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Ein erneut überragender Rückhalt: Felix Bick. Hier scheitert Austin Carroll. Rechts: Steve Slaton Foto: Fischer

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim entzaubert Kassel Huskies

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Der EC Bad Nauheim gewinnt am Freitagabend bei Tabellenführer Kassel Huskies. Einen wermutstropfen gibt es aber auch.

Jetzt auch noch Kassel! Der EC Bad Nauheim hat am Freitagabend den Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga 2 entzaubert. Mit 3:2 (3:0, 0:1, 0:1) gewannen die Roten Teufel vor 4256 Zuschauern in der Eissporthalle am Auepark. Für die Nordhessen war’s im elften Heimspiel die erste Niederlage. Die Gäste aus der Wetterau feierten dagegen den neunten Sieg aus den letzten zehn Partien. Mike Card, Cody Sylvester und Andrej Bires trafen zur Drei-Tore-Führung nach zwölf Minuten für die Mittelhessen, die im Anschluss gleich mehrfach die Chance vergaben, die Partie vorzeitig zu entscheiden, so dass es am Ende noch einmal spannend wurde. "Wir waren heute bereit ins Spiel zu gehen, hätten bei den Gegentoren konsequenter sein müssen, haben das aber gut über die Bühne gebracht", sagte Christof Kreutzer, der Trainer der Roten Teufel, während vor dem mit rund 200 Anhängern gefüllten Gästeblock das "Derbysieger"-Banner entrollt und der Triumph zelebriert wurde. Der Wermutstropfen: Dani Bindels verletzte sich bereits in der fünften Minute im Zweikampf mit Michi Christ und wurde auf seiner Position fortan durch Huba Sekesi vertreten.

Bad Nauheim präsentierte sich im ersten Abschnitt gnadenlos effektiv. Mit Ausnahme eines Unterzahl-Breaks von Tyler Fiddler (3.) schien jeder Schuss ein Treffer; auch dank Leon Hungerecker. Die eigentliche Nummer zwei der Nordhessen hatte überraschend den Vorzug erhalten und sah bei den drei Gegentreffern binnen recht unglücklich aus. Nach sieben Minute hatte Mike Card viel Zeit und Raum - und traf mit der Rückhand. Nur 118 Sekunden später klingelte es zum zweiten Mal im Tor der Huskies, der Mannschaft mit den bis dato wenigsten Gegentreffern. Cody Sylvester war zum Rebound zur Stelle (9.). Der Kanadier feierte nach sechswöchiger Verletzungspause sein Comeback. Als überzähliger Kontingentspieler hat Kyle Gibbons die Partie von der Pressetribüne aus verfolgt. Weitere drei Minuten ließ sich Andrej Bires nicht auf halten und erhöhte gar auf 3:0. Und Kassel? Von den Gastgebern war lange Zeit offensiv nichts zu sehen. Bad Nauheim verteidigte ebenso kompakt wie leidenschaftlich, hielt Gegner und Puck in der eigenen Zone außen an der Bande und war bis Mitte des zweiten Durchgangs der Vorentscheidung näher als die eigentlich so offensivstarken Hausherren dem Anschluss. Andreas Pauli und gleich zweimal Marcel Kahle verpassten freistehend vor Hungerecker. Kassel fand ab der 25./30. Minute schließlich besser in die Partie und gab dem Match durch den Anschlusstreffer durch Austin Carroll in der 37. Minute einen neuen Impuls.

Kassel profitierte im Schlussabschnitt von zwei Powerplay-Situationen, kam durch Ben Duffy zum 2:3 (53.). Doch einmal mehr verteidigte Bad Nauheim den knappen Vorsprung.

Kassel Huskies: Hungerecker - Shevyrin, Humphries, Dinger, Tramm, Heinrich, Müller - Karachun, Trivino, Mueller, Klöpper, Carroll, Kirsch, Burns, Bettahar, Walters, Spitzner, Christ.

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Card, Ketter, Sekesi, Slaton, Gnyp, Stiefenhofer - Pauli, Hamill, Bires, Strodel, Fiddler, Sylvester, Cornett, El-Sayed, Palka, Ratmann, Bindels, Kahle.

Tore: 0:1 (7.) Card (Palka, El-Sayed), 0:2 (9.) Sylvester (Bires), 0:3 (12.) Bires (Hamill, Pauli), 1:3 (37.) Caroll (Duffy), 2:3 (53.) Duffy (Sheyrin). - Schiedsrichter: Brill/Vogel. - Strafminuten: Kassel 4, Bad Nauheim 8. - Zuschauer: 4256.

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