EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Höchster Saisonsieg

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Höchster Saisonsieg! Der EC Bad Nauheim bezwingt die Bayreuth Tigers vor 2106 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion mit 5:1. Die Roten Teufel treffen in Über- und Unterzahl.

Das Ergebnis stimmt. Die Zuschauerzahl stimmt. Für eine seriöse Leistungseinschätzung ist Bayreuth allerdings kein Maßstab. Dafür war das Tabellenschlusslicht der Deutschen Eishockey-Liga 2 zu schwach. Ein 5:1 (2:1, 2:0, 1:0)-Erfolg für den EC Bad Nauheim leuchtete am Freitagabend auf der Anzeigetafel im Colonel-Knight-Stadion, wo 2106 Zuschauer - darunter auch finnische Ex-Teufel Mikko Rämö - den höchsten Saisonsieg ihrer Roten Teufel feiern konnten.

EC Bad Nauheim: Drei Powerplay-Tore

Der Pflicht-Dreier basiert auf einer bis dato nicht gekannten Effizienz im Powerplay. Drei Treffer erzielten die Hausherren mit einem Mann mehr auf dem Eis, einmal war die Mannschaft von Christof Kreutzer zudem mit einem Spieler weniger erfolgreich. "Das war ein verdienter Sieg. Das Powerplay hatte im Training schon gut ausgesehen, und ich bin froh, dass die Mannschaft das einmal im Spiel zeigen konnte", sagte der Coach der Hausherren. Sein Vorgänger Petri Kujala resümierte nach seiner ersten Rückkehr an alte Wirkungsstätte: "Das hatte ich mir natürlich anders vorgestellt. Gerade das Unterzahlspiel war bislang eine Paradedisziplin."

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Seinen Einstand im Dress der Roten Teufel feierte Hubi Sekesi. Kreutzer ließ den Deutsch-Ungarn die dritte Reihe als Mittelstürmer führen und brachte den 25-Jährigen auch gleich in Unterzahl. Neben Nico Geitner und Nico Kolb (beide per Förderlizenz für den Oberligisten Herne spielend) fehlte Garret Pruden (krank). Seinen ersten Treffer für Bad Nauheim - im dritten Spiel - erzielte Denis Shevyrin, zudem waren die Sylvester-Brüder Dustin und Cody (diesmal wieder in einer Reihe spielend) sowie Mike Dalhuisen und Daniel Stiefenhofer erfolgreich.

EC Bad Nauheim: Klare Chancen noch ausgelassen

Nach dem ersten Drittel hatten die Gastgeber die Führung noch ihrer Effizienz zu verdanken. In Unterzahl (Dustin Sylvester blockte einen Schuss und steuerte allein auf Ex-Teufel Timo Herden zu/6.) und gleich im ersten Powerplay (Shevyrin lauerte am langen Eck/15.) waren die Hausherren erfolgreich und wussten zu diesem Zeitpunkt selbst nicht recht wie ihnen geschah. Bayreuth hatte bis zur ersten Sirene mehr vom Spiel. Nach dem frühen Tor zum 3:1 (Dalhuisen als Bayreuth gerade komplett war/22.) hatte Bad Nauheim die Partie aber unter Kontrolle, konnte den Sack zwar noch nicht zuschnüren, wurde allerdings auch nicht mehr wirklich gefordert. Spätestens mit dem 4:1 (Direktabnahme Cody Sylvester/33.) war die Partie entschieden. Das letzte Drittel war Schaulaufen. Das Unparteiischen-Duo Haupt/Singer würzte die Partie mit reichlich Hinausstellungen (insgesamt 34 Strafminuten in einer jederzeit fairen Partie), ein Powerplay nutzte Stiefenhofer (im Slot stehend/46.) zum Endstand. Mit etwas mehr Konzentration (zweimal Marcel Kahle, James Livingston und Steve Slaton standen frei vor Herden) hätte das Resultat noch deutlicher gestaltet werden können.

EC Bad Nauheim: Guryca - Ketter, Shevyrin, Dalhuisen, Stiefenhofer, Slaton, Mannes - Hadraschek, Cody Sylvester, Dustin Sylvester, Livingston, Bires, Krestan, Kahle, Sekesi, Reimer, Ratmann, Brandl, Strodel.

Bayreuth Tigers: Herden - Heider, Linden, Mayr, Martens, Veisert, Potac, Kronawitter, Nijenhuis - Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Bosas, Rajala. Heatley, Busch, Richter, Gläser, Gams, Kirchhofer, Kunz.

Steno: Tore: 1:0 (6.) Dustin Sylvester (4-5), 2:0 (15.) Shevyrin (Dustin Sylvester, Livingston - 5-4), 2:1 (19.) Bosas (5-4), 3:1 (22.) Dalhuisen (Bires, Hadraschek), 4:1 (33.) Cody Sylvester (Krestan, Livingston - 5-4), 5:1 (45.) Stiefenhofer (Shevyrin, Livingston - 5-4). - Schiedsrichter: Haupt/Singer. - Strafminuten: Bad Nauheim 18, Bayreuth 16. - Zuschauer: 2109.

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