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Manuel Strodel vom EC Bad Nauheim lauert vor Stefan Vajs auf seine Chance. Der gebürtige Buchloer verliert mit den Roten Teufeln bei seinem Ex-Klub aber mit 3:6.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Déjà-vu in Kaufbeuren!

Alles wie immer: Aus Kaufbeuren kehrt Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim mit einer Niederlage zurück.

(mn). Déjà-vu in Kaufbeuren! Die Roten Teufel gingen am Sonntagabend im Allgäu als Verlierer vom Eis. Wie schon in den sieben Spielen zuvor nach dem Umzug des ESVK in das neue Stadion vor nun knapp drei Jahren. Mit 3:6 (0:2, 1:1, 2:3) unterlag der EC Bad Nauheim am zweiten Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga 2 vor 2384 Zuschauern.

Die Treffer für die Hessen erzielten Zach Hamill (2) und Marvin Ratmann, der gemeinsam mit dem kanadischen Neuzugang Tyler Fiddler und Torwart Felix Bick zu den auffälligsten Spielern beiden Gästen zählte.

"Für ein Auswärtsspiel war’s defensiv zu schwach. Vorne hat uns zudem die Kaltschnäuzigkeit gefehlt", sagte Keeper Bick im Interview mit SpradeTV. Christof Kreutzer, der Trainer, erkannte: "Um hier zu gewinnen müssen wir 60 Minuten Eishockey spielen, weniger reicht eben nicht."

Bad Nauheim - diesmal ohne Simon Gnyp (für DEL-Klub Köln am Puck) und Andreas Pauli (krank) - musste einen frühen Zwei-Tore-Rückstand verdauen, wobei die Über- und Unterzahl-Formationen eine für diesen Abend wegweisende Rolle spielen sollten. Die Hausherren nutzten eine von vier Powerplay-Möglichkeiten, die Roten Teufel trafen einmal im sechsten Anlauf; als die Partie im Grunde genommen schon entschieden war.

Kaufbeuren nutzte nach wenigen Sekunden ein frühes Powerplay zur Führung durch Ossi Saarinen (2.) und profitierte wenig später von der offensiven Ausrichtung des Gäste-Powerplays mit fünf Stürmern, die den von der Strafbank kommenden Joe Lewis übersahen. Bick parierte noch, den Rebound nutzte aber Sami Blomquist (7.). Mit einer spektakulären Spagat verhindert Bick gegen Branden Gracel den dritten Gegentreffer (13.). Später entschärfte der Schlussmann noch einen Penalty von Tobias Wörle.

Bad Nauheim kam über Wille und Engagement im zweiten Abschnitt besser ins Spiel, lief sich in einer überaus kompakt verteidigenden ESVK-Defensive immer wieder fest, war nicht zwingend. Aus dem Nichts traf Blomquist nach gewonnenem Bully zum 3:0 (34.). Die Hausherren bekamen nun wieder mehr Sicherheit in ihr Spiel. Aber: Ratmann krönte eine Einzelleistung über die rechte Seite mit dem Anschluss (39.) und weckte Hoffnung für das Schlussdrittel.

Das bot sehr viel Kleinklein und Kampf auf beiden Seiten, war sehr zerfahren. In der 50. Minute, als Lewis nach Einzelleistung von Gracel auf 4:1 erhöhen konnte, schien die Vorentscheidung gefallen. Ein Doppelschlag von Zach Hamill (53./55. im Powerplay und mit sechstem Feldspieler auf dem Eis) brachte Bad Nauheim aber zurück ins Spiel. Als Bick zwei Minuten vor dem Ende seinen Kasten abermals verlassen hatte, traf Daniel Oppolzer zum 5:3. Mit Alexander Thiel erhöhte ein zweiter Ex-Teufel zum Endstand.

ESV Kaufbeuren: Vajs - Gschmeißner, Eicinger, De Paly, Koziol, Mayr, Pfaffengut, Kittel - Saarinen, Kerälä, Wörle, Lewis, Gracel, Blomquist, Thiel, Schmidle, Schweiger, Wolter, Thomas, Oppolzer.

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Stiefenhofer, Kokkila, Sekesi, Slaton, Heyer - Kahle, El-Sayed, Ketter, Sylvester, Hamill, Ratmann, Bindel, Fiddler, Bires, Betzold, Cornett.

Tore: 1:0 (2.) Saarinen (Eichinger, Kerälä - 5-4), 2:0 (7.) Blomquist (Lewis), 3:0 (34.) Blomquist (Gracel), 3:1 (39.) Ratmann (Hamill), 4:1 (51.) Lewis (Gracel, Blomquist), 4:2 (53.) Hamill (Sylvester, Kahle), 4:3 (55.) Hamill (Kokkila, Bires - 6-4), 5:3 (59.) Oppolzer (Thomas, Schmidle - Empty Net), 6:3 (60.) Thiel (Oppolzer). - SR: Feistl/Müns. - Strafen: ESVK 12, Bad Nauheim 8. - Z.: 2384.

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