Turniersiet: Der EC Bad Nauheim hat sich im Finale von Herne mit 5:4 gegen die Eispiraten Crimmitschau durchgesetzt. (Foto:Nickolaus)

Eishockey

EC Bad Nauheim: Tyler Fiddler trifft zum Turniersieg der Roten Teufel in Herne

Der EC Bad Nauheim hat das Eishockey-Turnier des Herner EV gewonnen. Im zweitliga-internen Finale gegen die Eispiraten Crimmitschau konnten sich die Roten Teufel am Samstag mit 5:4 durchsetzen.

Am Sonntag präsentiert sich die Mannschaft von Christof Kreutzer nun erstmals vor eigenem Publikum, dann gegen die Bayreuth Tigers (Beginn: 16.30 Uhr/Stadionfest mit Rahmenprogramm ab 12.30 Uhr).

Vor nur rund 400 Zuschauern in der Eishalle am Gysenberg in Herne - darunter etwa 40 Fans aus der Wetterau - nahm Marc El-Sayed die Trophäe als Kapitän der Hessen entgegen. Der kanadische Neuzugang Tyler Fiddler hatte 17 Sekunden vor Schluss im Powerplay den 5:4-Siegtreffer erzielt. Den dritten Platz sicherte sich am Nachmittag Zweitligist Kassel Huskies durch einen Erfolg gegen den gastgebenden Oberligisten Herne.

Bad Nauheim - am Vorabend gegen Herne erfolgreich - erwischte im Finale einen Blitzstart. Huba Sekesi (4.) sowie Cody Sylvester und Manuel Strodel (Doppelschlag binnen sechs Sekunden/6.) sorgten für eine frühe 3:0-Führung gegen die Sachsen. Die Eispiraten kamen erst im zweiten Abschnitt ins Spiel; ebenfalls mit einem Doppelschlag durch David Kuchejda und Tryoutspieler Lucas Vantuch gegen zu diesem Zeitpunkt zu schläfrigen Hessen, die sich bis Mitte der Partie zu viele Strafen nahmen (unter anderem eine Bankstrafe gegen Trainer Kreutzer) und somit keinen Zugriff mehr auf die Partie fanden. Kurz vor der Drittelpause traf Widemann entsprechend zu Ausgleich gegen Bastian Kucis, der die komplette Spielzeit das Tor der Hessen hüten sollte.

Mit dem schönsten Treffer des Abends, excellenter Stocktechnik auf engstem Raum, eröffnete Zach Hamill das Schlussdrittel (42.), zwei Minuten später wurde Patrick Pohl für energisches Nachsetzen mit dem erneuten Ausgleich belohnt. Beide Mannschaften begegneten sich nun auf Augenhöhe. Kaum das Bad Nauheim die sechste Unterzahlsituation schadlos überstanden hatte (57.), eröffnete sich in der Schlussphase noch eine Powerplay-Möglichkeit, die Fiddler mit seinem ersten Treffer zu nutzen verstand.

EC Bad Nauheim: Kucis - Stiefenhofer, Kokkila, Slaton, Gnyp, Reinig, Ketter, Heyer - Strodel, Hamill, Bires, Sylvester, El-Sayed, Pauli, Fiddler, Sekesi, Ratmann, Cornett, Kahle, Betzold.

Eispiraten Crimmitschau: Ansperger (ab 32. Bitzer) - Hudson, Schietzold, Halbauer, Oleff, Kokes, Thomas, Kaisler - Klöpper, Walsh, Widemann, Vantuch, Pohl, Braun, Kuchejda, Talbot, Grygiel, Demmler.

Tore: 1:0 (4.) Sekesi (Betzold, Ratmann), 2:0 (6.) Sylvester (Bires, El-Sayed - 5-4), 3:0 (6.) Strodel (Bires, Hamill), 3:1 (23.) Kuchejda (Talbot, Grygiel), 3:2 (24.) Vantuch (Widemann), 3:3 (40.) Widemann, 4:3 (43.) Hamill (Strodel, Ketter), 4:4 (47.) Pohl (Demmler), 5:4 (60.) Fiddler (Hamill, Stiefenhofer - 5-4). - Schiedsrichter: Tony Engelmann. - Strafminuten: Bad Nauheim: 18, Crimmitschau 16. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare