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Meinungsverschiedenheit: Erik Betzold (links) und Stephan Tramm (Kassel Huskies) haben sich hier einiges zu sagen.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Wie die Kassel Huskies die Heimserie der Roten Teufel beendet haben

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Der EC Bad Nauheim unterliegt in der Deutschen Eishockey-Liga 2 starken Kassel Huskies mit 0:5 vor 3026 Zuschauern

Eine Heim-Niederlage! Ein in dieser Saison für den EC Bad Nauheim bis Freitagabend unbekanntes Ende einer Partie im Colonel-Knight-Stadion. Klar mit 0:5 (0:2, 0:1, 0:2) mussten sich die Roten Teufel geschlagen geben; gegen die Kassel Huskies, den Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga 2, einen diesmal übermächtigen Gegner. Vor 3026 Zuschauern, die die Gastgeber trotz des deutlichen Resultats bis zur Schlusssirene aufmunternd und durchgängig unterstützt hatten, war die Mannschaft von Christof Kreutzer chancenlos. Zu hoch war bei den Gastgebern die Zahl der Fehler, zu groß die Zahl der Schlüsselspieler, die ihre Leistung nicht haben abrufen können. Zu aggressiv, präsent, zielstrebig und effektiv waren die körperlich robusten Nordhessen, die 48 Stunden zuvor noch Top-Klub Bietigheim zehn Treffer eingeschenkt hatten, mit breiter Brust giftig und laufintensiv störten und von Beginn an selbstbewusst ihr Spiel aufzogen.

"Wir haben heute zu wenig investiert und hätten das Spiel mehr annehmen müssen. Das hatte uns bislang ausgezeichnet. Unsere Fehler wurden knallhart bestraft", meinte Kreutzer. Sein Kollege Tim Kehler war "sehr zufrieden" mit seiner Mannschaft. "Das war ein sehr gutes Auswärtsspiel. Vor allem wurde in der offensiven Zone stark gearbeitet."

Überragend bei den Kassel Huskies: Die Reihe mit Ryon Moser, Ben Duffy und Austin Carroll, die nach gerade einmal 22 Minuten wegweisend eine Drei-Tore-Führung herausgeschossen hatte. Die größte Chance, der Partie im Anschluss vielleicht noch eine Wende zu geben, verpassten die bis dato zu Hause ungeschlagenen Badestädter während gleich drei Powerplay-Möglichkeiten noch vor der zweiten Drittelpause. Das war allenfalls bemüht, oft aber auch unbeholfen und glücklos in der Ausführung. Bei den wenigen klaren Möglichkeiten, die Kassel gewährte, klebte den Roten Teufel zudem das Abschlusspech am Schläger.

Moser traf unmittelbar nach einem gewonnen Bully zur Gäste (5.). Fünf Minuten später erhöhte Carroll (10.). Das war gnadenlos effektiv. Bad Nauheim, das sich bislang zu Hause meist im Laufe der Partie steigern konnte, war diesmal nicht in der Lage, den Schalter umzulegen, zumal das zweite Drittel mit dem 0:3-Genickschlag (Moser im Rebound, das wurde zu leicht gemacht/22.) eröffnet wurde. Bezeichnend: Die besten offensiven Szenen hatte die nominell vierte Reihe der Roten Teufel mit den Förderlizenzspielern. Der letzte Abschnitt: reine Formsache. Bad Nauheim lud mit ungewohnten Fehlern weiter zum Toreschießen ein. Kassel nahm’s dankend an und erhöhte durch Ex-Teufel Noureddine Bettahar und Richie Mueller zum 0:5-Endstand.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Kokkila, Stiefenhofer, Ketter, Slaton, Heyer - Pauli, Fiddler, Bires, Sylvester, Hamill, Ratmann, Strodel, El-Sayed, Kahle, Betzold, Bindels, Cornett.

Kassel Huskies: Kuhn - Shevyrin, Humphries, Dinger, Tramm, Müller, Walters - Karachun, Burns, Bettahar, Duffy, Carroll, Moser, Trivino, Kirsch, Mueller, Spitzner, Christ.

Steno / Tore: 0:1 (6.) Moser (Duffy), 0:2 (10.) Carroll (Moser, Duffy), 0:3 (22.) Moser (Carroll, Duffy), 0:4 (49.) Bettahar (Burns, Tramm), 0:5 (59.) Mueller. - Schiedsrichter: Engelmann/Naust. - Strafminuten: Bad Nauheim 10, Kassel 16. - Zuschauer: 3026.

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