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Auf dem Weg zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich: Doppeltorschütze Andrej Bires vom EC Bad Nauheim verlädt Mac Carruth im Tor der Lausitzer Füchse. Foto: Chuc

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Kleiner Kader überrascht gegen Lausitzer Füchse

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Der EC Bad Nauheim trotzt gegen die Lausitzer Füchse den personellen Problemen und feiert einen 5:3-Erfolg.

Ja, wer hätte das gedacht?! Die Roten Teufel sind nach den personellen Rückschlägen der letzten Tage noch enger zusammengerückt und haben in der Deutschen Eishockey-Liga 2 einen 5:3 (3:1, 1:.1, 1:1)-Erfolg gegen die Lausitzer Füchse gefeiert. Der EC Bad Nauheim zeigte in insgesamt recht zerfahrenen 60 Minuten eine engagierte, lauf- und willensstarke und vor allem disziplinierte Leistung (2:24 Strafminuten).

Jesper Kokkila und Andrej Bires erzielten je zwei Treffer für die Hessen, die nach einer zwischenzeitlichen Drei-Tore-Führung noch einmal zittern mussten, da die Mannschaft fünf Powerplay-Optionen teils kläglich vergeben hatte, ehe mit einem Mann mehr in der Schlussminute schließlich durch Simon Gnyp der Deckel auf die Partie gesetzt werden konnte. Marc El-Sayed und Andras Pauli waren an jeweils drei Treffern beteiligt.

"Bad Nauheim hat gut verteidigt. Wir haben einfach die Tore nicht gemacht", sagte Füchse-Trainer Corey Nielson, dessen Mannschaft vor 1780 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion eine sehr biedere, fast schon enttäuschende Vorstellung bot. Christof Kreutzer, Coach der Gastgeber, war hingegen mächtig stolz: "Die Jungs haben die Gegentore gut weggesteckt und verdient gewonnen."

Die Partie hatte mit einem echten Stimmungs-Killer begonnen. Nach nur elf Sekunden lang Bad Nauheim mit 0:1 im Rückstand. Die Unparteiischen Hertrich und Naust waren den Hausherren an diesem Abend durchaus wohlgesonnen. Drei Überzahl-Möglichkeiten im ersten Abschnitt folgten zwei weitere im zweiten Durchgang. Das Ergebnis: durchweg ernüchternd. Da füllten mitunter Spieler Rollen, die sie nicht gewohnt waren. Und das war deutlich zu sehen. Bad Nauheim verstand es aber, Turnover zu erzwingen und war damit gefährlich. Beim 1:1 (8.) profitierte Andrej Bires von einem Fehler von Kania, beim 2:1 (10.) durch Kokkila war Mac Carruth die Sicht verdeckt, beim 3:1 (16.) hatte Marc El-Sayed für Kokkila exakt aufgelegt. Beim 4:1 (36.) war der Füchse-Schlussmann irritiert, dass Bires die Scheibe gar nicht richtig getroffen hatte. 40 Minuten lang kontrollierte Bad Nauheim die Partie, quasi aus dem Nichts hatte es Mike Hammond spannend gemacht 2:4 (38.), und als zwölf Minuten vor Schluss Tomas Andres den dritten Gäste-Treffer erzielt hatte, begann das Zittern. Schließlich traf Simon Gnyp (5:3/60.).

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Sekesi, Ketter, Gnyp, Slaton, Stiefenhofer - Gibbons, Köhler, Ratmann, Pauli, El-Sayed, Bires, Manuel Strodel, Palka, Cornett, Kahle.

Lausitzer Füchse: Carruth - Kania, Monteith, Pozivil, Granz, Keussen, Mik, Karrer - Murphy, Hammond, Breitkreuz, Farmer, George, Andres, Schwamberger, Streu, Kuschel, Nico Strodel, Reichel, Boiarchinov.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (1.) Murphy (Hammond, Breitkreuz), 1:1 (8.) Bires, 2:1 (10.) Kokkila (Sekesi), 3:1 (16.) Kokkila (El-Sayed, Pauli), 4:1 (36.) Bires (El-Sayed, Pauli), 4:2 (38.) Hammond (Keussen, Breitkreuz), 4:3 (48.) Andres (Monteith, Boiarchinov), 5:3 (60.) Gnyp (Pauli, El-Sayed - 5-4). - Schiedsrichter: Hertrich/Naust. - Strafminuten: Bad Nauheim 2, Lausitz 14 plus zehn Minuten (Povizil). - Zuschauer: 1780.

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