EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Die Eishockey-Party geht weiter

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Die Eishockey-Party des EC Bad Nauheik im Kurpark geht immer weiter. Am Freitagabend wurde gegen den Deggendorfer SC in entspannter Atmosphäre gefeiert. Kein Zittern. Kein Bangen.

Der EC Bad Nauheim wurde gegen den Deggendorfer SC, den Tabellenletzten der Deutschen Eishockey-Liga 2, seiner Favoritenrolle gerecht und gewann mit 5:1 (2:0, 2:0, 1:1). Vor 2253 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion reichten den Roten Teufeln nach den Vollgas-Auftritten der letzten Wochen diesmal 60 Minuten mit gedrosselter Leistung. Zu schwach, zu harmlos waren die Niederbayern, denen man sicherlich auch ihre zahlreichen Ausfälle zu Gute halten muss. Unter den halben Dutzend fehlender Spieler fanden sich zumeist die Akteure, die im Spiel des DSC für gehobene Qualität stehen und gerade bei einem Aufsteiger natürlich besonders vermisst werden.

"Es ist nicht immer leicht gegen eine defensive Mannschaft, schnelles, attraktives Hockey zu spielen. Ich denke aber, dass wir die Aufgabe souveärn gelöst haben", sagt Christof Kreutzer, der Trainer der Roten Teufel.

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Die Frage, ob sich Bad Nauheim angesichts der sportlichen und personellen Voraussetzungen möglicherweise selbst im Weg stehen könnte und das mit Leidenschaft erarbeitete Polster der letzten Tage vielleicht zu sorglos auf’s Spiel gesetzt werden würde, war rasch beantwortet. Gerade einmal 2:48 Minuten waren gespielt, als der nominell dritte Block der Hausherren seinen ersten Wechsel zum Führungstreffer durch Dennis Reimer nutzen konnte. Bad Nauheim - das zeigte sich rasch - war die klar bessere Mannschaft.

Auf beiden Seiten der Eisfläche - und das ist auch durchaus verständlich - fehlte im Vergleich zu den letzten Partien der letzte Zug zum Tor, die Konsequenz und vielleicht auch mal ein Antritt in der Rückwärtsbewegung. Gefährden konnte dies den Sieg nicht. In der 16. Minute erhöhte Zach Hamill im Nachschuss zum 2:0 zur ersten Pause. Ein beruhigendes, wie verdientes Polster.

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Die Vorentscheidung fiel im Grunde genommen bereits zu Beginn des zweiten Abschnitts. Da nahm sich Josh Brittain - einer von ohnehin nur drei Kontingentspielern - mit zwei fiesen Aktionen selbst für 14 Minuten aus dem Spiel, und Bad Nauheim nutzte wieder einmal ein Powerplay, um durch Max Hadraschek auf 3:0 zu erhöhen (22.). Auf der Gegenseite war Felix Bick bei den wenigen, dafür aber torgefährlichen Aktionen der Niederbayern auf dem Posten. Mit dem schönsten Treffer des Abends, einem Rückhand-Schlenzer unter die Latte, erzielte Dustin Sylvester das 4:0 (40.).

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Taktisch wilder wurde des im Schlussabschnitt. Das Gegentor durch Brittain war nur von statistischer Bedeutung. Schließlich setzte Förderlizenzspieler Stefan Reiter in seinem sechsten Spiel für Bad Nauheim mit seinem ersten Treffer den Schlusspunkt.

Im Stenogramm: EC Bad Nauheim - Deggendorfer SC

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Shevyrin, Slaton, Geitner, Dalhuisen, Stiefenhofer - Kahle, Cody Sylvester, Hamill, Krestan, Dustin Sylvester, Bires, Brandl, Hadraschek, Reimer, Ratmann, Reiter.

Deggendorfer SC: Bacashihua - Reinig, Kasten, Vavrusa, Müller, Gläßl - Bindels, Gibbons, Röthke, Janzen, Brittain, Litesov, Deuschl, Stern, Brunner, Senft.

Steno: Tore: 1:0 (3.) Reimer (Dalhuisen), 2:0 (16.) Hamill (Kahle, Cody Sylvester), 3:0 (22.) Hadraschek (Dalhuisen, Krestan - 5-4), 4:0 (40.) Dustin Sylvester (Krestan, Dalhuisen), 4:1 (47.) Brittain (Janzen, Kasten), 5:1 (60.) Reiter (Cody Sylvester). - Schiedsrichter: Erdle/Paule. - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Deggendorf 12 plus zehn Minuten (Brittain). - Zuschauer: 2253.

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