EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Ein klassischer Arbeitssieg gegen die Tölzer Löwen

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Wichtige drei Punkte für den EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2: Beim 4:2 feierte Zach Hamill sein Debüt, die Förderlizenzler stachen - und ein Kontingentspieler überraschte.

Ein Arbeitssieg für den EC Bad Nauheim – oder wie es Matthias Baldys, der Sportliche Leiter, sagt: »Wichtig sind nur die drei Punkte.« Mit 4:2 schlagen die Roten Teufel am Freitagabend in einer mäßigen Partie die Tölzer Löwen und bringen damit drei Punkte zwischen sich und den direkten Konkurrenten um einen einstelligen Tabellenplatz in der DEL 2.

Überragender Mann auf dem Eis des mit 2032 Zuschauern endlich wieder einmal ganz gut gefüllten Colonel-Knight-Stadions war James Livingston. Der Kanadier machte zwei Tore – so viele wie in der ganzen bisherigen Saison. Daneben krönten Daniel Stiefenhofer und Johannes Huß, Förderlizenzspieler der Düsseldorfer EG, ihre guten Leistungen mit je einem Tor. Ebenfalls auffällig: Verteidiger Denis Shevyrin, der mit zwei Vorlagen einen guten Abend erwischt hatte.

EC Bad Nauheim: Spiel gegen Tölzer Löwen nur auf mäßigem Niveau

»Es war ein hart umkämpftes Match, denn nach dem zweiten Drittel hätte es in jede Richtung gehen können. Aber wir haben hart gearbeitet – und heute wurden wir im Vergleich zu den vergangenen Spielen auch mal belohnt. Diese drei Punkte sind wichtig – gegen den direkten Konkurrenten und auch für uns nach der Länderspielpause.«

Trotz aller Euphorie und einer tollen Choreographie der Bad Nauheimer Südkurve sahen die Zuschauer bei erstmals winterlichen Temperaturen Magerkost in Sachen Spielkultur. Bad Nauheim hatte gefühlt mehr vom Spiel und auch mehr Chancen, doch bis zum letzten Drittel fehlte vorne schlicht die Effektivität, während Tölz sich darauf verlegte, das Spiel des EC zu stören.

EC Bad Nauheim: James Livingston bringt sein Team in die Spur

Nach dem 1:0 durch Stiefenhofer im ersten Powerplay des EC, das erst nach mehreren Minuten Videostudium gegeben wurde (6.), schlug Bad Tölz sofort zurück: Ein Schuss von Casey Borer trudelte hinter Jan Guryca im EC-Tor ins Netz (8.) – ebenfalls im Powerplay nach einer umstrittenen Strafe gegen Steve Slaton. Das gleiche Muster beim 1:2: Huß saß auf der Strafbank, Lubor Dibelka traf (11.). Doch Livingston brachte seine Mannschaft nach einem Patzer vom Tölzer Torwart Ben Meisner rechtzeitig zur Drittelpause mit dem 2:2 zurück (40.). Nach Huß’ coolem Schuss ins obere Eck zum 3:2 (53.), kratzte der sonst unauffällige DEG-Förderlizenzspieler Thomas Reiter in seinem ersten Spiel für den EC den Puck von der Linie – und auch das Videostudium sagte: kein Tor.

Fast im direkten Gegenzug machte Livingston nach Pass von Max Hadraschek den Deckel drauf. Der EC spielte die Partie in der Folge runter, sicher auch weil Guryca im Kasten über das gesamte Spiel gesehen mit einigen guten Szene seinen Vorderleuten Sicherheit gegeben hatte. In der Schlussphase machten die Roten Teufel sogar noch einmal Betrieb – fast hätte Neuzugang Zach Hamill, der einen soliden Einstand an der Seite der beiden Sylvester-Brüder feierte, noch sein Traumdebüt gefeiert, doch er verzog aus spitzem Winkel knapp (57.).

EC Bad Nauheim: Das Spiel gegen die Tölzer Löwen auf einen Blick

Bad Nauheim: Hane, Guryca; Ketter, Slaton, Huß, Pruden, Shevyrin, Stiefenhofer; Hadraschek, Kahle, Brandl, Cody Sylvester, Ratmann, Dustin Sylvester, Livingston, Hamill, Reimer, Bires, Reiter, Krestan

Bad Tölz: Meisner, Mechel; Wehrs, Borer, Reiter, Heinzinger, Horschel, Schwarz; Edfelder, Strobl, Pauli, Sedlmayr, Beach, Dibelka, Drews, Ehliz, Hörmann, Schlager, MacAulay.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Haupt/Oswald. – Zuschauer: 2032. – Tore: 1:0 (6.) Stiefenhofer (Dustin Sylvester – Shevyrin – 5:4), 1:1 (8.) Borer (Pauli – Dibelka – 5:4), 1:2 (31.) Dibelka (Schlager –Sedlmayr – 5:4), 2:2 (40.) Livingston (Hadraschek – Reimer), 3:2 (53.) Huß (Livingston –Ketter), (57.) Livingston (Hadraschek – Shevyrin). – Strafzeiten: 10 Minuten/6 Minuten.

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