützung der Kooperationspartner Düsseldorfer EG und Herner EV kann die Kreutzer-Truppe nicht bauen.

EC Bad Nauheim: Am Freitag gegen die Lausitzer Füchse, am Sonntag bei den Tölzer Löwen

Der Freitagsgegner: Die Stimmung bei den Lausitzer Füchsen könnte trotz der jüngsten 2:5-Niederlage in Kassel kaum besser sein. Die Mannschaft von Trainer Corey Neilson steht weiterhin auf Rang zwei, scheint angesichts von sechs Siegen aus acht Spielen gefestigt und hat das Ziel, das Heimrecht in den Playoffs bis zum Ende der Hauptrunde zu verteidigen, fest im Blick. Auch personell kann Neilson aus dem Vollen schöpfen: Jakub Kania und Feodor Boiarchinov waren nach überstandener Grippe zuletzt in Nordhessen wieder dabei, einzig Cedric Schiemenz fehlte – warum blieb jedoch unklar. Angesichts der EC-Serie darf damit ein enges Spiel erwartet werden, die bisherige Bilanz mit zwei 2:3-Niederlagen (einmal nach Verlängerung) spricht allerdings auf dem Papier für die Sachsen.

Die Sonntagsfahrt: Im Duell der Badestädter trifft ein gut aufgelegter EC auf heimstarke Löwen – das Einzige, was zuletzt wirklich funktionierte bei der Mannschaft um den Ex-Teufel Andreas Pauli. Über Weihnachten fehlten zudem der erkrankte Manuel Edfelder und der angeschlagene Andreas Schwarz, sodass es nach dem 3:2-Overtime-Sieg gegen Crimmitschau am Sonntag ein 1:3 in Dresden am Mittwoch gab. Damit reicht es derzeit nur für Rang elf – zu wenig für die eigenen Ansprüche, sodass sich der EC auf viel Gegenwehr in der weeArena einstellen sollte.

EC Bad Nauheim: Trainer Christof Kreutzer fordert "150 Prozent" von seiner Mannschaft

Das Statement von Christof Kreutzer: "Weißwasser steht berechtigt dort oben, sie spielen ein hohes Tempo und machen viel Druck. Das wird alles andere als einfach. Andererseits waren wir in beiden Spielen bislang nah dran. Wir müssen einfach zu 150 Prozent da sein. In Tölz ist es außerdem nie einfach zu spielen, gerade weil sie gegen uns versuchen werden, Boden gutzumachen. Aber die Serie hilft uns wie gegen Bayreuth, an uns zu glauben, geduldig zu spielen und einen Weg zu finden."

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