Endstation Tomas Schmidt: Der Verteidiger des EC Bad Nauheim stoppt hier Benjamin Hüfner von den Bietigheim Steelers. FOTO: PREESSEFOTO BAUMANN
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Endstation Tomas Schmidt: Der Verteidiger des EC Bad Nauheim stoppt hier Benjamin Hüfner von den Bietigheim Steelers. FOTO: PREESSEFOTO BAUMANN

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Bittere Niederlage in Bietigheim

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Das tut richtig weh. Defensiv lässt der EC Bad Nauheim nur einen Treffer zu. Offensiv finden die Roten Teufel in Bietigheim aber keine Lücke.

Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat am Freitagabend zwar die Auswärts-Gegentorflut (zuletzt 20 Tore in drei Spielen) endlich eindämmen können, blieb aber selbst ohne einen Treffer. In Bietigheim verloren die Roten Teufel mit 0:1 (0:0, 0:0, 0:1).

Matt McKnight traf 5:09 Minuten vor dem Ende. Die besseren Chancen während der 60 Minuten hatte (etwas überraschend) der Gast aus der Wetterau, der taktisch diszipliniert auftrat, der Strafbank fern blieb, aber neben einigen Kontern auch gleich fünf Überzahl-Situationen nicht nutzen konnte. "Wer kein Treffer erzielt, der kann nicht gewinnen. Die Jungs haben gut defensiv gearbeitet, Schüsse geblockt und auch im Powerplay vieles richtig gemacht, aber die Lücke einfach nicht finden können", resümierte EC-Trainer Hannu Järvenpää.

Bad Nauheim war gegenüber dem Tölz-Spiel am Mittwoch (2:7) - wie zu erwarten - in gleicher Besetzung angetreten; also auch einmal mehr ohne Jan Luca Sennhenn und Freddy Cabana (in beiden Fällen besteht Hoffnung auf ein Comeback am Dienstag gegen Ravensburg). Verändert hätte sich allerdings die taktische Ausrichtung der Roten Teufel. Bislang für forsches, aggressives Anlaufen bekannt, beschränkten sich die Gäste diesmal auf eine kräfteschonende, ökonomische und deshalb etwas ungewohnte Spielweise. Mit Erfolg zunächst: Bad Nauheim - mit vier Reihen auf dem Papier, aber nur drei Blöcken auf dem Eis - hatte in Durchgang eins die besseren Chancen. Gleich zweimal war Stefan Reiter vor Cody Brenner aufgetaucht (5./12.), einmal scheiterte Kelsey Tessier aus einem Konter heraus (7.) und schließlich hielt der Steelers-Keeper auch während eines Gäste-Powerplays mehrfach gegen Christoph Körner. Defensiv standen die Hessen stabil. Die beste (und zugleich einzige) Steelers-Chance hatte Brett Breitkreuz, der den Puck aber nicht unter Kontrolle brachte.

Im zweiten Durchgang geben drei Powerplay-Möglichkeiten den Gästen die Chance, die Führung zu übernehmen. Bad Nauheim spielte hier aber zu statisch, wirkte berechenbar und vergab diese Option. Im eigenen Drittel beschränkte sich das Team aus der Wetterau auf das Nötigste, ließ die Steelers kreisen, ohne selbst die Ruhe und Ordnung zu verlieren. Was nicht geblockt werden konnte - das hielt Torwart Felix Bick.

Im Schlussabschnitt stieg die Spannung von Minute zu Minute. Vage Chancen ergaben sich auf beiden Seiten. Zudem wurde leidenschaftlich verteidigt. Schließlich stocherte Mc Knight einen Rebound über die Linie.

Bietigheim Steelers: Brenner - Prommersberger, Renner, Schüle, Goc, Stephan, Hüfner - Zientek, McKnight, Preibisch, Hauner, Stretch, Breitkreuz, Kuqi, Kneißler, Schoofs,

EC Bad Nauheim: Bick - Richardson, Reinig, Card, Ketter, Reinig - Hohmann, Arniel, Pauli, Cornett, Tessier, Reiter, Üffing, El-Sayed, Körner, Peterson, Köhler, Steck.

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (55.) McKnight (Preibisch, Schüle). - Schiedsrichter: Becker/Brill. - Strafminuten: Bietigheim Steelers 10, EC Bad Nauheim 2.

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