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Zwei Spiele, drei Tore: Mike Card (Zweiter von links) hat zum 3:2-Zwischenstand getroffen. Im gratulieren (von links): Jesper Kokkila, Kyle Gibbons, Manuel Strodel und Zach Hamill.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Card trifft weiter - Kokkila ragt heraus

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Ssechs Punkte-Wochenende für den EC Bad Nauheim: Der Eishockey-Zweitligist feiert am Sonntag einen 4:3-Erfolg gegen den EHC Freiburg.

Der EC Bad Nauheim schiebt sich mit dem dritten Sieg in Serie unter die Top-Sechs in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Vor 2301 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion feierten die Roten Teufel einen 4:3 (1:0, 0:2, 3:1)-Erfolg gegen den EHC Freiburg, gegen die Überraschungsmannschaft des ersten Saisonviertels.

In den ersten und den letzten 20 Minuten boten die Hessen eine ordentliche Leistung, unterbrochen vom zweiten Abschnitt, in dem die Gastgeber nach einem Doppelschlag binnen zwei Minuten (1:2 nach 1:0-Führung) den Faden verloren hatten und diesen erst beim erneuten Seitenwechsel wieder aufnehmen konnten. Jesper Kokkila war an drei der vier Treffer der Badestädter beteiligt. Außerdem trafen Mike Card, Andrej Bires, der aktuelle Topsocrer, sowie Andreas Pauli.

"Wir haben im ersten Drittel quasi nichts zugelassen und sind im zweiten Durchgang für zwei Fehler brutal bestraft worden. Solche Dinger sind uns in den letzten beiden Spielen nicht passiert. Wichtig war, dass die Mannschaft im letzten Abschnitt wieder in die Spur gefunden hat", sagt Christof Kreutzer, der Trainer des EC Bad Nauheim. Seine Gegenüber Peter Russell meinte: "Zu Beginn waren wir schlecht, zu offen und sind nicht ins Forechecking gekommen. Die folgenden 40 Minuten waren wir gut. Das vierte Gegentor war unglücklich."

Bad Nauheim hatte gegenüber dem Freitag-Erfolg in Ravensburg unverändert begonnen; es fehlten Daniel Stiefenhofer (Nackenbeschwerden) und Robin Palka (überzählig).

Die Partie litt - wie in diesem Maße lange kein anderes Spiel zuvor - unter Nebelbildung und beschlagenen Plexiglasscheiben. Die Gastgeber spielten gefällig gegen eine Mannschaft aus dem Breisgau, die für ihre Tabellenposition sehr verhalten, sehr defensiv und passiv begann und legten durch den ersten DEL 2-Treffer von Kokkila vor. Noch vor der ersten Pause ergaben sich noch eine Reihe guter Möglichkeiten; was fehlte, war ein zweiter Treffer. Freiburg hatte offensiv bis zur ersten Sirene überhaupt nicht stattgefunden.

Ein Doppelschlag durch Niko Linsenmeier und Erik Betzod (bis Mittwoch letzter Woche noch torlos im Trikot der Teufel) mit den ersten beiden echten Torschüsse der Gäste zeigte bei den Hausherren Wirkung. Der Spiel war wie abgeschnitten, im Stadion war es ungewohnt leise. Bad Nauheim vergab in dieser Phase zwei Überzahl-Situationen.

Mit einem Powerplay-Treffer glich Bires zu Beginn des Schlussabschnitts aus, Bad Nauheim bekam wieder Kontrolle, spielte dann aber 48 Sekunden lang in doppelter Unterzahl; bravurös. Neuzugang Mike Card erzielte in dieser zweiten Partie seinen dritten Treffer (53.), schließlich hielt Pauli den Schläger in einen Schuss von Kokkila - 4:2. (55.). Freiburg nahm früh Torwart vom Eis, konnte in der Schlussminute noch den Anschluss durch Scott Allen erzwingen.

EC Bad Nauheim: Bick - Gnyp, Slaton, Kokkila, Card, Ketter, Sekesi, Heyer - Strodel, Hamill, Gibbons, Pauli, Fiddler, Bires, Kahle, Köhler, Ratmann, Cornett, El-Sayed, Bindels.

EHC Freiburg: Meisner - Spomberger, Pageau, Neher, Kurz, Trattner, Rießle - Spiro, Pither, Betzold, Billich, Linsenmeier, Allen, Saakyan, Wittfoth, Neuert, Christmann, Bauhof, Herm.

Steno / Tore: 1:0 (8.) Kokkila (Card, Cornett), 1:1 (22.) Linsenmeier (Billich, Allen), 1:2 (24.) Betzold (Spiro, Pither), 2:2 (42.) Bires (Ratmann, Köhler - 5-4), 3:2 (53.) Card (Kokkila, Hamill), 4:2 (55.) Pauli (Kokkila, Bires), 4:3 (50.) Allen (Spiro, Pither - 6-5). - Schiedsrichter: Fischer/Noeller. - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Freiburg 10. - Zuschauer: 2301.

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