EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Ernüchternder Auftritt in Freiburg

  • Michael Nickolaus
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Das war nichts! Überhaupt nichts! Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim unterlag am Sonntag nach einer lange Zeit ernüchternden Vorstellung beim EHC Freiburg mit 0:4.

Defensiv fehlerbehaftet und vorne erschreckend harmlos präsentierten sich die Roten Teufel bei Wölfen, denen eine mäßige, aber zumindest engagierte Leistung zum ersten Saisonsieg reichte. "Einige Spieler waren 40 Minuten lang nur bei 80 Prozent. Das ist in dieser Liga nicht ausreichend", sagte Christof Kreutzer, der Trainer der Hessen, nach enttäuschenden 60 Minuten, in denen seine Mannschaft einmal mehr einen Gegentreffer bei eigener Überzahl bekommen hatte. Leos Sulak, sein Kollege aus Freiburg, freute sich derweil über eine "gute Leistung über die komplette Spielzeit. Zuvor hatten wir ja immer einen Blackout."

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In der Verteidigung der Roten Teufel gab U-Nationalspieler Nicolas Geitner ein solides, da unauffälliges Debüt (Daniel Stiefenhofer fehlte dafür im Kader). Zwischen den Pfosten hatte überraschend Jonathan Boutin das Vertrauen erhalten. Den bislang so unglücklich agierenden Keeper traf an den vier Gegentoren zwar keine unmittelbare Schuld, doch konnte er seine Mannschaft auch nicht im Spiel halten und musste nach 45 Minuten seinen Posten räumen. Erstaunlich: Mit Freitag-Matchwinner Jan Guryca im Kasten wirkte das Team irgendwie befreit, konnte sich zum Ende hin steigern, blieb gegen die Abwehr mit den bis dahin zweitmeisten Gegentreffern aber ohne Torerfolg. Die größte Chance hatte Dustin Sylvester. Der Kanadier scheiterte aber in der 25. Minute beim Stand von 0:1 mit einem Penalty; wie schon am Freitag kurz vor dem Ende der Partie.

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Bad Nauheim fehlte gegen die spielerisch limitierten Wölfe oftmals der Biss und die nötige Zweikampfhärte und Entschlossenheit. Viel zu leichtfertig wurden Turnovers eingeleitet, nach vorne fehlte völlig die Idee. Mit einem Schuss von der blauen Linie erzielte Radek Havel für die feldüberlegenen Gastgeber die Führung (11.). Bad Nauheim blieb im ersten Abschnitt ohne klare Torchance, ohne Spielzug über mehrere Stationen. Kaum, dass Sylvester beim Penalty den Ausgleich verpasst hatte, da war Niko Linsenmaier Nutznießer eines unüberlegten fliegenden Wechsels und traf zum 2:0 (30.).

Als Enrico Saccomani – nach Scheibenverlust von Mike Dalhuisen – aus dem Gewühl heraus von der Verteidigung nur beobachtet, aber nicht gestört worden war, auf 3:0 erhöht hatte, nahm Bad Nauheim eine Auszeit. Doch im Grunde war die Partie längst gelaufen. Der Gegentreffer bei eigener Überzahl – Marc Wittfoth wurde halbherzig begleitet – passte irgendwie ins Bild, das die Gäste abgaben. Für Boutin endete mit diesem Gegentor die Arbeitszeit auf dem Eis. Die Bemühungen in der Schlussviertelstunde – inzwischen mit Max Brandl anstelle von Nicolas Strodel an der Seite der Sylvester-Brüder – kamen viel zu spät.

EHC Freiburg: Nemec – Meyer, Havel, Miner Baron, Brückmann, Rießle, Neher, Maly – Herm, Baptista, Wittfoth, Neuert, Linsenmaier, Kunz, Seeger, Fronk, Saccomani, Bauhof, Cihak, Bräuner.

EC Bad Nauheim: Boutin – Ketter, Woidtke, Dalhuisen, Pruden, Slaton, Geitner, Mannes – Cody Sylvester, Dustin Sylvester, Strodel, Livingston, Hadraschek, Krestan, Ratmann, Brandl, Bires, Reimer, Kolb, Kahle.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (11.) Havel (Herm, Baptista), 2:0 (30.) Linsenmaier (Neuert, Kunz), 3:0 (36.) Saccomani (Fronk, Seeger), 4:0 (45.) Wittfoth (4-5). – Schiedsrichter: Altmann/Hascher. – Strafminuten: Freiburg 8, Bad Nauheim 8. – Zuschauer: 1860.

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