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Steve Slaton vom EC Bad Nauheim verfolgt Jere Laaksonen vom ESV Kaufbeuren und blieb mit den Roten Teufel im Allgäu abermals ohne Sieg. FOTO: LAHR

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Bittere Schlussphase

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Der EC Bad Nauheim ist mit einer Führung in die letzten sechs Minuten gegangen - und hat das Eis in Kaufbeuren erneut als Verlierer verlassen.

Wie bitter! Der EC Bad Nauheim kann in Kaufbeuren einfach nicht mehr gewinnen. Sechs Minuten vor dem Ende führten die Roten Teufel am Montagabend im Allgäu mit einem Tor Vorsprung, mussten sich aber auch im 13. Spiel in Folge beim ESVK geschlagen geben; mit 2:4 (0:0, 1:1, 1:3). Für die Hessen war’s die sechs Auswärtsniederlage in der Deutschen Eishockey-Liga 2 in Folge.

"Mit der Führung in Rücken waren wir zu passiv", meinte Kapitän Marc El-Sayed, der ebenso wie Andrej Bires für Bad Nauheim getroffen hatte. "Ein Spiel dauert 60 Minuten. Meine Mannschaft hat nur 55 Minuten gespielt", ärgerte sich Trainer Christof Kreutzer.

Bad Nauheim trat verletzungsbedingt erneut mit nur drei Kontingentspielern an, auch Mick Köhler konnte noch nicht mitwirken. Von der Niederlage vom Samstag bei den Sachsen zeigten sich die Roten Teufel im Allgäu unbeeindruckt, spielten beim ESVK ein sehr ordentliches erstes Drittel. Nach vorne reichte es lediglich zu einer sehr guten Möglichkeit. Einen Abschluss von Manuel Strodel kratzte ESVK-Verteidiger Leon Kittel für den bereits geschlagenen Torwart Stefan Vajs noch von der Linie. Defensiv hatten die Gäste aber gleich sechs nahezu aufeinanderfolgende Unterzahl-Minuten zu überstehen und ließen die Hausherren nicht zum Torabschluss kommen. Die beste Möglichkeit hatte zuvor Calvin Pokorny, aber ECN-Torwart Felix Bick hatte aufgepasst.

Bad Nauheim konnte im zweiten Abschnitt den Faden aufnehmen, gefiel mit lauffreudigem, effektivem Forechecking und unterband den Spielaufbau der Hausherren schon im Ansatz. Das Manko aber: Die Gäste leisteten sich insgesamt zu viele Hinausstellungen der Kategorie "unnötig" und kassierten prompt auch in Unterzahl das 0:1. Sami Blomquist hatte - freigespielt vom Antti Kerälä - das leere Tor vor sich (30.). Im dritten Powerplay platzte dann endlich auch bei Bad Nauheim der Knoten. Marc El-Sayed hielt seinen Schläger in einen Schuss von Jared Gomes (34.) - der Ausgleich (34.). Dani Bindels (25.) und Marvin Ratmann (40.) scheiterten bei den Roten Teufeln frei vor Vajs, auf der Gegenseite verfehlte Kerälä in Überzahl das leere Tor (35.).

Andrej Bires sorgte für den Führungstreffer der Gäste (45.), die nun der Strafbank fernblieben und ihre eigene Zone bis sechs Minuten vor Schluss gut verteidigen konnten. Dann nutzte Tobias Wörle einen Zuordnungsfehler zum Ausgleich. Bitter: 38 Sekunden vor Schluss drehte Sami Blomquist gar mit seinem Tor für den ESVK die Partie und setzte 20 Sekunden später auch den Schlusspunkt.

ESV Kaufbeuren: Vajs - Koziol, Eichinger, Kittel, Pfaffengut, Ketterer, Thiel, Gschmeißner - Lukes, Kerälä, Blomquist, Lewis, Wörle, Gracel, Pokorny, Schmidle, Laaksonen, Wolter, Thomas, Latta.

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Card, Ketter, Sekesi, Gnyp, Slaton, Heyer - Palka, Gomes, Combs, Pauli, El-Sayed, Bires, Ratmann, Strodel, Cornett, Kahle, Bindels, Üffing.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (30.) Blomquist (Kerälä, Lukes - 5-4), 1:1 (34.) El-Sayed (Gomes, Combs - 5-4), 1:2 (45.) Bires (Paili,Ketter), 2:2 (54.) Wörle (Gracel, Lewis), 3:2 (60.) Blomquist (Kerälä, Lukes), 4:2 (60.) Blomquist (Kerälä - Empty-Net). - SR.: Hascher/Kapzan. - Strafen: ESVK 8, Bad Nauheim 12. - Zuschauer: 3100.

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