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Seltener Moment: Steve Slaton (M.) schießt ein Tor. Das 2:1 bringt den EC Bad Nauheim in Heilbronn auf die Siegerstraße. FOTO: THORWARTL

Eishockey

EC Bad Nauheim gewinnt 4:1 in Heilbronn - Torwart Bick überragt

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Mit diesem EC Bad Nauheim wird es nicht langweilig. 4:1 gewinnt der EC überraschend deutlich in Heilbronn. Das hatte einen guten Grund.

Bick, immer wieder Felix Bick. Nur einmal war der Torwart machtlos, aber das machte nichts, denn seine Vorderleute schossen vier Tore. Und so hat der Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim bei den Heilbronner Falken mit 4:1 (0:0, 2:1, 2:0) gewonnen. Ein wichtiger Sieg nach zuletzt drei Niederlagen in Serie. Diesmal verzweifelte die gefährlichste Offensive der Liga aus Heilbronn am Teufelskerl-Keeper, bei der 1:2-Niederlage am Freitag erging es noch den Wetterauern auf diese Weise. Andrej Bires, Steve Slaton, Jared Gomes und Jack Combs trafen für Bad Nauheim, den Falken gelang durch Bryce Gervais nur der zwischenzeitliche Ausgleich.

"Wir haben heute mehr das Glück des Tüchtigen gehabt als am Freitag. Felix ist unser Fels in der Brandung", sagte EC-Coach Christof Kreutzer, sein Kollege Alexander Mellitzer sah das ähnlich. "Heute hat man gesehen, warum Bad Nauheim so wenige Gegentore bekommt", sagte er mit Blick auf Bick.

Während bei den Falken Michael Knaub (abgelaufene Sperre) und Stefan Della Rovere (nach Verletzung) zurückkehrten, fehlte dem EC im Vergleich zum Freitag Verteidiger Mike Card. Die Folgen des Checks, den er einstecken musste, sind noch nicht abschließend geklärt. Niklas Heyer übernahm die Position. Marvin Ratmann, der bereits vor zwei Tagen von Kreutzer einen Denkzettel verpasst bekam, wurde nur nominell als 13. Stürmer aufgeboten. So vertraute der EC-Coach im Angriff den Reihen, die er schon am Freitag ab dem zweiten Drittel aufs Eis schickte.

Die besten Bilder vom Spiel :EC Bad Nauheim - Heilbronner Falken

 © Nici Merz
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Das erste Drittel wirkte wie eine Kopie des Freitagsspiels. Den ersten Fehler im Aufbau der Roten Teufel nutzte Heilbronn diesmal aber nicht. Der Schuss von Tim Miller tanzte mit dem Gestänge, der Puck blieb aber vor der Torlinie (5.). Bad Nauheim überstand die Druckphasen der Falken mit Bick und Glück (17:6 Schüsse nach 20 Minuten), der EC arbeitete defensiv hart, blieb aber ohne gefährliche Momente.

Die hatte auch im zweiten Abschnitt vorwiegend Heilbronn. Bryce Gervais scheiterte erst am stark reagierenden Bick (22.), dann mit seinem Schlagschuss am Pfosten (25.). Und plötzlich führte Bad Nauheim. Im Anschluss an ein Powerplay blieb der EC geduldig und spielte Andrej Bires frei, der mit seinem 22. Saisontor das 1:0 erzielte (29.). Heilbronn zeigte sich zwar unbeeindruckt, fand aber keinen Weg an Bick vorbei, auch nicht bei einem Drei-gegen-Eins-Konter (32.).

Dann passierte es doch. Kevin Maginot schlich sich im Rücken aller völlig unbehelligt davon und behielt die Nerven (39.). Doch nur 74 Sekunden später kam der Auftritt von Steve Slaton. Der Verteidiger eroberte den Puck an der gegnerischen blauen Linie, hatte plötzlich viel Platz und nutzte all seine Erfahrung, um Falken-Torwart Matthias Nemec auszuwackeln. Für Slaton war sein zweites Saisontor sein überhaupt erst zweites Tor in über drei Bad Nauheimer Jahren. "Danach hatte ich keine Angst mehr, dass wird das Spiel gewinnen", sagte Kreutzer auf der Pressekonferenz im Scherz über das Tor des 38-jährigen Oldies.

Als es langsam in die heiße Phase ging, tauchte der bis dahin eher unsichtbare Jared Gomes auf. Mit einer wunderschönen Einzelleistung manövrierte er sich durch die Falken-Abwehr und besorgte das 3:1 (52.). Drei Minuten vor Schluss opferte Heilbronn ohne Erfolg seinen Torwart, Jack Combs setzte den Schlusspunkt zum 4:1.

Heilbronner Falken: Nemec - Brady, Götz, Maschmeyer, Pavlu, Mapes, Maginot - Miller, Damon, Savilahti, Koch, Wruck, Gervais, Möller, Ribarik, Della Rovere, Detig, Majewski, Knaub.

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Gnyp, Sekesi, Kokkila, Slaton, Heyer. - Bires, El-Sayed, Pauli, Sylvester, Köhler, Strodel, Gomes, Combs, Palka, Bindels, Kahle, Cornett, Ratmann.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Lenhart/Feistl. - Tore: 0:1 (9.) Bires (Combs, El-Sayed), 1:1 (39.) Maginot (Koch, Gervais), 1:2 (40.) Slaton, 1:3 (52.) Gomes (Combs, Kokkila), 1:4 (60./EN) Combs (Gomes, El-Sayed). - Strafminuten: Heilbronn 8, Bad Nauheim 12. - Zuschauer: 2501.

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