EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Ein glücklicher Punktgewinn gegen die Lausitzer Füchse

  • schließen

Der EC Bad Nauheim läuft seinen eigenen Ansprüchen weit(er) hinterher. Mit 2:3 nach Verlängerung unterlagen die Roten Teufel am Freitag vor 1689 Zuschauern den Lausitzer Füchsen.

Mit 2:3 nach Verlängerung unterlag der EC Bad Nauheim am Freitag den Lausitzer Füchsen. Den Punktgewinn hatten die Gastgeber zum einen ihrem Torwart Jan Guryca zu verdanken, zum anderen den geradezu unglaublich schludrigen Abschlüssen der Gäste. "Wir haben gut begonnen, hatten gutes Tempo im Spiel und waren gegenüber dem Freiburg-Spiel deutlich verbessert. Man darf nicht vergessen, dass Weißwasser eine sehr gutes Team hat", sagte Trainer Christof Kreutzer nach der vierten Niederlage am fünften Hauptrundenspieltag der Deutschen Eishockey-Liga 2. So schlecht sind die Hessen seit dem Aufstieg 2013 nicht in eine Saison gestartet.

Für die Entscheidung in der Overtime sorgte der Schwede Anders Erikson, der zusammen mit dem Kanadier Jeff Hayes der Partie seinen Stempel hatte aufdrücken können. Bei Bad Nauheim trafen Radek Krestan im Spiel Vier-gegen-vier zur 1:0-Führung (28.) sowie Cody Sylvester bei doppelter nummerischer Überlegenheit (40.). Dazwischen lag ein Doppelschlag der Lausitzer; zwei Treffer binnen 18 Sekunden, mit denen die spielerische und läuferisch überlegenen Gäste das Spiel gedreht hatten.

EC Bad Nauheim: Kaum geordnete Angriffe aus dem Spiel heraus

Neben Ersatzmann Florian Proske stand auch Förderlizenz-Verteidiger Johannes Huß erstmals im Kader der Teufel. Coach Kreutzer verzichtete auf Tryout-Spieler Nicolas Geitner, konnte mit vier kompletten Blöcken spielen und stellte den bislang unauffälligen Sylvester-Brüdern diesmal Andrej Bires zur Seite; ohne erkennbare Wirkung.

Das Engagement kann man den Gastgebern sicher nicht absprechen, doch wirkte defensiv vieles vogelwild, während aus dem regulären Spiel kaum einmal geordnet der Puck nach vorne gebracht wurde. Der Führungstreffer resultierte aus einer Einzelaktion, in der sich Krestan den Puck erkämpfte und einfach mal draufhielt. Den mentalen Push konnte die Mannschaft aber nicht nutzen. Der Doppelschlag der Füchse zehn Minuten später hatte sich angedeutet. Erst mit zwei Spielern mehr gelang Bad Nauheim im fünften Powerplay der Ausgleich.

EC Bad Nauheim: Weißwasser muss sich ärgern, nicht drei Punkte gewonnen zu haben

Im Schlussabschnitt gab Weißwasser dann den Ton an. Bad Nauheim nahm sich mit drei Hinausstellungen selbst aus dem Spiel. Und die Füchse müssen sich bei 36:25 Schüssen auf das Tor - und ein halbes Dutzend bester Optionen neben das Gehäuse - ärgern, nicht drei Punkte mitgenommen zu haben.

EC Bad Nauheim: Das Spiel auf einen Blick

EC Bad Nauheim: Guryca - Slaton, Huß, Dalhuisen, Pruden, Ketter, Woidkte, Mannes, Stiefenhofer - Livingston, Hadraschek, Krestan, Cody Sylvester, Dustin Sylvester, Bires, Kahle, Kolb, Reimer, Ratmann, Brandl, Strodel.

Lausitzer Füchse: Schmidt - Kania, Owens, Adam, Bär, Monteith, Granz, Geiseler - Saviano, Hessler, Erikson, Boarchinov, Hayes, George, Jahnke, Schiemenz, Kuchejda, Breitkreiz, Reichel, Dietz.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (28.) Krestan (Hadraschek - 4-4), 1:1 (38.) Owens (Jahnke, Kania), 1:2 (38.) Dietz (Reichel), 2:2 (40.) Cody Sylvester (Dalhuisen, Bires - 5-3), 2:3 (64.) Eriksson. - Strafen: Bad Nauh. 12, Lausitz 12. - Z.: 1689.

Mehr News zum EC Bad Nauheim

  1. EC Bad Nauheim: Mit Guryca und Proske gegen Lausitzer Füchse und nach Bad Tölz
  2. Emotionale Rückkehr: So erlebte Jan Guryca sein Comeback im Tor des EC Bad Nauheim
  3. Baustellen, Kuriositäten, Lerneffekte - Das ist die Bilanz nach dem Stolperstart des EC Bad Nauheim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare