EC Bad Nauheim heute in Kaufbeuren zu Gast

  • Michael Nickolaus
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Auf dem richtigen Weg oder noch im alten Trott? Haben die Roten Teufel mit den personellen Entscheidungen der letzten 14 Tage die notwendigen Impulse setzen können? Ein Null-Punkte-Derby-Wochenende hat den zuvor zweimal siegreichen Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Am Sechs-Zähler-Rückstand auf Rang zehn hat sich nach knapp drei Vierteln der DEL 2-Hauptrunde nichts verändert. Vielmehr spüren die Hessen inzwischen den einst abgeschlagen Tabellenletzten Heilbronn im Nacken. In einem vorgezogenen Spiel von Faschingsdienstag ist die Mannschaft von Petri Kujala heute (19.30 Uhr) beim ESV Kaufbeuren zu Gast.

Auf dem richtigen Weg oder noch im alten Trott? Haben die Roten Teufel mit den personellen Entscheidungen der letzten 14 Tage die notwendigen Impulse setzen können? Ein Null-Punkte-Derby-Wochenende hat den zuvor zweimal siegreichen Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Am Sechs-Zähler-Rückstand auf Rang zehn hat sich nach knapp drei Vierteln der DEL 2-Hauptrunde nichts verändert. Vielmehr spüren die Hessen inzwischen den einst abgeschlagen Tabellenletzten Heilbronn im Nacken. In einem vorgezogenen Spiel von Faschingsdienstag ist die Mannschaft von Petri Kujala heute (19.30 Uhr) beim ESV Kaufbeuren zu Gast.

Die Ausgangslage: Man müsse das Positive aus den Derbys mitnehmen, man habe noch ausreichend Spiele, um die Ziele zu erreichen, meint Stürmer Diego Hofland. »Wir wollen zeigen, dass wir das Team aus dem Vorjahr sind, dass wir uns den Hintern aufreißen. Und ich denke, da sind wir auf einem guten Weg.« In punto Fleiß und Engagement war in den letzten beiden Wochen in der Tat eine Verbesserung zu erkennen. Allerdings: Nach wie vor leisten sich die Wetterauer zu viele individuelle Fehler, nach wie vor fehlen im Abschluss Glück und Genauigkeit.

»Man darf nicht vergessen, gegen wen wir da gespielt haben«, sagt Kujala, dessen Mannschaft in beiden Begegnungen für individuelle technische und disziplinarische Patzer in kurzen Schwächephasen bestraft worden war. »Wenn wir die Chancen nicht nutzen, dann kommt’s, wie es kommt. Das haben wir einmal mehr gesehen«, ärgert sich der Finne.

Wie haben sich die personellen Veränderungen der letzten 14 Tage ausgewirkt? Charlie Sarault konnte den positiven ersten Eindruck bestätigen. Der Kanadier belebt seine Nebenspieler und kann mit individueller Qualität auch den einen oder anderen Akzent setzen. Am Sonntag gab’s den Lohn: Sarault erzielte seinen ersten Treffer für die Roten Teufel.

Steve Slaton war am Freitag die fehlende Spielpraxis deutlich anzumerken. Der Verteidiger wirkte das eine oder andere Mal behäbig im Umschalten, wanderte zweimal auf die Strafbank. 48 Stunden später deutete der 34-Jährige mit unaufgeregtem Spiel an, dass er die Abwehr aufwerten wird.

Insgesamt vermittelt die Mannschaft mit Blick auf einen drohenden sportlichen Überlebenskampf einen wieder lebhaften Eindruck, der nun Mut macht und Hoffnungen weckt.

Acht Spiele, sieben Siege: Kaufbeuren hat die wenigsten Gegentore der Liga kassiert (87) und aktuell auch die wenigsten gesunden Verteidiger im Kader. Gegen Heilbronn sowie in Crimmitschau standen lediglich vier Abwehrspieler zur Verfügung. Dennoch konnten im Allgäu die Erfolge sechs und sieben aus den letzten acht Partien gefeiert werden. In der Tabelle hat sich die Mannschaft von Andreas Brockmann inzwischen auf Platz sechs nach vorne geschoben. Beeindrucken konnte der ESV, als nach einer schnellen Drei-Tore-Führung gegen Heilbronn die Kräfte nachließen, die Mannschaft aber als Einheit funktionierte, Moral zeigte und sich die Punkte nicht mehr nehmen ließ. Inwiefern die Rot-Gelben heute personell von Kooperationspartner Ingolstadt unterstützt werden – die Verteidiger Simon Schütz (Kapitän der U20-Nationalmannschaft) und Fabio Wagner (im DEL-Kader gesetzt) kommen in Betracht – ist noch offen. In Kaufbeuren könnte durch den direkten Vergleich mit Bad Nauheim der Abstand zu Rang elf auf 18 Punkte ausgebaut werden. Und dann dürfte dem ESVK der Klassenerhalt auch nicht mehr zu nehmen sein.

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