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Andrej Bires scheitert hier an Brett Jaeger im Tor der Bayreuth Tigers, trifft später aber zum 2:1-Zwischenstand beim 4:2-Erfolg der Roten Teufel.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Kurzzeitig Tabellenführer

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Der EC Bad Nauheim feiert hochverdienten 4:2-Erfolg gegen die Bayreuth Tigers.

Mit der Tabellenführung nach dem fünften Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga 2 ist’s am Ende nicht’s geworden. Nur das Live-Klassement hatte den EC Bad Nauheim kurzzeitig als Spitzenreiter ausgewiesen. Nebensächlich! Die Roten Teufel haben am Freitagabend vor 1725 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion durch einen 4:2 (1:1, 3:0, 0:1)-Sieg den von ihnen erwartenen Drei-Punkte-Erfolg gegen die Bayreuth Tigers verbuchen können.

Die Hessen haben dabei im Spiel Fünf-gegen-Fünf eine über weite Strecken sehr souveräne Leistung geboten und sind auf Rang drei nach vorne gerückt. Die Roten Teufel störten früh, ließen kaum einen geordneten Spielaufbau der Gäste zu und konnten zahlreiche Turnover noch in der gegnerischen Zone erzwingen.

Einzig die zahlreichen Hinausstellungen machten die Hausherren das Leben phasenweise immer wieder schwer, brachten aus dem Rhythmus und hatten letztlich auch beide Gegentreffer zur Folge. Torschütze war in beiden Fällen Ex-Teufel Juuso Rajala. Auf der anderen Seite trafen Tyler Fiddler, Manuel Strodel (jeweils im Powerplay), Andrej Bires und Förderlizenzspieler Nicolas Cornett, der einen ersten Treffer für Bad Nauheim erzielen konnte.

Insbesondere die Reihe mit Fiddler mit dessen sehr feinem Gespür für die Spielsituation als Center sowie Andreas Pauli und Andrej Bires auf den Außen konnte sich abermals in den Vordergrund spielen und den Gegner immer wieder mächtig unter Druck bringen. Beide Treffer dieses Trios waren nach schön anzusehendem Kombinationsspiel eine Augenweide. Zwischen den Pfosten überzeugte einmal mehr Felix Bick mit großer Souveränität.

Seinen Einstand gab der erst 17-jährige Maximilian Glötzl aus dem Nachwuchspool der Kölner Haie. Der Verteidiger fand sich während seiner ersten Eiszeiten im Profi-Bereich schnell zurecht - allerdings auch gleich zweimal auf der Strafbank wieder.

"Wir sind gut gestartet und hätten mehr als ein Tor machen müssen. Das Gegentor hat uns etwas aus dem Rhythmus gebracht. Im zweiten Durchgang haben wir unsere Chancen genutzt. Das war wichtig, sonst kann ein solches Spiel auch mal aus den Händen gleiten. Am Ende war’s zerfahren. Wir wollten defensiv gut stehen. Und das ist gelungen", sagt Christof Kreutzer, der Trainer der Roten Teufel. Er lobte vor allem die vierte Reihe mit den Förderlizenzspielern aus Köln. Sein Vorgänger Petri Kujala, jetzt Coach der Bayreuth Tigers, ärgerte sich derweil über die Gegentore im zweiten Durchgang. "Da haben wir uns dämlich angestellt."

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Sekesi, Ketter, Stiefenhofer, Slaton, Heyer, Glötzl - Sylvester, Hamill, Ratmann, Pauli, Fiddler, Bires, Strodel, El-Sayed, Kahle, Betzold, Bindels, Cornett.

Bayreuth Tigers: Jaeger - Schmid, Rukajärvi, Karlsson, Mannes, Martens, Veisert, Wirth - Kolozvary, Bartosch, Kunz, Busch, Järveläinen, Gron, Lillich, Kolb, Kronawitter, Davidek, Rajala, Richter.

Steno / Tore: 1:0 (12.) Fiddler (Bires, Pauli - 5-4), 1:1 (18.) Rajala (Davidek, Järveläinen - 5-4), 2:1 (22.) Bires (Pauli, Fiddler), 3:1 (27.) Strodel (Kokkila, Hamill - 5-4), 4:1 (32.) Cornett, 4:2 (58.) Rajala (Karlsson, Järveläinen - 5-4). - SR: Naust/Singer. - Strafen: Bad Nauheim 14, Bayreuth 10. - Zuschauer: 1725.

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