+
Turbulente Schlussphase: Tyler Fiddler lauert auf die späte Chance zum Ausgleich, unterliegt mit dem EC Bad Nauheim den Bayreuth Tigers aber mit 1:2.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Am Ende schwere Beine

  • schließen

Im dritten Test binnen 48 Stunden fehlten am Ende Kraft und Energie. Vor 2446 Zuschauer verliert der Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim gegen die Bayreuth Tigers mit 1:2.

Großes Hallo im Colonel-Knight-Stadion: Zum Wiedersehen der Eishockey-Familie nach fast fünfmonatiger Sommerpause konnte der EC Bad Nauheim am Sonntagnachmittag fast 2500 Zuschauer begrüßen. Allerdings: Ex-Trainer Petri Kujala und seine Bayreuth Tigers zeigten sich als Party-Crasher. Im dritten Spiel binnen 48 Stunden fehlten den Roten Teufeln gegen den Zweitliga-Konkurrenten ab Mitte der Partie Kraft und Energie - wie eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Jesper Kokkila, der 20-jährige Finne, dessen Heim-Debüt wohl mit der größten Spannung erwartet worden war, traf im Powerplay zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich und krönte mit diesem Treffer seine sehr ordentliche Leistung.

Der Auftakt war noch vielversprechend gewesen: Bad Nauheim wollte, machte Dampf und übernahm die Kontrolle; blieb allerdings völlig uneffektiv. Brett Jaeger, der Schlussmann der Wagnerstädter, konnte weder beschäftigt noch ordentlich geprüft werden. Zwei Powerplay-Situationen verpufften, stattdessen verhinderte Felix Bick, der im Tor der Roten Teufel 60 Minuten durchspielte, gegen Tyler Gron einen Rückstand. Während EC-Trainer Christof Kreutzer mit sieben Verteidigen und zwölf Stürmern rotierte - es fehlte gegenüber dem Vortag Huba Sekesi (krank), dafür war Dani Bindels wieder dabei - spielten die Gäste überwiegend mit drei Reihen; ein Wiedersehen gab’s mit Petri Kujala und Ex-Torwart Mikko Rämö an der Bande sowie Niklas Mannes und Juuso Rajala auf dem Eis. Die jungen Markus Lillich, Nico Kolb und Kevin Kunz aus dem Tigers-Kader wurden an den DEL-Klub Nürnberg abgegeben.

Bayreuth hatte durch Valentin Busch im zweiten Drittel die bis dato beste Möglichkeit zum Führungstor. Wieder war Bick zur Stelle. Auf der Gegenseite hatte Simon Gnyp, 17-jähriger Förderlizenzspieler aus Köln, plötzlich die Führung auf dem Schläger, konnte seine Chance aber nicht nutzen. Bad Nauheim vergab anschließend vier Powerplay-Minuten. Offensiv - das wurde zunehmend deutlich - war viel Sand im Getriebe und reichlich Luft nach oben. In der 36. Minute fiel dann der erste Treffer der Partie - allerdings für Bayreuth. Ville Järvelainen traf im dritten Nachschuss nach einem Break, wobei die Roten Teufel in der Rückwärtsbewegung kurzzeitig die Ordnung verloren hatten. Drei Minuten später - im mittlerweile fünften Powerplay - fand Kokkila die Lücke und erzielte den Ausgleich, mit dem auch die Seiten gewechselt wurden.

Der Tank war nun leer. Bad Nauheim fuhr in den letzten 20 Minuten auf Reserve, stand hintendrin, schaffte kaum Entlastung. Bayreuth verlor erst Ivan Kolozvary und später Martin Davidek, die von Schläger beziehungsweise Puck am Jochbein beziehungsweise Kinn getroffen wurden und die Partie nicht fortsetzen konnten. Den einzigen Fehler des ansonsten unbekümmert aufspielenden Gynp nutzte Bayreuth drei Minuten vor Schluss durch Benjamin Kronawitter zum Siegtor. Als die letzten beiden Minuten bereits angekündigt waren, ließen Andreas Pauli und Noah Nijenhuis schließlich noch die Fäuse fliegen und wurden vorzeitig in die Kabine geschickt.

EC Bad Nauheim: Bick - Slaton, Heyer, Stiefenhofer, Kokkila, Reinig, Ketter, Gnyp - Betzold, Kahle, Cornett, Sylvester, El-Sayed, Pauli, Bires, Hamill, Strodel, Ratmann, Bindels, Fiddler.

Bayreuth Tigers: Jaeger - Schmidt, Heider, Mannes, Karlsson, Veisert, Martens, Nijenhuis - Bartosch, Kolozvary, Davidek, Järvelainen, Rajala, Gron, Kronawitter, Richter, Busch, Zimmermann.

Steno / Tore: 0:1 (35.) Järveläinen (Heider, Gron), 1:1 (39.) Kokkila (Hamill, Stiefenhofer - 5-4), 1:2 (58.) Kronawitter (Martens, Richter). - Schiedsrichter: Naust/Engelmann. - Strafminuten: Bad Nauheim 10 plus zehn Minuten (Pauli), Bayreuth 18 plus zehn Minuten (Nijenhuis). - Zuschauer: 2446.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare