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Endstation Florian Proske: Die nominielle Nummer zwei im Tor der Dresdner Eislöwen pariert hier gegen Stürmer Marcel Kahle, der mit den Roten Teufel eine 2:6-Niederlage kassiert.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Enttäuschend in Dresden

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Null-Punkte-Wochenende: Der EC Bad Nauheim kassiert in Dresden eine 2:6-Niederlage.

Die nächste neue Erfahrung in der Saison 2019/20. Auf die erste Heimniederlage folgt 48 Stunden später das erste Null-Punkte-Wochenende für den EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 mit einer Gesamtbilanz von enttäuschenden 2:11 Treffern. Bei den Dresdner Eislöwen, dem bisherigen Schlusslicht, unterlagen die Roten Teufel nach einer über weite Strecken schwachen und vor allem defensiv zu fehlerbehafteten Darbietung vor 1674 Zuschauern mit 2:6 (1:2, 1:1, 0:3). Huba Sekesi und Cody Sylvester trafen für die Hessen.

"Wir haben uns auch ein wenig selbst geschlagen, weil wir offensiv zu viele Chancen liegen gelassen haben. Bei den Gegentreffern eins bis drei haben wir es dem Gegner zu leicht gemacht und es am Ende schleifen lassen. Deshalb ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen", resümierte Christof Kreutzer, der Trainer der Gäste, während Rico Rossi nach dem nach zweiten Dreier der Sachsen im achten Spiel meinte: "Wir haben das Spiel in der offensiven Zone kontrolliert und auch immer wieder zweite und dritte Chancen herausarbeiten können."

Eine einmal mehr richtungsweisende Rolle hatten die "Special Teams". Bad Nauheim wurde in den ersten fünf Minuten in Unter- und bereits zum dritten Mal (!) in der noch jungen Saison in eigener Überzahl bezwungen. Die Gastgeber nutzten während der 60 Minuten insgesamt zwei ihrer fünf Powerplay-Möglichkeiten. Bad Nauheim erzielte - bei ebenfalls fünf Optionen - den zwischenzeitlichen Anschluss mit gleich zwei Spielern mehr auf dem Eis allerdings. Nach vorne fehlte den Wetterauern gegen die Mannschaft mit den bis dahin meisten Gegentoren der Liga die Zielstrebigkeit, die nötige Gier - und infolge dessen auch das einige oder andere Mal das Quäntchen Glück, bei den Abprallern von Torwart Florian Proske an der richtigen Stelle zu stehen.

Bad Nauheim bekam in Dresden gegen eine bissig und zweikampfstark verteidigende Gastgeber-Mannschaft nicht viele klare Möglichkeiten, vergab die besten Chancen durch Tyler Fiddler, der im zweiten Abschnitt mehrfach den möglichen Ausgleich (es wäre das 3:3 gewesen) auf dem Schläger hatte. Insgesamt war’s spielerisch einfach zu wenig, was die Roten Teufel zu bieten hatten. Deutlich wurde das auch diesmal statistisch. Das Kontingentspieler-Quartett der Eislöwen mit Dale Mitchell, Nick Huard, Elvijs Biezais und Mario Lamoureux ging mit neun Scorerpunkten und einer Plus-Minus-Bilanz von +5 aus der Partie. Demgegeüber standen drei Scorerpunkte und eine -2 bei den vier Ausländern der Roten Teufel.

Gegenüber dem Freitag fehlte im Übrigen Manuel Strodel, der sich im Derby verletzte hatte. Wie lange der Stürmer ausfällt, oder ob er am Freitag wieder dabei sein kann, ist noch offen.

Dresdner Eislöwen: Proske - Kramer, Uplegger, Hanusch, Dotzler, Lavallee, Flade, Heyter - Ritter, Biezais, Lamoureux, Knackstedt, Mitchell, Huard, Walther, Pielmeier, Kretschmann, Rupprich, Jentsch, Knobloch.

EC Bad Nauheim: Kucis - Ketter, Stiefenhofer, Kokkila, Sekesi, Slaton, Heyer - Betzold, Bindels, Cornett, Pauli, Fiddler, Bires, Sylvester, Hamill, Ratmann, Kahle, El-Sayed.

Steno / Tore: 1:0 (3.) Huard (Knackstedt, Hanusch - 5-4), 2:0 (5.) Lavallee (Pielmeier - 4-5), 2:1 (6.) Sekesi (Hamill, Stiefenhofer - 5-3), 3:1 (26.) Mitchell (Jentsch, Knackstedt), 3:2 (29.) Sylvester (Sekesi), 4:2 (51.) Kramer (Knackstedt, Biezias), 5:2 (55.) Ritter (Biezais, Lamoureux), 6:2 (58.) Ritter (Lemoureux, Biezias - 5-4). - Schiedsrichter: Kannengießer/Ostwald. - Strafminuten: Dresden 10, Bad Nauheim 10. - Zuschauer: 1674.

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