EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim im Duell der Fehlstarter

  • Michael Nickolaus
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Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim trifft am Freitag im Duell der Fehlstarter auf die Dresdner Eislöwen. Vielleicht mit einem neuen Mann in der Abwehr.

Wer steht am Wochenende im Tor? Jonathan Boutin, der noch nicht überzeugt hatte, oder Jan Guryca, dem die Spielpraxis fehlt? Christof Kreutzer, der Trainer des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim, wollte die nach dem Null-Punkte-Start unter den Fans meistdiskutierte Frage am Donnerstag noch nicht öffentlich beantworten. Am Freitag (19.30 Uhr) sind die Dresdner Eislöwen, ein weiterer Fehlstarter, im Colonel-Knight-Stadion zu Gast. Am Sonntag (16 Uhr) spielen die Roten Teufel in Freiburg.

Neue Herausforderung, Düsseldorf

Jan Wächtershäuser zieht es zur Düsseldorfer EG. Dort, im Rheinland, will der 17-Jährige aus der eigenen Jugend, der in Bad Nauheim einen Platz im DEL2-Kader gefunden hatte, in der höchsten Nachwuchs-Division reifen. In dieser Woche trainierte der Verteidiger noch in Bad Nauheim. In Düsseldorf seien vorab noch ein paar Dinge zu klären, sagt Wächtershäuser. "Ich gehe aber fest davon aus, dass alles glatt läuft." Wie zuletzt Garret Pruden könnte Wächtershäuser bei Bedarf in Bad Nauheim aushelfen.

Eine Chance für Nicolas Geitner

Der 19-jährige Verteidiger wird beim EC Bad Nauheim die Chance bekommen, sich in vier DEL 2-Einsätzen für einen Vertrag zum empfehlen. "Er hat in den bislang zwei Wochen einen guten Eindruck, ist hartnäckig im Zweikampf um das Tor herum. Das hat uns zuletzt ein bisschen gefehlt", sagt Kreutzer.

Ob Geitner, zuletzt im Düsseldorfer Nachwuchs, bereits an diesem Wochenende spielen wird, sei offen. Mit Geitner stehen aktuell acht Verteidiger zur Verfügung, da derzeit auch mit Förderlizenzspieler Nicklas Mannes geplant werden kann.

Das Powerplay

Der Trainer hat auf die kuriose Quote in Überzahl (ein Tor, zwei Gegentore) reagiert und umgestellt. Unter anderem ist mit Janick Woidkte wieder ein zweiter Verteidiger in den Überzahl-Formationen zu finden. Rausrotiert ist Nicolas Strodel. Und in der Rolle als Unterzahl-Spieler bekam der 19-Jährige am Donnerstag kurz vor Trainingsende einen Schuss auf den Knöchel. Gestützt von Betreuer Oliver König humpelte Strodel in die Kabine.

Was ist los in Dresden?

Das hatten sich die Eislöwen ganz anders vorgestellt. 1:8 in Ravensburg, 3:6 gegen Heilbronn - Tabellenschlusslicht. Keiner hat mehr Gegentreffer kassiert. Die Sachsen zählen zweifellos zu den Top-Sechs-Kandidaten der Liga. Mit Jordan Heywood wurde der torgefährlichste Verteidiger der DEL2 an die Elbe gelockt. Im Angriff bürgen Namen wir Jordan Knackstedt (zuletzt Crimmitschau), Harrison Reed, Alexander Höller oder Thomas Pielmeier für Qualität.

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"Wir werden die Dinge in die richtige Bahn lenken. Davon bin ich überzeugt", sagt Pielmeier, der Teamkapitän. Das Manko derzeit:die Chancenverwertung, die Special-Teams (ein Tor in 13 Powerplays, fünf Gegentore in 15 Unterzahl-Situationen) und die Torwart-Position. Hier ist Marco Eisenhut noch nicht in der Form, die man von ihm kennt.

Wie war der Auftakt in Freiburg?

Einen Punkt haben die Wölfe gewonnen, in Weißwasser (4:5 n.V.). Zu Hause unterlag Freiburg gegen Bad Tölz (3:6). Ärgerlich: Die Gegentore in Unterzahl. Diese waren in beiden Partien von wegweisender Bedeutung.

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In der Lausitz kassierte Freiburg mit einem Mann weniger den späten Ausgleich und später auch das Gegentor in Verlängerung. Und zu Hause wurde eine 1:0-Führung in doppelter Unterzahl aus der Hand gegeben (1:2-Zwischenstand). "Das ist natürlich unglücklich. Wir haben lange gut gespielt. Das ist eben Eishockey", sagt Trainer Leos Sulak. Die Rückkehr von Tobias Kunz gibt dem Trainer neue Offensiv-Optionen.

Das sagt Bad Nauheims Trainer Christof Kreutzer

"Wir müssen bereit sein, müssen die Zweikämpfe gewinnen. Das ist uns in Kaufbeuren nur 48 Minuten lang gelungen. Dresden hatte auch etwas gut zumachen. Chancen gegen Heilbronn hatten die Eislöwen ausreichend."

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