EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim mit Auftaktniederlage - Zwei-Tore-Führung reicht nicht

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Der EC Bad Nauheim hat das erste Spiel im Playoff-Viertelfinale der DEL2 mit 2:3 bei den Ravensburg Towerstars verloren. Dabei hatte die Partie so gut für die Roten Teufel begonnen.

Der EC Bad Nauheim hat den Vorteil einer frühen Zwei-Tore-Führung in Ravensburg nicht nutzen können. Zum Auftakt der Playoff-Viertelfinal-Serie in der Deutschen Eishockey-Liga 2 unterlagen die Roten Teufel am Freitagabend bei den Towerstars mit 2:3 (2:1, 0:1, 0:1) – und wurden mit den eigenen Waffen geschlagen. Die Mannschaft von Christof Kreutzer – das Team mit der besten Powerplay-Quote – hat sechs Überzahl-Situation ungenutzt verstreichen lassen, kassierte aber zwei Gegentore bei eigener Unterzahl. Weiter geht die Best-of-seven-Serie am Sonntag (18.30 Uhr) in Bad Nauheim. EC-Trainer Christof Kreutzer war nach Spielschluss entsprechend enttäuscht: "Wir haben heute unsere Powerplay-Chancen nicht genutzt. Das dritte Gegentor darf uns so auch nicht passieren, denn in solchen Situationen haben sie Spieler, die das dann einfach ausspielen können."

EC Bad Nauheim: Nach 2:14 Minuten steht es 2:0 für die Roten Teufel

Was ein irrer Auftakt! Gerade einmal 2:14 Minuten waren gespielt, und die Roten Teufel führten nach nur zwei Torschüssen mit 2:0. Zunächst ließ Cody Sylvester die etwa 200 aus der Wetterau angereisten Fans jubeln. Gleich zum Abschluss der ersten Befreiung ließ er nach Querpass von Marcel Kahle den Puck im Netz zappeln – nach nur 78 Sekunden. Keine Minute später stand Max Brandl urplötzlich frei vor Towerstars-Schlussmann Jonas Langmann, und der EC-Kapitän – einer von drei Ex-Ravensburgern im Gäste-Kader – erhöhte auf 2:0. Und Bad Nauheim hätte im anschließenden Powerplay gar noch nachlegen können. Dennis Reimer verpasste die beste Möglichkeit. Ravensburg brauchte etwas Zeit, um sich zu sammeln, der EC wirkte präsenter in den Zweikämpfen, hatte bei einem Drei-gegen-Eins-Break der Hausherren aber Glück, dass Jakub Svoboda recht kläglich vergab. In der 16. Minute verkürzte eben jener Svoboda dann aber mit einem fulminanten Schlagschuss in Überzahl.

Bad Nauheim verpasste zu Beginn des zweiten Drittels die Möglichkeit, in Überzahl (Radek Krestan am langen, freien Pfosten) den alten Abstand herzustellen und nahm sich in der Folge durch Strafzeiten selbst aus dem Spiel. Gleich fünf Mal wurden alleine in diesem Drittel Hinausstellungen gegen die Hessen ausgesprochen. Die Roten Teufel wurden zunehmend in die eigene Zone gedrängt, konnten kaum für Entlastung sorgen. Ravensburg kam durch einen abgefälschten Schlagschuss von Ondrej Pozivil zum inzwischen auch verdienten Ausgleich (30.). EC-Torwart Felix Bick parierte kurz vor der zweite Pause noch einen Penalty von Daniel Pfaffengut.

EC Bad Nauheim: Auch die letzte Überzahlchance wird vergeben

Zu Beginn des dritten Durchgangs ließen sich die Roten Teufel dann auskontern, gerierten durch einen Treffer von Robbie Czarnik in Rückstand (43.). Ravensburg war in den folgenden Minuten der Entscheidung näher als Bad Nauheim dem Ausgleich. Zwei Minuten vor dem Ende eröffnete das mittlerweile sechste Powerplay den Hessen eine letzte Chance. Doch auch diese konnte das Team aus der Wetterauer nicht nutzen. Towerstars-Trainer Rich Chernomaz sprach hinterher davon, dass seine Mannschaft vor allem im zweiten Drittel "viel besser" gewesen sei: "Das dritte Drittel war dann wieder sehr eng. Beide Torhüter haben heute eine hohe Qualität gezeigt, aber wir haben auch sehr viele Schüsse vorher schon geblockt."

EC Bad Nauheim: Das Spiel bei den Ravensburg Towerstars auf einen Blick

Ravensburg Towerstars: Langmann – Sturm, Dronia, Pozivil, Keller, Supis, Max Kolb, Kokes – Pompei, Driendl, Zucker, Svoboda, Czarnik, Just, Pfaffengut, Hinse, Mayer, Pokorny, Brunnhuber, Schwamberger, Kornelli.

EC Bad Nauheim: Bick – Dalhuisen, Stiefenhofer, Slaton, Shevyrin, Ketter, Pruden, Geitner – Bires, Dustin Sylvester, Krestan, Cody Sylvester, Hamill, Kahle, Reimer, Hadraschek, Brandl, Ratmann, Nico Kolb.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (2.) Cody Sylvester (Kahle, Dalhuisen), 0:2 (3.) Brandl, 1:2 (16.) Svoboda (Sturm, Just – 5-4), 2:2 (30.) Pozivil (Driendl, Pompei – 5-4), 3:2 (43.) Czarnik (Driendl, Pfaffengut). – Schiedsrichter: Haupt/Oswald. – Strafminuten: Ravensburg 12, Bad Nauheim 12. – Zuschauer: 3251.

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