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Am Wochenende kommt wieder viel Arbeit auf die Defensivabteilung des EC Bad Nauheim um Denis Shevyrin zu. Erst für das Derby am Sonntag gibt es möglicherweise Unterstützung vom Kooperationspartner aus Düsseldorf. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim braucht smartes Eishockey für "Knaller-Wochenende"

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Der EC Bad Nauheim hat seinen Aufwärtstrend auch zu Beginn des neuen Jahres bestätigt, doch für den dezimierten Kader bleibt keine Zei zum Auszuruhen, kommt doch ein "Knaller-Wochenende".

Es war der perfekte Einstieg ins Eishockey-Jahr 2019: Über 2000 Zuschauer sahen am Mittwoch im Colonel-Knight-Stadion einen zwar personell dezimierten, dafür aber taktisch und spielerisch perfekt eingestellten EC Bad Nauheim, der die Wölfe Freiburg letztlich souverän mit 4:0 schlug – und damit den Vorsprung auf Platz elf auf 15 Punkte ausbaute. Das Wochenende hat es allerdings in sich, denn erst kommt Tabellenführer Ravensburg Towerstars in die Kurstadt (Freitag, 19.30 Uhr), dann geht es bei den Löwen Frankfurt am Sonntagabend (18.30 Uhr) um die Vorherrschaft in Eishockey-Hessen.

EC Bad Nauheim: Personalsituation bleibt vor allem in der Verteidigung weiter angepannt

Die Ausgangslage: 54 Punkte aus 33 Spielen, Rang sechs, drei Punkte Rückstand auf Bietigheim einen Platz davor, 14 Punkte auf den Zehnten Dresden. Dazu hat der EC das zweiteffektivste Powerplay der Liga und mit elf Treffern auch das gefährlichste Unterzahlspiel aller 14 Teams. Aus den 16 Spielen seit der Länderspielpause Mitte November gab es insgesamt zehn Siege sowie zwei weitere Punkte – starke Statistiken!

Die Personalsituation: Die Lage entspannt sich nur langsam. Marvin Ratmann, der am Mittwoch kurzfristig passen musste, trainierte am Donnerstag wieder mit und kann vermutlich spielen. Bei den verletzten Nicolas Geitner und Garret Pruden dauert es noch mindestens eine bzw. mindestens zwei Wochen. Unterstützung aus Herne und Düsseldorf gibt es – mit Ausnahme von Förderlizenzkeeper Hendrik Hane – vermutlich keine. Nur für Sonntag gibt es laut Coach Kreutzer diesbezüglich noch etwas Hoffnung. Deshalb gilt weiter die Vorgabe: geradlinig und einfach spielen, gut verteidigen und schnell nach vorne spielen – eben clever sein. Dies klappte zuletzt hervorragend.

EC Bad Nauheim: Erst kommt der Tabellenführer, dann geht es zum Nachbarn nach Frankfurt

Der Tabellenführer: Das Ravensburger Polster an der Spitze der DEL 2 ist auf drei Zähler zusammengeschmolzen. Der Grund: Aus den letzten vier Spielen gab es nur den Overtime-Sieg über Schlusslicht Deggendorf am Mittwoch. Dabei war Robin Just ins Team zurückgekehrt, Pawel Dronia könnte am Wochenende folgen, während es für Kilian Keller und Andreas Drindl für ein Comeback noch zu früh scheint. Genau das ist aber das Problem der Towerstars: Die vier eingespielten Sturmreihen sind durcheinandergewürfelt. Das Team erspielt sich zwar viele Chancen, doch vor dem Tor haperte es zuletzt. Die Lockerheit und die Effektivität des Ligaprimus war zuletzt weg.

Der Nachbar: "Im Derby zählt kein Tabellenstand", sagt Löwen-Sportdirektor Franz Fritzmeier. "Das wird eine schöne Schlacht." Diese hatten die Löwen auch beim Prügelspiel vor Silvester gegen Heilbronn (6:2), es folgte ein 6:1 über Dresden nach Neujahr. Alles in allem scheint die Form am Main also wieder zu stimmen. Die Löwen müssen verletzungsbedingt auf Magnus Eisenmenger, Brett Breitzkreuz und Matthew Pistilli verzichten, zudem wurde Förderlizenzspieler Dani Bindels, der den Kölner Haien gehörte, an Deggendorf abgeben, sodass laut Sportdirektor nun andere Spieler die Chance haben, sich in den Vordergrund zu spielen. Dies machte etwa der Ex-Nauheimer Dominik Meisinger zuletzt mit einem Tor und einer Vorlage. Die Frankfurter haben außerdem noch eine Rechnung mit dem EC offen, denn nach dem 2:3 und dem 4:3 nach Verlängerung in den beiden bisherigen Derbys führen die Nauheimer das interne Ranking der Nachbarn mit vier Punkten an. "Die Frankfurter werden alles dran setzen, das umzukehren", warnt EC-Trainer Christof Kreutzer.

EC Bad Nauheim: Kreutzer warnt vor offensivstarken Ravensburgern und erwartet "Hauen und Stechen" im Derby

Das sagt EC-Trainer Kreutzer: "Ravensburg ist offensiv sehr, sehr stark. Da muss man gute Defensivarbeit leisten, um überhaupt eine Chance zu haben. Ein Derby in Frankfurt ist für uns natürlich immer etwas Besonderes. Sie sind wieder gut drauf, sodass das ein echtes Hauen und Stechen wird, denn sie können ein hohes Tempo gehen – und das auch halten. Wir müssen daher wie zuletzt wieder clever sein, smart spielen und sowohl taktisch als auch mit Blick auf die Strafbank Disziplin bewahren.

Info

Sonderangebote für die Fans des EC Bad Nauheim

Der EC Bad Nauheim lockt zu seinem zweiten Heimspiel des Jahres gleich mit zwei Sonderangeboten seine alten und neuen Fans ins Colonel-Knight-Stadion: Bei der Buchung des "Familien- und Ferienangebots" erhalten Familien (drei Personen) 50 Prozent Rabatt auf den Ticket-Gesamtpreis. Zudem wird zum "Vereinstag" für Ehrenamtliche eingeladen. Vereine bekommen deshalb 20 Prozent Rabatt bei der Abnahme von 10 Stehplatztickets (112 statt 140 Euro), 39 Prozent Rabatt für 20 Tickets (196 statt 280 Euro) oder 35 Prozent Rabatt für 30 Tickets (273 statt 420 Euro). Dieses Angebot ist nur in der Geschäftsstelle (am Spieltag ab 16.30 Uhr geöffnet) erhältlich. Informationen und Reservierungsmöglichkeiten zu beiden Angeboten gibt es aber unter Tel. 0 60 32/86 78 25 10.

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