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EC Bad Nauheim erstmals torlos

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Von: Michael Nickolaus

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Der EC Bad Nauheim blieb erstmals in dieser Saison torlos und ist im DEL2-Playoff-Viertelfinale mit 1:2 in Rückstand geraten. In Kaufbeuren unterlagen die Teufel mit 0:3 und bangen um Cody Sylvester.

Während der guten ersten 30 Minuten fehlte den Gästen vor 3100 Zuschauern in der Erdgas-Schwaben-Arena das nötige Quäntchen Glück im Abschluss, dann wechselte das Momentum auf die Seite der Hausherren. »Wir hatten zuvor genug Chancen. Und es war auch klar, dass der ESV mit dem Vorsprung im Rücken zunehmend stabiler stehen würde«, sagt Petri Kujala, der Trainer der Hessen. Am Dienstag (19.30 Uhr) gibt’s in Wiedersehen im Colonel-Knight-Stadion. Es könnte das letzte Heimspiel in dieser Saison sein.

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Die Roten Teufel waren bereits am Vortag angereist. Zum zweiten Mal erst während ihrer fünfjährigen Zweitliga-Zugehörigkeit. Übernachtet wurde unmittelbar in Kaufbeuren, frühmorgens gab’s die Option zum Pre-Game-Skate. Dem Spiel der Gäste tat dies gut. Bad Nauheim war schneller und besser in die Partie gekommen, als noch beim ersten Duell an gleicher Stelle fünf Tage zuvor. Die Hessen setzten die ersten Akzente; körperlich wie auch in der Offensive. Mike McNamee hatte nach einem Rebound das leere Tor vor sich, verzog aber; eine wahrlich Hundertprozentige (8.) Zuvor hatte Dusan Frosch die Führung auf dem Schläger (7.).

Der Führungstreffer, den Kaufbeuren erzielte, schmeichelte den Gastgebern ein wenig. Bad Nauheim konnte sich nicht klar befreien, und schließlich traf ausgerechnet Ex-Teufel Daniel Oppolzer zum 1:0 (12.). Bei der ersten Sirene führte der ESVK mit 2:0. Noureddine Bettahar, der mit dem vierten Block den Topformationen eigentlich Luft verschaffen soll, kassierte bereits seine dritte Hinausstellung in dieser Serie; mit einen Bandencheck tief im gegnerischen Drittel. Mit zwei Diagonalpässen im Powerplay knackten die Allgäuer die Defensive und erhöhten während dieser Überzahl durch Florian Thomas (18.).

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Bad Nauheim hatte auch im zweiten Abschnitt zunächst mehr vom Spiel; allerdings ohne die ganz großen Chancen zu kreieren. Kaufbeuren vermied Hinausstellungen. Auch das einzige EC-Powerplay, das ein Dosenöffner hätte werden können, wurde von den Gästen nicht genutzt. Der ESV nahm früh, nämlich in der 31. Minute, seine Auszeit und gewann nun an Stabilität. Bad Nauheim bremste sich schließlich durch eine Bankstrafe infolge eines Wechselfehlers selbst ein wenig aus (35.). Auf der anderen Seite hielt Torwart Felix Bick seine Mannschaft bis zur zweiten Pause im Spiel.

Mit dem ersten Wechsel im Schlussabschnitt erhöhte Kaufbeuren auf 3:0 durch Steven Billich. Das war quasi die Entscheidung. Jetzt ging es nur noch darum, offensiv etwas zu experimentieren und Duftmarken körperlicher Art zu setzen. James Livingston feierte dabei einen Punktsieg gegen Philipp De Paly, später überstand Bad Nauheim eine zweiminütige doppelte Unterzahl, und schließlich handelte sich Cody Sylvester eine Spieldauerdisziplinarstrafe mit einem Check gegen Florian Ketterer ein. Ob der Topscorer gesperrt wird, eventuell für ein Spiel oder mehrere Partien, entscheidet nun der Disziplinarausschuss.

ESV Kaufbeuren: Vajs – Osterloh, Pfaffengut, De Paly, Ketterer, Kasten, Haase, Reinig, Monteith – Billich, Sarault, Lewis, Blomquist, Laaksonen, Schmidle, Kiefersauer, Schäffler, Karevaara, Oppolzer, Thomas, Wolter.

EC Bad Nauheim: Bick – Brandt, Mannes, Slaton, Widen, Ketter, Erk – Reimer, Sylvester, Frosch, Livingston, McNamee, Krestan, Ratmann, Lange, Pauli, Bettahar, Meisinger, Niederberger, Kolb.

Steno: Tore: 1:0 (12.) Oppolzer (Schäffler), 2:0 (18.) Thomas (Billich, Sarault - 5-4), 3:0 (41.) Billich (Lewis, Sarault). - Schiedsrichter: Haupt/Hatz. - Strafminuten: Kaufbeuren 10 plus zehn Minuten (DePaly), Bad Nauheim 16 plus zehn Minuten (Bettahar/Livingston) plus fünf Minuten plus Spieldauer (Sylvester). - Zuschauer: 3100 (ausverkauft).

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