EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Höchster Auswärtssieg der Saison beim Aufsteiger

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Sechs-Punkte-Wochenende für den EC Bad Nauheim! Die Roten Teufel haben am Sonntag ihr Spiel bei Aufsteiger Deggendorf mit 5:2 gewonnen - auch weil das Powerplay erneut gut funktionierte.

Erstmals Sechster! Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat sich für die zuletzt starken Leistungen und dem 5:3 vom Freitag über Bietigheim mit einem Sechs-Punkte-Wochenende und dem in dieser Saison erstmaligen Sprung auf Tabellenplatz sechs der Deutschen Eishockey-Liga 2 belohnt. In Deggendorf, beim zuletzt so erfolgreichen Aufsteiger, feierten die Roten Teufel am Sonntagabend einen 5:2 (3:1, 2:0, 0:1)-Erfolg.

Die Hessen profitieren bei ihrem bislang höchsten Auswärtssieg einmal mehr von zwei Powerplay-Treffern, einer raschen Drei-Tore-Führung (15.) und schließlich von einem Doppelschlag in einer Phase, in der die Gastgeber dem unmittelbaren Anschlusstor nahe waren (28.). Der Rest: Formsache. "Eine 3:0-Führung ist Fluch und Segen zugleich. Die Jungs haben defensiv gut gestanden und offensiv ihre Möglichkeit genutzt. Ein solcher Sieg ist keine Selbstverständlichkeit", sagt Christof Kreutzer, der Trainer des EC Bad Nauheim. Sein Kollege John Sicinski resümierte: "Nach dem Anschlusstor wollte der zweite Treffer nicht fallen. Im zweiten Drittel war meine Mannschaft nicht anwesend. Da waren wir am Schwimmen."

EC Bad Nauheim: Blitzstark mit drei Toren in 15 Minuten - Deggendorfer Torhüter muss raus

Mike Dalhuisen – zuletzt als überzähliger Kontingentspieler nur Zuschauer – kam angesichts Engpässe in der Abwehr durch die Ausfälle von Garret Pruden und Niko Geitner wieder zum Einsatz. Stattdessen fehlte der Name James Livingston im Aufgebot. Die Roten Teufel erwischen einen Auftakt ganz nach Wunsch: Nach nur 88 Sekunden erzielte Max Brandl in Unterzahl die Führung. Vorausgegangen war ein etwas leichtfertiger Pass von DSC-Torwart Cody Brenner. Der Keeper hatte erstmals nach der Verpflichtung von Jason Bacashihua, der den Höhenflug der Niederbayern eingeleitet hatte, den Vorzug erhalten. Er wirkte insgesamt aber fahrig und musste nach einer Viertelstunde seinen Platz räumen. Cody Sylvester (5.) und Daniel Stiefenhofer (15.) hatten bis dahin jeweils in Überzahl die Führung der Hessen aber schon ausgebaut.

Bad Nauheim nutzte die unerwarteten Freiräume überraschend kaltschnäuzig aus. Allerdings: Nur Sekunden nach dem Torwart-Tausch brachte Rene Rötheke die Hausherren heran – ein Tor wie ein Weckruf. Bad Nauheim wankte, vor allem in einem direkt folgenden Unterzahlspiel. Die Gäste brachten die Führung aber in die Drittelpause und profitierten in der 28. Minute von einem zweiten individuellen Fehler der Gastgeber. Nico Wolfgram verlor den Puck in der Vorwärtsbewegung an Max Hadraschek, und der Stürmer erzielte seinen ersten Treffer nach zuvor zwölf torlosen Partien. Längst hatte Bad Nauheim den Gastgeber den Wind aus den Segeln genommen. Nur 35 Sekunden später erhöhte Cody Sylvester auf 5:1 aus Sicht der Gäste.

EC Bad Nauheim: Souveränes Schlussdrittel zum ungefährdeten Sieg - Disziplinarstrafe für Kahle

Das Schlussdrittel spielte der EC dann souverän herunter. Die drei nennenswertesten Szenen: die Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Marcel Kahle (48./Stockstich), ein Andy-Roach-Schuss, der Torwart Felix Bick die Maske vom Kopf riss, und schließlich das Tor zum 5:2-Endstand durch Christopher Kasten (60.).

Deggendorfer SC: Brenner (ab 15. Bacashihua) – Wolfgramm, Kasten, Vavrusa, Müller, Wiederer, Roach, Senft – Brittain, Schembri, Litesov, Leinweber, Gibbons, Röthke, Janzen, Kiedersauer, Stern, Deuschl, Brunner, Seidl.

EC Bad Nauheim: Bick – Dalhuisen, Stiefenhofer, Shevyrin, Ketter, Slaton – Cody Sylvester, Hamill, Kahle, Bires, Dustin Sylvester, Krestan, Reimer, Hadraschek, Reiter, Ratmann, Brandl.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (2.) Brandl (Kahle – 4-5), 0:2 (5.) Cody Sylvester (Dustin Sylvester, Shevyrin – 5-4), 0:3 (15.) Stiefenhofer (Shevyrin – 5-4), 1:3 (15.) Röthke (Gibbons, Leinweber), 1:4 (28.) Hadraschek, 1:5 (28.) Cody Sylvester (Kahle, Hamill), 2:5 (60.) Kasten (Leinweber, Roach). – Schiedsrichter: Hascher/Oswald. – Strafminuten: Deggendorf 10, Bad Nauheim 8 plus fünf Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe (Kahle). – Zuschauer: 1958.

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