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Robin Palka aus dem DEL-Kader der Kölner Haie soll am Wochenende in Bad Nauheim Spielpraxis sammeln.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Konkurrenzdruck erhöht

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Einer zu viel! Der EC Bad Nauheim hat nach einem Null-Punkte-Wochenende den Konkurrenzdruck erhöht.

Zwei Torhüter, sieben Verteidiger, 13 Stürmer. Das ist mit Blick auf die Spiele am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Heilbronner Falken sowie am Sonntag (17 Uhr) bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser einer zu viel für den Spielberichtsbogen. Der EC Bad Nauheim hat nach einem Null-Punkte-Wochenende (2:11 Tore) in der Deutschen Eishockey-Liga 2 den Konkurrenzdruck dank Kooperationspartner Köln ein wenig erhöht. Sein Einstand in der Hauptrunde gibt Robin Palka. Der 20-jährige Stürmer war zuletzt nur 13. Stürmer im DEL-Kader der Haie und soll bei den Roten Teufeln Spielpraxis sammeln. In der Saison 2017/18, vor zwei Jahren also, hatte der Rechtsschütze schon drei Pflichtspiele für die Hessen absolviert.

Wie sieht’s personell aus?Entwarnung kam am späten Mittwochabend. Nichts gebrochen! Manuel Strodel, der am Freitag unglücklich vom Puck am Bein getroffen worden war und am Sonntag pausiert hatte, stand im Abschlusstraining am Donnerstag wieder auf dem Eis. Mit Gesichtsschutz trainiert Tyler Fiddler, der während der Woche in zahnärztlicher Behandlung war. Förderlizenzspieler Simon Gnyp kam von der U 20-Nationalmannschaft (4:3 n.P. am Dienstag gegen den EV Landshut in Moosburg) direkt nach Bad Nauheim, da sich die personelle Lage im DEL-Kader der Haie etwas entspannt hat, so dass mit Allrounder Huba Sekesi aktuell wieder sieben Verteidiger zur Verfügung stehen. Reingeschnuppert haben in dieser Woche zudem Torwart David Böttcher und Stürmer Luis Üffing aus dem DNL-Team der Rheinländer, das am Wochenende zwei Siege gegen Serienmeister Mannheim gefeiert hatte.

Wie reagieren die Roten Teufel auf das Null-Punkte-Wochenende?Das Defensivverhalten wurde in dieser Woche thematisiert. Das Toreschießen war den Gegnern zuletzt zu einfach gemacht worden. Zudem liegen Umstellungen in den Angriffsreihen auf der Hand, nachdem der eine oder andere vermeintliche Leistungsträger noch nicht das abruft, was von ihm erwartet wird.

Höhenflug der Falken aus Heilbronn:Zwei Niederlagen zum Start ist eine Serie von sechs Siegen gefolgt. Gestoppt wurde der Höhenflug der Falken erst von den Kassel Huskies, der momentanen Übermannschaft der DEL 2. Auf Rang zwei bewegt sich die Mannschaft von Alexander Mellitzer in ungewohnten Spähren. Der Erfolg basiert auf vier ausgeglichenen Reihen und effektiven Über- und Unterzahl-Formationen. 15 Treffer haben die Falken im Powerplay erzielt; mehr als jede andere DEL 2-Mannschaft. Den zweitbesten Wert haben die Falken in Unterzahl, haben schon dreimal mit einem Spieler weniger getroffen. Topscorer ist Dylan Wruck, der vom DEL-Klub Straubing in die Käthchenstadt gewechselt war. Bester Torschütze ist ein 19-Jähriger. Yannik Valenti, Sohn von Ex-Kasselaner Sven Valenti, hat dank seines Onetimers aus der halblinken Position schon fünfmal im Powerplay getroffen. Bryce Gervais, erst kurz vor Saisonstart verpflichtet, hat sich als Torjäger präsentiert und ebenfalls schon fünfmal eingenetzt. Seinen Saisoneinstand gibt in Bad Nauheim Brock Maschmeyer, der bislang als Stabilisator in der Abwehr vermisst worden war. Ein Hingucker ist zweifellos Michael Knaub. Über eine Tryout-Vereinbarung hat sich der 24-Jährige (zuletzt Hannover) einen Platz im Kader erkämpft. 102 Kilogramm verteilen sich auf 1,95 Meter. In der Saison-Vorbereitung hatte sich Knaub einen Boxkampf mit Steven Delisle (Frankfurt) geliefert und zuletzt Luke Pither (Freiburg) mit einem Schlag ausgeknockt. Im Tor dürfte Matthias Nemec beginnen. Mirko Pantkowski stand zuletzt in Mannheim im DEL-Kader.

Bruderduell in der Lausitz:Hier Manuel Strodel, dort Nicolas Strodel. In Weißwasser werden sich - sofern keine Verletzung dazwischen kommt - die Brüder gegenüberstehen. Nicolas, der Jüngere, hat in der vergangenen Saison für Bad Nauheim gespielt, hatte die Roten Teufel aber schon im Herbst in Richtung Essen verlassen, wo er sich schwer an der Schulter verletzt hatte. In der Lausitz hat der 20-Jährige sämtliche acht Saisonspiele bestritten und zwei Scorerpunkte gesammelt. In Weißwasser steht im Übrigen die Schießbude der Liga. 334 Schüsse - keine andere Mannschaft hat mehr zugelassen als die Füchse. "Alles, was nicht aus dem Slot kommt, sollte ich parieren. Das ist mein Job", sagt Mac Curruth, der Torwart, der vom ungarischen Klub Fehervar aus der Erste Bank Liga Österreich in die Lausitz gewechselt ist. Bereits vier Spiele der Füchse wurden erst in der Verlängerung beziehungsweise dem Penaltyschießen entschieden. Kurios: Lausitz musste in allen vier Partien den Zusatzpunkt dem Gegner überlassen. Aber: Nur eine einzige Partie haben die Füchse nach regulärer Spielzeit verloren.

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