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Simon Gnyp (r.) hat mit dem EC Bad Nauheim bei den Kassel Huskies um Ryon Moser zwei Punkte entführt. Foto: Andreas Fischer

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Derby-Sieg nach Penaltyschießen

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Wer hätte das gedacht? Der EC Bad Nauheim ist in Kassel erneut als Derby-Sieger vom Eis gegangen.

Beim bisherigen Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga 2 gewannen die zuletzt so kritisierten Roten Teufel mit 3:2 (1:1, 0:0, 1:1/1:0) nach Penaltyschießen. Einzig Andrej Bires, der bereits während der regulären Spielzeit getroffen hatte, konnte im Duell Eins-gegen-eins verwandeln. Den dritten Treffer erzielte Mike Card.

Erstmals im Kader: Der 19-jährige Verteidiger Jan Luca Sennhenn aus dem DEL-Nachwuchs aus Köln, ein gebürtiger Kasselaner im übrigen.

Andrej Bires trifft zur Führung

Bad Nauheim fand ordentlich in die Partie. Nach vorne setzten die Gäste den einen oder anderen Nadelstich, aus dem beispielsweise auch der Führungstreffer resultierte. Bires traf nach Vorarbeit von Zach Hamill (13.). Defensiv konnten Puck und Gegner aus dem Slot weitgehend fern gehalten werden. Klar! Kassel hatte mehr vom Spiel, machte mehr Druck. Zwei Powerplay-Situationen spielten den Gastgebern in die Karten. Und ihre zweite Überzahl nutzten die Nordhessen nach zwölf Sekunden zum Ausgleich durch Justin Kirsch, der freigespielt wurde und viel Zeit hatte, die Lücke zu finden (14.)

Bires hatte - über die linke Seite kommend - zu Beginn des zweiten Abschnitts die erneute Führung auf dem Schläger, scheiterte aber an Huskies-Torwart Jerry Kuhn. Dann ließ ein Check von Huba Sekesi in der neutralen Zone an Kassels Torjäger Alexander Karachun die Emotionen hochkochen (24.). Insgesamt war die Partie nun doch sehr zerfahren. Kassel konnte den Druck der ersten 20 Minuten nicht aufrechterhalten. Bad Nauheim konnte sich gut befreien, zeigte eine gute Partie gegen die so offensivstarken Huskies. Die großen Möglichkeiten fehlten auf beiden Seiten. Unterm Strich hatten die Gäste aber zu viele Strafzeiten genommen und sich in Bedrängnis gebracht.

Kassel Huskies mit zu vielen Strafzeiten

Zu Beginn des Schlussabschnitts nahmen sich die Hausherren mit drei Hinausstellungen aus dem Rhythmus. Bad Nauheim konnte erneut vorlegen. Im Powerplay traf Mike Card per Direktabnahme (43.). Im Gegenzug verhinderte Torwart Felix Bick spektakulär den möglichen Ausgleich durch Karachun. Die Roten Teufel verteidigten die Schlussoffensive gut; bis 36 Sekunden vor Schluss. Da traf Austin Caroll.

Kassel Huskies: Kuhn - Shevyrin, Humphries, Scalzo, Tramm, Adam, Dinger - Kirsch, Trivino, Carroll, Karachun, Duffy, Moser, Spitzner, Burns, Mueller, Klöpper, Valentin, Walters.

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Card, Ketter, Sekesi, Slaton, Gnyp, Sennhenn - Sylvester, Hamill, Combs, Bires, El-Sayed, Pauli, Palka, Köhler, Ratmann, Bindels, Kahle, Cornett.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (13.) Bires (Hamill, Pauli). 1:1 (14.) Kirsch (Humphries, Trivino - 5-4), 1:2 (43.) Card (Combs, El-Sayed - 5-4), 2:2 (60.) Carroll (Duffy, Trivino - 6-5), 2:3 Bires (Penalty). - SR: Mischa Apel/Bastian Steingross. - Strafminuten: Kassel 12, Bad Nauheim 14 plus zehn Minuten (Sekesi). - Zuschauer: 4129.

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