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Mathieu Pompei wird in Unterzahl nicht attackiert und kann sich gegen Bastian Kucis die Ecke aussuchen.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim verliert die Generalprobe für den DEL2-Saisonstart und zwei Verteidiger

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Der EC Bad Nauheim kann im Testspielspiel nur zehn Minuten lang überzeugen und unterliegt dem EV Landshut mit 4:5 nach Verlängerung. Noch schlimmer: Zwei Verteidiger fallen möglicherweise zum Saisonstart aus.

50 Minuten pfui, zehn Minuten hui. Das war viel zu wenig. Der EC Bad Nauheim hat die Generalprobe verpatzt. Mit 4:5 (0:2, 1:2, 3:0/0:1) nach Verlängerung unterlagen die Roten Teufel im neunten und letzten Testspiel vor dem Start der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen Aufsteiger EV Landshut. Ein Dreierpack (4:4 nach 1:4) binnen 2:47 Minuten im Schlussabschnitt schönt eine über weite Strecken enttäuschende Leistung vor 921 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion. Die Treffer für die Hausherren erzielten Andrej Bires (2), Huba Sekesi und Andreas Pauli.

EC Bad Nauheim: Doppelschlag zur Landshuter 2:0-Führung

Landshut präsentierte sich von Anfang an hellwach, frisch, präsent und konnte der Partie den Stempel aufdrücken. Bad Nauheim ließ die Niederbayern gewähren, ließ in der eigenen Zone viel zu viel Raum, agierte umständlich und nach vorne ebenso harm- wie ideenlos. Der Neuling überzeugte hingegen mit schnellem Umschaltspiel, mit Kaltschnäuzigkeit im Powerplay. Drei der fünf Treffer erzielte der Aufsteiger in numerischer Überlegenheit, bei einem weiteren Tor war eine Strafzeit gegen Bad Nauheim just in derselben Sekunde abgelaufen.

Der Doppelschlag zum EVL-2:0 (10./11.) hatte lange in der Luft gelegen. Vor dem Max-Forster-Gegentreffer hatte Ketter den Puck vertändelt, wenig später hatte Bad Nauheim den Gast zum Zwei-gegen-null-Konter eingeladen. EC-Trainer Christof Kreutzer reagierte mit einer ungewohnt frühen, aber dringend notwendigen Auszeit. Merklich verändern konnte er nichts. Der Anschluss durch Bires (23.) ließ kurzzeitig auf eine bessere zweite Spielhälfte hoffen. Mit einem erneuten Doppelschlag durch Forster und Mathieu Pompej, der in Überzahl alle Zeit der Welt hatte, raubte Landshut den Heim-Zuschauern diese Illusion - 1:4.

EC Bad Nauheim: Die Entscheidung fällt erst in der Verlängerung

Mit Beginn des Schlussdrittels waren es die Gäste, die während einer Überzahl der Roten Teufel die größte Chance hatten. Danach schien Landshut die Partie abgehakt zu haben und leistete sich einen dreiminütigen Blackout, den Bad Nauheim mit drei Treffern wie aus dem Nichts heraus zum Ausgleich nutzen konnte (52.). Das gab den Hausherren für die letzten Minuten noch einmal einen Schub; ohne einen weiteren Treffer.

Die Entscheidung fiel in der Verlängerung. Zunächst kassierte Bad Nauheim eine Bankstrafe, dann eine weitere Hinausstellung. Mit zwei Spielern mehr auf dem Eis traf Robbie Czarnik zum Endstand.

Viel schlimmer aber als die Niederlage: Mit Daniel Ketter und später Daniel Stiefenhofer sind gleich zwei Verteidiger verletzungsbedingt ausgeschieden. "Beide gehen Montag zum Arzt. Dann wissen wir mehr", sagt Geschäftsführer Andreas Ortwein, der sich nach der Schlusssirene nicht in Spekulationen verlieren wollte.

EC Bad Nauheim: Das Testspiel gegen den EV Landshut auf einen Blick

EC Bad Nauheim: Kucis - Slaton, Heyer, Kokkila, Stiefenhofer, Gnyp - Ratmann, El-Sayed, Strodel, Sylvester, Hamill, Cornett, Pauli, Fiddler, Bires, Betzold, Sekesi, Kahle.

EV Landshut: Hübl - McFadden, Zimmermann, Kronthaler, Ostwald, Ettwein, Neumann, Mesing - Forster, Czarnik, Pompej, Ehl, Kumeliauskaus, Boßler, Fischhaber, Schmidpeter, Gollenbek, Sedlar, Jirek, Trinkberger.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (11.) Forster (Pompej, Ehl - 5-4), 0:2 (11.) Sedler (Trinkberger, Ostwald), 1:2 (23.) Bires (Fiddler, Pauli), 1:3 (27.) Forster (McFadden, Czarnik), 1:4 (29.) Pompej (Czarnik, McFadden - 5-4), 2:4 (50.) Pauli (Bires, Fiddler), 3:4 (50.). Bires, 4:4 (52.) Sekesi (Ratmann, Slaton - 5-4), 4:5 (62.) Czarnik (5-3). - Schiedsrichter: Westhaus/Koch. - Strafminuten: Bad Nauheim 18, Landshut 12. - Zuschauer: 921.

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