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EC Bad Nauheim gleicht in den Playoffs aus

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Von: Michael Nickolaus

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Bad Nauheim im Playoff-Modus. Unterstützt von 4146 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion gleichen die Roten Teufel die DEL2-Viertelfinalserie durch einen 2:1-Sieg gegen den ESV Kaufbeuren zum 1:1 aus.

Marcel Brandt (19.) und James Livingston (21.) trafen für die Hessen, die früh einem Rückstand durch den Treffer von Jere Laaksonen (4.) hinterhergelaufen waren. »Wir haben uns durch den Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen. Auch wenn wir im zweiten Drittel unter Druck geraten sind: Die Jungs haben einen guten Job gemacht«, sagte Petri Kujala, der Trainer der Hausherren, während Andreas Brockmann seitens des ESVK ein »unglückliches 1:2« ansprach.

»Wir hatten anschließend unserer Chancen. Aber es hat diesmal eben nicht gereicht.« Am Sonntag (18.30 Uhr) wird die Serie in Kaufbeuren fortgesetzt. Am Dienstag (19.30 Uhr) gibt’s ein Wiedersehen in Bad Nauheim.

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Den Zuschauern wurde ein packender, ein intensiver, ein mitreißender und auch ein emotionaler Eishockey-Abend geboten, der die Sitzplatz-Besucher immer wieder zu stehenden Ovationen animierte. Die Hausherren verdienten sich den Erfolg, mussten aber um diesen aber zittern, weil sie es versäumt hatten, ihre unerwartet zahlreichen klaren Möglichkeiten zu nutzen. Da steuerte beispielsweise Dusan Frosch von der Strafbank kommend mutterseelenalleine auf Stefan Vajs zu (16.) und scheiterte ebenso am Keeper der Gäste wie später Mike McNamee mit einem Penalty (25.), den Philipp De Paly verursacht hatte, in dem er sich im eigenen Torraum auf die Scheibe gelegt hatte.

Bad Nauheim hatte einen unglücklichen Start. Aus dem Nichts traf Laaksonen mit einem abgefälschten Schuss zur ESVK-Führung, nachdem Daniel Pfaffengut den Puck einfach mal in Richtung Tor geschossen hatte. Ein typisches Playoff-Tor. In der eigenen Zone verteidigte Kaufbeuren leidenschaftlich, blockte nimmermüde Pässe und Schüsse, doch die Roten Teufel fanden ihre Lücken. Brandt sorgte schließlich im Powerplay für einen kollektiven Jubelschrei, und unmittelbar nach der ersten Pause hatte Bad Nauheim das Spiel gedreht, als James Livingston - freistehend im Slot und von McNamee bedient - zum 2:1 einschoss. Fortan geriert Bad Nauheim allerdings gewaltig unter Druck. Irgendein Teufel war im eigenen Verteidigungsdrittel immer für einen Lapsus gut. Die Badestädter schwammen regelrecht der zweiten Pause entgegen. Highlight in diesem Abschnitt: ein Brandt-Check gegen Ex-Teufel Charlie Sarault, der im hohen Bogen durch die Luft wirbelte, wie man es im heimischen Stadion schon lange nicht gesehen hatte. Die Unparteiischen wiederum schickten Brandt wegen Stockschlags auf die Strafbank.

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Das letzte Drittel - ein Kampf auf Biegen und Brechen. Ein einziges Lauern auf den Fehler, der die Partie entscheiden oder auf Null stellen könnte. Bad Nauheim beschäftigte Kaufbeuren laufintensiv in deren Zone, stand defensiv nun wieder besser sortiert und konnte am Ende jubeln.

EC Bad Nauheim: Bick - Brandt, Mannes, Widen, Slaton, Ketter, Erk, Pruden - Reimer, Sylvester, Frosch, Livingston, McNamee, Krestan, Ratmann, Lange, Pauli, Bettahar, Meisinger, Niederberger, Kolb.

ESV Kaufbeuren: Vajs - Osterloh, Pfaffengut, De Paly, Ketterer, Kasten, Haase, Reinig, Monteith - Billich, Sarault, Lewis, Blomquist, Laaksonen, Schmidle, Kiefersauer, Schäffler, Karevaara, Oppolzer, Thomas, Wolter.

Steno: Tore: 0:1 (4.) Laaksonen (Pfaffengut), 1:1 (19.) Brandt (Krestan - 5-4), 2:1 (21.) Livingston (McNamee). - Schiedsrichter: Haupt/Naust. - Strafminuten: Bad Nauheim 10, Kaufbeuren 12. - Zuschauer: 4146.

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