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EC Bad Nauheim: Mit 700 Fans nach Freiburg

  • Michael Nickolaus
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Acht Spiele in 17 Tagen! Der EC Bad Nauheim geht mit einem Verteidiger-Engpass in das Mammut-Programm. Zum Auftakt werden 700 Fans im Sonderzug die Roten Teufel nach Freiburg begleiten.

Freitag in Freiburg (19.30 Uhr), Sonntag gegen Dresden (18.30 Uhr), Mittwoch in Bayreuth (18.30 Uhr). Und das ist nur der Anfang. Bis zum 6. Januar, in den kommenden 17 Tagen, bestreitet Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim, acht Spiele. Und in gleich fünf Partien geht’s gegen die unmittelbaren Konkurrenten im Tabellen-Mittelfeld; die sogenannten Big-Point-Spiele. Die zentralen Frage vor diesem Mammut-Programm: Wie sind die Roten Teufel personell in der Abwehr aufgestellt?

EC Bad Nauheim - der Status quo

Unverändert gegenüber der Vorwoche. Garret Pruden und Nicolas Geitner standen zwar in dieser Woche in blauen Trainingstrikots als Rekonvaleszenten auf dem Eis, wann die beiden jungen Verteidiger tatsächlich wieder spielen können, ist aber noch nicht abzusehen. Kooperationspartner Düsseldorf hatte am Mittwoch im DEL-Spiel sieben Verteidiger auf dem Spielbericht; Unterstützung aus dem Rheinland ist für das Wochenende allerdings nicht zu erwarten. Im Klartext: Christof Kreutzer, der Trainer, steht einmal mehr vor der Frage, ob er mutig mit vier Verteidigern spielt, oder Mike Dalhuisen, zuletzt überzähliger Kontingentspieler, nominiert.

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Bei den gewöhnlich eher defensiven Wölfen Freiburg ist mit einem erneuten Kraftakt - und Marcel Kahle als Not-Verteidiger - zu rechnen. Zu Hause gegen Dresden liegt es nur zwei Tage später nahe, mit fünf festen Verteidigern zu agieren. Erstmals auf dem Eis am Donnerstag: Artjom Alexandrow. Der 21-jährige Stürmer, der sich eigentlich schon im August hatte empfehlen sollen, hatte krankheitsbedingt die erste Saisonhälfte verpasst.

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"Bei diesem Programm müssen wir personell die richtige Mischung finden", sagt Kreutzer, der in einer kompakten Defensive den Schlüssel zum Erfolg sieht. "Wenn du da keinen guten Job machst, dann nutzen dir auch die zwei, drei Tore nichts, die du vielleicht vorne mehr erzielst. Gerade auswärts ist es wichtig, in der Abwehr kompakt zu stehen."

Wölfe Freiburg - der Angstgegner des EC Bad Nauheim

Null Punkte, 2:9 Tore! Freiburg ist neben Kaufbeuren der einzige Klub, gegen den die Teufel in dieser Saison noch nicht gepunktet haben. Allerdings: Die Wölfe aus dem Breisgau haben nach der November-Pause noch nicht an ihre Resultate aus dem ersten Saisonabschnitt anknüpfen können. Nur zwei der letzten elf Partien hat die Mannschaft von Leos Sulak gewonnen und ist in der Tabelle auf den elften Platz zurückgefallen. In gleich vier dieser Begegnungen war Freiburg torlos geblieben. Mit dem Kanadier Mark Mancari haben die Wölfe nun die dominante Persönlichkeit aus der vergangenen Saison zurückgeholt; und dafür Mason Baptista (ein Tor in 25 Spielen) abgegeben. Mancari hatte als Verteidiger in der letzten Spielzeit in 32 Partien 45 Scorerpunkte gesammelt. Mit der Verpflichtung des Ex-NHL-Spielers wurde zudem auf die Engpässe in der Abwehr reagiert. Aktuell fallen mit den beiden Langzeitverletzten Daniel Maly und Christoph Frankenberg sowie Dennis Meyer, Marvin Neher und Philipp Rießle aber auch gleich fünf Verteidiger aus.

Teddy-Bear-Toss in Freiburg

Die Partie am Abend steht im Zeichen des Teddy-Bear-Toss. Die Zuschauer - natürlich auch die Fans aus Bad Nauheim - sind aufgerufen, Teddybären während der ersten Spielunterbrechung auf das Eis zu werfen. Diese Kuscheltiere werden vom Unternehmen "Luftfahrt ohne Grenzen" in Katastrophengebiete geflogen und dort unter den Kindern verteilt. In Freiburg ist dieses Ritual zur Tradition geworden. Im letzten Jahr wurden sage und schreibe 4184 Stofftiere auf das Eis geworfen.

EC Bad Nauheim - Sonderzug ausverkauft

Der Zug ist ausverkauft. 680 Fans - allein im Zug - werden ihre Mannschaft bei der Partie im Schwarzwald unterstützen. Abfahrt in Bad Nauheim ist um 12.57 Uhr. Nach der Ankunft in Freiburg (17.38 Uhr) werden zwei Shuttle-Züge die Anhänger zum Stadion bringen. Vor Spielbeginn plant der Fanclub "Fanatics" eine Choreographie im Gästeblock. Die Rückfahrt ist für 22.40 Uhr geplant. In Bad Nauheim wird der Sonderzug um 2.30 Uhr erwartet. Die Mannschaft wird - angesichts des anstehenden Spiele-Marathons rund um den Jahreswechsel - diesmal aber nicht an Bord sein.

Dresden - die Eislöwen finden Anschluss

Die Eislöwen haben sich nach ihrem Fehlstart nun unter Trainer Brad Gratton stabilisieren können. Gerade in der Defensive zeigen sich die Sachsen zuletzt verbessert, spielten konzentrierter und gradlinger. Offensiv müssen sich die Eislöwen auf ihr Powerplay verlassen. 34 Treffer wurden in Überzahl erzielt. Kein anderer DEL2-Klub hat mit einem Mann mehr auf dem Eis öfter getroffen. Allerdings: Nur Kassel und Freiburg haben insgesamt weniger Tore erzielt; und dies obwohl der Eislöwen-Kader durchaus namhaft besetzt ist. Spieler wie Alexander Höller, Dennis Palka und Christian Billich kommen in der Summe aber auf lediglich sieben Treffer. Kopf der Offensive ist Jordan Knackstedt, der mit Thomas Pielmeier und Nick Huard die Verantwortung für das Toreschießen trägt. Zuletzt fehlte Verteidiger Sebastian Zauner.

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