EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim gegen gerupfte Füchse und frisierte Löwen

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Der Weg zum Playoff-Viertelfinale ist nicht mehr weit. Am Wochenende haben die Roten Teufel die Möglichkeit, den nächsten großen Schritt zu gehen. Bei den Gegner ist einiges los.

Der EC Bad Nauheim will am Wochenende dem Playoff-Viertelfinale einen Schritt näher kommen – womöglich sogar entscheidend. Am heutigen Freitag (19.30 Uhr) muss der Eishockey-Zweitligist beim Tabellenführer in Weißwasser ran. Die Lausitzer Füchse haben sich mit sechs Siegen aus den zurückliegenden acht Spielen an die Spitze der DEL 2 katapultiert. Am Sonntag fällt um 18.30 Uhr das Bully zum Heimspiel im Colonel-Knight-Stadion gegen die Tölzer Löwen. Während die Füchse auf einige wichtige Akteure verzichten müssen, haben die Löwen aus Bad Tölz auf dem Transfermarkt ein Ausrufezeichen gesetzt.  

Die Ausgangslage

Zwölf Punkte beträgt der Vorsprung der Roten Teufel auf Platz sieben, den ersten Qualifikationsplatz für die Pre-Playoffs. Dort stehen derzeit die Heilbronner Falken, die am Freitag erst nach Bad Tölz reisen und am Sonntag die Löwen Frankfurt empfangen. Bleibt der Vorsprung konstant, wäre das bei dann noch zu vergebenden 24 Punkten ein nächster Schritt in Richtung Playoff-Einzug ohne Umweg. Bei zwei Nauheimer Siegen und zwei Heilbronner Pleiten wäre bei 18 Punkten Differenz die Entscheidung wohl schon gefallen.

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Reiter nicht in Playoffs dabei

Das Personal: Der EC reist mit neun Stürmern und sechs Verteidigern in die Lausitz. Cody Sylvester (Oberkörperverletzung) fällt mindestens für das kommende Wochenende aus, für Nico Kolb kommt ein Einsatz noch zu früh, auch wenn er beim Training am Donnerstag kräftig mitmischte. Förderlizenzspieler Nicolas Geitner steht am Wochenende bei Oberliga-Partner Herner EV im Aufgebot. Auch Stefan Reiter wird nicht zum EC-Tross stoßen. Damit ist auch ein möglicher Einsatz in den Playoffs vom Tisch, da der 22-jährige Stürmer nicht mehr auf die erforderlichen 20 Einsätze in der Hauptrunde der DEL 2 kommen wird.

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Freitags-Gegner: Lausitzer Füchse

"Wir sind in dieser Saison in ganz andere sportliche Dimensionen vorgestoßen", sagt Geschäftsführer Dirk Rohrbach. Aktuell grüßen die Lausitzer Füchse von der Tabellenspitze, drei Zähler Vorsprung vor Ravensburg und Kaufbeuren, die jedoch zwei bzw. eine Partie weniger absolviert haben. Die Zielsetzung wurde entsprechend nach oben korrigiert, das Playoff-Halbfinale soll es nun mindestens sein. Die Personaldecke ist in der vergangenen Woche aber dünner geworden, was dem laufintensiven Spiel der Füchse eine kleine Delle verpassen dürfte.

Füchse-Trainer Corey Neilson muss auf die Verteidiger Joel Keussen (erneute Pause nach Viruserkrankung), Jakub Kania und Chris Owens verzichten, im Sturm fehlen zudem Jeff Hayes, Clarke Breitkreuz und Förderlizenzspieler Jake Ustorf. Entlastung erhofft man sich von den Eisbären Berlin, die mit Maximilian Adam und Eric Mik weitere Förderlizenzler schicken könnten.Zudem steht laut den Lausitzer Füchsen mit Luis Rentsch ein 18-jähriger Einheimischer vor seinem Debüt bei den Profis.

Die bisherigen Begegnungen waren knappe Angelegenheiten. Beide Mannschaften feierten je einen Heimsieg, dazu siegte Weißwasser beim ersten Spiel in Bad Nauheim nach Verlängerung. Ende Dezember behielten die Roten Teufel nach einem furiosen 4:0 im ersten Drittel mit 5:3 die Oberhand. Vieles spricht dafür, dass es auch heute Abend eine knappe Kiste werden wird.  

Sonntags-Gegner: Tölzer Löwen

Im Endspurt der Hauptrunde haben die Tölzer Löwen für einen Paukenschlag gesorgt. Von den Kassel Huskies wurden Tyler Gron (39 Spiele/13 Tore/23 Assists) und Florian Kraus (23 Spiele/ein Assist) verpflichtet. Damit reagierten die Verantwortlichen in der bayerischen Kurstadt auf die Verletzungen von Andreas Schwarz und Philipp Schlager. Zudem soll noch ein Kontingentspieler kommen, der die Position des verletzten Kyle Beach übernimmt. "Wir sind mit drei Clubs in Verbindung", sagte Geschäftsführer Christian Donbeck. Die Transfers sind auch eine Ansage an die Konkurrenz aus dem unteren Tabellendrittel. Sechs Punkte Rückstand sind es derzeit auf Rang zehn, der die Löwen vor der zweiten Abstiegsrunde im zweiten Jahr nach dem Aufstieg bewahren würde.

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Das sagt EC-Trainer Christof Kreutzer: "Wir haben uns in den Trainingseinheiten auf den Spielstil der Lausitzer Füchse vorbereitet. Sie gehen unglaubliches Tempo, sowohl offensiv als auch defensiv. Eine Leistung wie in den ersten 20 Minuten gegen Bayreuth am vergangenen Sonntag dürfen wir uns nicht erlauben. Der Trainerwechsel in Bad Tölz (Scott Beattie folgte auf Markus Berwanger; Anm. d. Red.) kam uns in der Vorbereitung entgegen, da Bad Tölz nun ähnlich laufintensiv spielt, wie die Lausitzer Füchse."

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