EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Der Knockout kommt 102 Sekunden vor Schluss

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Der EC Bad Nauheim kann seine Erfolgsserie in der DEL2 bei den Heilbronner Falken nicht fortsetzen. Am Freitagabend gab es ein spätes 2:3 für die ersatzgeschwäche Kurstadt-Auswahl.

102 Sekunden vor Schluss kassierte der EC Bad Nauheim am Freitagabend das entscheidende Gegentor durch Roope Ranta. Mit 2:3 (0:0, 2:2, 0:1) verloren die Mittelhessen in der Kolbenschmidt-Arena in der DEL 2 unglücklich bei den Heilbronner Falken. Die Tore von Dennis Reimer und Andrej Bires reichten für die Roten Teufel nicht, um aus Baden-Württemberg Zählbares mit auf die Heimfahrt zu nehmen. Am Sonntag geht es vor heimischer Kulisse gegen Crimmitschau weiter.

Bei den Gastgebern fehlten die verletzten Ex-Nauheimer Marcus Götz und Noureddine Bettahar. Nur 17 Mann wies der Spielberichtsbogen auf Seiten der Wetterauer aus. James Livingston blieb erneut als überzähliger Ausländer auf der Tribüne. Shootingstar Hendrik Hane, EC-Förderlizenz-Torwart aus Düsseldorf, wurde am Freitag von Bundestrainer Christian Künast in den finalen U 20-Kader für die Heim-Weltmeisterschaft in Füssen berufen.

EC Bad Nauheim: Zweimal nach Rückstand wieder zurück ins Spiel gekämpft

Im rot-blauen Weihnachtstrikot und mit dem US-amerikanischen Verteidiger-Neuzugang Jimmy Sharrow, in Deutschland zuletzt in Diensten der Grizzlys Wolfsburg, bot sich den Falken in doppelter Überzahl (5.) die große Chance zur Führung. Aber Keeper Felix Bick, ein Quäntchen Glück (zwei Pfostentreffer durch Justin Kirsch und Roope Ranta) und Einsatzwille (vier geblockte Schüsse) hielten die "Null". Aus zwei eigenen 5:4-Situationen konnte der EC Bad Nauheim – ligaweit aktuell die beste Mannschaft im Powerplay – selbst kein Kapital schlagen.

Zweimal kämpften sich Gäste im Mittelabschnitt nach Rückstand wieder zurück. Brook Maschmeyers 1:0 nach 31 Sekunden beantwortete Dennis Reimer (32.), kurz darauf traf der nicht energisch genug attackierte Kirsch (32.). In der 38. Minute schlenzte Andrej Bires die Scheibe über die Schulter von HEC-Keeper Mirko Pantkowski ins Netz – 2:2 in Überzahl.

EC Bad Nauheim: Cody Sylvester und Radek Krestan mit den großen Chancen zur eigenen Führung

Mit schnellen Breaks hatten Cody Sylvester (44.) und Radek Krestan (45.) die Doppelchance zum 3:2, zweimal parierte Pantkowski allerdings glänzend. Und auch bei der Strafe gegen Jan Pavlu (50.) zündete der EC-Überzahl-Turbo diesmal nicht. Rantas später Treffer (59.) entschied schließlich die enge Partie.

EC Bad Nauheim: Das Spiek bei den Heilbronner Falken auf einen Blick

Heilbronner Falken: Pantkowski – Maschmeyer, Sharrow, Kurz, Eberhardt, Mapes, Pavlu – Ranta, Damon, Gibson, Ross, Lavallee, Kirsch, Gelke, Soramies, Bernhardt, Helms, Klos.

EC Bad Nauheim: Bick – Dalhuisen, Stiefenhofer, Shevyrin, Ketter, Slaton – Bires, Dustin Sylvester, Krestan, Cody Sylvester, Hamill, Kahle, Reimer, Hadraschek, Brandl, Ratmann.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (21.) Maschmeyer (Ranta, Gibson), 1:1 (32.) Reimer (Hadraschek, Brandl), 2:1 (32.) Kirsch (Maschmeyer), 2:2 (38.) Bires (Dalhuisen – 5-4), 3:2 (59.) Ranta (Gibson). – Schiedsrichter: Gossmann/Brill. – Strafminuten: Heilbronn 10, Bad Nauheim 12. – Zuschauer: 1226.

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