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Ein harter Kampf ist das Auswärtsspiel bei den Dresdner Eislöwen für den EC Bad Nauheim um Denis Shevyrin (r.), der von Christian Billich in dieser Szene angegangen wird. Am Ende stehen die Wetterauer mit leeren Händen da. (Foto: Heide)

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: In Dresden alles riskiert - und doch verloren

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Die Erfolgsserie des EC Bad Nauheim ist in Dresden gerissen. Die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer unterlag nach einer hektischen Schlussphase etwas unglücklich mit 2:4.

Erst hatte der EC Bad Nauheim kein Glück – und dann kam auch noch Pech dazu. Die Erfolgsserie des Wetterauer Eishockey-Zweitligisten ist am Dienstagabend in Dresden gerissen. Die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer unterlag den gastgebenden Eislöwen 2:4, nachdem sie zuvor eine Vielzahl von Chancen vergeben und gleich mehrfach am Aluminium gescheitert war – eine ganz unglückliche Pleite. Immerhin: Auch die direkten Konkurrenten aus Bietigheim und Heilbronn kassierten Niederlagen, sodass der EC weiter mit einem Punkt Rückstand auf den fünften Platz auf Rang sechs der DEL2-Tabelle liegt.

"Dresden hat heute ein konsequentes Spiel gemacht. Sie waren ein schwerer Gegner und hatten einen guten Torwart. Wenn wir die Tore zur richtigen Zeit machen, dann holen wir hier mindestens einen Punkt, aber es läuft manchmal eben auch anders. Das Quäntchen Glück, das wir die letzten Wochen hatten, hatte heute der Gegner. Wir müssen weiter hart arbeiten, dass das Glück auf unserer Seite bleibt", sagte EC-Sportdirektor Matthias Baldys nach dem Spiel.

EC Bad Nauheim: Das Powerplay funktionierte nicht wie gewohnt

Einer der Gründe für die Niederlage: Das Überzahlspiel des EC funktionierte nicht so gut wie zuletzt. Angesichts von sechs Powerplays – darunter auch fast eine Minute in doppelter Überzahl – und nur einem Tor muss man der Eislöwen-Defensive Respekt zollen, machte sie doch (fast) alles zunichte, was der EC sich einfallen ließ, wenn auch teilweise mit etwas Scheibenglück.

In einer hektischen Anfangsphase, unter anderem traf Andrej Bires früh den Pfosten (4.), ging Dresden in Führung. Nach einem Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie wollte Denis Shevyrin den Konter der Gastgeber clever unterbinden, doch er spielte den Puck direkt in den Schläger von Martin Davidek, der Felix Bick im EC-Kasten keine Chance ließ (6.). Noch bitterer dann das 0:2: Im zweiten Drittel waren gerade einmal 18 Sekunden gespielt, als Stefan Della Rovere traf – ein humorloser Schuss aus der Mitteldistanz. Für den nachverpflichteten Neuzugang der Eislöwen war es der vierte Treffer im dritten Spiel.

EC Bad Nauheim: Einfach kein Glück vor dem gegnerischen Tor

Cody Sylvesters Break ging kurz darauf nur an die Latte (28.), sein Schuss nur eine Minute später an den Pfosten, nachdem Mike Dalhuisen zuvor schon hauchdünn am Außennetz gescheitert war (27.). Der Anschluss lag in der Luft, das Tor schoss aber wieder der Gast: Nick Huard traf in Überzahl aus dem Gewühl heraus (36.). Immerhin: Keine 30 Sekunden später ließ Radek Krestan dem starken Marco Eisenhut im Eislöwen-Tor keine Chance – 1:3. Eine Drei-gegen-eins-Situation des EC blieb in der Folge aber ungenutzt (38.), sodass es erst in der Schlussphase wieder so richtig hektisch wurde.

Timo Walter bekam fünf Minuten vor dem Ende gleich zwei Zwei-Minuten-Strafen, der EC nahm Bick vom Eis und spielte zeitweise sechs gegen drei, nachdem auch René Kramer auf die Strafbank musste. Mehr als das 2:3 durch einen Abpraller von Dennis Reimer wurde es aber nicht mehr, stattdessen traf Georgijs Pujacs sieben Sekunden vor der Schlusssirene ins leere Tor.

"Wir haben nicht unser bestes Spiel abgeliefert, hatten trotzdem viele Chancen, die wir dann aber ausgelassen haben, und haben dann am Ende alles auf eine Karte gesetzt. Dennoch hat Dresden am Ende des Tages verdient gewonnen, weil wir nicht von Anfang an alles investiert haben", sagte EC-Trainer Christof Kreutzer. "Aber auch daraus lernen wird und bereiten uns nun auf das Spiel am Freitag in Kassel vor". Sein Gegenüber Bradley Gratton bedankte sich vor allem bei seinem Keeper Marco Eisenhut, der das Team auch im schwächeren zweiten Drittel und gegen Ende der Partie im Spiel gehalten habe. Zudem "hat mein Team bis zum Schluss alles gegeben und daher auch verdient gewonnen.

EC Bad Nauheim: Das Spiel gegen die Dresdner Eislöwen auf einen Blick

Dresdner Eislöwen: Eisenhut – Kramer, Pujacs, Zauner, Heywood, Hanusch, Uplegger, Saakyan, Schmidt – Knackstedt, Huard, Della Rovere, Walther, Pielmeier, Reed, Rupprich, Palka, Postel, Davidek, Knobloch, Billich.

EC Bad Nauheim: Bick – Dalhuisen, Stiefenhofer, Ketter, Shevyrin, Slaton, Pruden, Geitner – Dustin Sylvester, Bires, Krestan, Kahle, Cody Sylvester, Hamill, Hadraschek, Brandl, Reimer, Ratmann, Reiter.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Salewski/Westhaus. – Zuschauer: 1636. – Tore: 1:0 (6.) Davidek (Billich, Knobloch), 2:0 (21.) Della Rovere (Kramer, Eisenhut), 3:0 (36.) Huard (Heywood, Kramer – 5:4), 3:1 (37.) Krestan (Ketter, Bires), 3:2 (59.) Reimer (Dalhuisen, Bires – 6:3), 4:2 (60.) Pujacs (Empty Net). – Strafminuten: 14 Minuten/8 Minuten.

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