EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim mit Bayern-Dusel gegen Bayreuth

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Wer solche Spiele gewinnt, der kann auch in den Playoffs weit kommen! Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim siegt mit dem berühmten Bayern-Dusel gegen die Bayreuth Tigers.

Dustin Sylvester hat das Zitterspiel beendet. Zwei Minuten und 16 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit konnte der Topscorer des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim eine der ganz wenigen Fehler im Positionsspiel der Bayreuth Tigers nutzen, steuerte alleine auf Torwart Timo Herden zu und traf eiskalt zum Sieg. Die Roten Teufel hatten einen Zwei-Tore-Rückstand gedreht und 3:2 (1:2, 1:0, 1:0) gewonnen. Im Fußball würde man wohl vom Bayern-Dusel sprechen.

Vor 2166 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion zeigte die zuletzt so begeisternde Mannschaft von Christof Kreutzer am Sonntagabend einen mäßigen Auftritt mit ungewohnt vielen Fehlern und Schwächen. Sei’s drum: "Danke für 10 Heimsiege in Folge" stand auf einem Banner, das zur Ehrenrunde in der Fankurve ausgerollt worden ist. "Es zeichnet die Mannschaft aus, dass die in einem solchen Spiel einen Weg findet, die Partie zu drehen. Nach dem 0:2-Rückstand war das harte Arbeit", sagt Kreuzer, dessen Vorgänger Petri Kujala angesichts der verpassten Möglichkeit zum sicher verdienten Punktgewinn enttäuscht war. "Das war keine unglückliche Niederlage. Es war einfach dumm, eine solche Szene, die zum dritten Gegentor führt, überhaupt zuzulassen."

EC Bad Nauheim: Auf Rekordjagd

Die Roten Teufel jagen nunmehr ihren eigenen Saisonrekord. Die Hauptrunde der Saison 2015/16 hatte Bad Nauheim mit 88 Zählern abgeschlossen (Schnitt: 1,68 Punkte pro Spiel). Mit noch zehn Spielen im Kalender haben die Roten Teufel nun bereits 74 Zähler auf dem Konto (Schnitt: 1,76 Zähler).

EC Bad Nauheim: Wo ist Cody Sylvester

Wo ist Cody Sylvester? Der Kanadier fehlte auf dem Spielbericht. Er wurde geschont, nachdem er aus dem Kassel-Spiel am Freitag eine Verletzung mitgebracht hatte. "Wir wollen kein Risiko eingehen", sagt Matthias Baldys, der Sportliche Leiter.

Bad Nauheim kam gut in die Partie. Vielleicht zu gut. Vielleicht haben sich die Hausherren von den vielversprechenden ersten Wechseln blenden lassen, schalteten unbewusst zurück. Bayreuth übernahm mehr und mehr Anteile, traf durch Tim Richter zur Führung (7.) und legte durch Simon Mayr (12.) im ersten Powerplay nach. Nicht mal unverdient. Bad Nauheim hatte auf beiden Seiten des Eises nicht die Konsequenz der letzten Partien. Es fehlten die Kompromisslosigkeit in der Defensive, Passgenauigkeit und Biss im Spiel nach vorne. Immerhin: Marcel Kahle brachte Bad Nauheim heran (15.).

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Und vom Ausgleich unmittelbar nach der Pause durch Mike Dalhuisen hatte man sich eine Art Weckruf erhofft. Die Badestädter wurden von den willigen und laufstarken Tigers, die fünf ihrer letzten sechs Spiele gewonnen hatten, in einen Kampf verwickelt. Spielerische Highlight gab’s diesmal nicht. Die beste Möglichkeit zum Sieg bot sich sechs Minuten vor Schluss im erst dritten Überzahlspiel. Die Chance verpuffte. Eine Verlängerung zeichnete sich ab. Doch dann sah Andrej Bires die Lücke, und Sylvester schloss eiskalt ab. Wer solche Spiele gewinnt, der kann auch in den Playoffs weit kommen.

Im Stenogramm: EC Bad Nauheim - Bayreuth Tigers

EC Bad Nauheim: Guryca - Shevyrin, Ketter, Dalhuisen, Stiefenhofer, Slaton, Pruden - Krestan, Dustin Sylvester, Bires, Ratmann, Hamill, Kahle, Brandl, Hadraschek, Reimer.

Bayreuth Tigers: Herden - Mannes, Karlsson, Mayr, Martens, Heider, Veisert - Bartosch, Kolozvary, Kunz, Heartley, Rajala, Järveläinen, Richter,m Busch, Gams, Kronawitter, Kirchhofer, Gläser.

Steno: Tore: 0:1 (7.) Richter (Busch, Gams), 0:2 (12.) Mayr (Busch, Kolozvary - 5-4), 1:2 (15.) Kahle (Stiefenhofer, Hamill), 2:2 (21.) Dalhuisen (Krestan, Stiefenhofer), 3:2 (58.) Dustin Sylvester (Bires, Stiefenhofer). - SRr: Fischer/Nauset - Strafen: Bad Nauheim 4, Bayreuth 4. - Zuschauer: 2166.

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