EC Bad Nauheim

Nächstes Spektakel: EC Bad Nauheim gewinnt 6:3 in Kassel

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Das war ein Riesenschritt in Richtung Playoff-Viertelfinale! 200 Teufel-Fans waren komplett aus dem Häuschen - aber mussten nach einer deutlichen Führung noch zittern.

Das war ein Riesenschritt in Richtung Playoff-Viertelfinale! Der EC Bad Nauheim hält die Kassel Huskies durch einen 6:3 (2:0, 2:2, 2:1)-Erfolg auf Distanz und profitiert zugleich vom Sieg der Eispiraten Crimmitschau gegen Heilbronn. Mit einem Zwölf-Punkte-Polster auf Rang sieben gehen die Roten Teufel in die letzten elf Hauptrundenspiele der Deutschen Eishockey-Liga 2.

Vor 4079 Zuschauern in der Eissporthalle am Auepark – darunter etwa 200 Fans aus der Wetterau – führten die Gäste nach nur 28 Minuten mit sage und schreibe vier Toren Differenz. Mit drei Treffern binnen zwölf Minuten kamen die Huskies, inzwischen schon totgesagt, noch auf ein Tor heran, letztlich entführte die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer angesichts einer über 50 Minuten lang ganz starken Leistung hochverdient, war ein äußerst unbequem und undankbar zu spielender Gast und hatte in den entscheidenden Momenten mit Felix Bick den besseren Torwart sowie das verdiente Quäntchen Fortune auf ihrer Seite.

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Kompakte Leistung des EC Bad Nauheim

Daniel Stiefenhofer (2), Andre Bires, Max Brandl, Mike Dalhuisen und Dustin Sylvester teilten sich die Treffer, was die kompakte Leistung der gesamten Mannschaft zudem unterstreicht. "Die Jungs haben einen sehr guten Job gemacht und auch nach dem Anschlusstreffer ihre Linie nicht verloren", sagt Kreutzer nach dem vierten Auswärtsderbyerfolg der Saison, während Tim Kehler seitens der Hausherren resümierte: "Heute hat man gesehen, warum Bad Nauheim die derzeit beste Mannschaft der Liga ist."

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Die Kassel Huskies konnten nicht an den starken Auftritt im Dienstag-Derby gegen Frankfurt anknüpfen. Bad Nauheim präsentierte sich gegenüber den Löwen als ein anderes Kaliber, zeigte sich unbeeindruckt von der Niederlage in Dresden. Die Gäste standen defensiv sehr solide, verteidigten gewohnt souverän zwei Unterzahl-Situationen und trafen unter anderem gleich bei eigenem Powerplay. Mit einer 2:0-Führung ging es in die erste Pause. Bad Nauheim war auch im zweiten Durchgang effizienter.

Teufel-Fans haben beste Laune

Acht weitere Minuten dauerte es zum 4:0-Zwischenstand. Wahnsinn! Die mitgereisten Fans, die die Akustik in der Halle an Freitagabend dominierten, stimmten bereits das Lied von der "Nummer eins im Land" an. Die Huskies wirkten demoralisiert, mausetot. Kehler fand in einer Auszeit die richtigen Worte, und Sebastian Sylvestre, so etwas wie die One-Man-Show der Nordhessen, zwei Lücken. Kassel war zum zweiten Seitenwechsel wieder im Spiel. Als Richie Mueller noch auf 3:4 verkürzt hatte (44.), drohte die Partie noch eine Wendung zu nehmen. Mit dem fünften Treffer nahm Bad Nauheim den Hausherren den Wind aus den Segeln (46.) und spielte die weitere Zeit souverän herunter.

Im Stenogramm: Kassel Huskies - EC Bad Nauheim

Kassel Huskies: Hungerecker – Heinrich, Müller, Dinger, Reiß, Manning, Walters – Ritter, Trivino, Mueller, Meilleur, Sylvestre, Carciola, Christ, Henning, Povorozniouk, Busch, Krüger, Woidtke.

EC Bad Nauheim: Bick – Slaton, Pruden, Dalhuisen, Stiefenhofer, Ketter, Shevyrin – Brandl, Hadraschek, Reimer, Bires, Dustin Sylvester, Krestan, Kahle, Hamill, Cody Sylvester, Ratmann.

Tore:

0:1 (13.) Stiefenhofer (Hamill) 0:2 (17.) Bires (5-4) 0:3 (23.) Brsndl (Reimer, Hadraschek) 0:4 (28.) Dalhuisen (Bires, Krestan) 1:4 (32.) Sylvestre (Ritter, Mueller) 2:4 (35.) Sylvestre (Povoroziouk, Mueller) 3:4 (44.) Mueller Diner, Reiß) 3:5 (46.) Stiefenhofer (Krestan, Dustin Sylvester) 3:6 (60.) Dustin Sylvester (Empty Net)

Schiedsrichter: Naust/Noeller Strafminuten: Kassel 6, Bad Nauheim 6. Zuschauer: 4079.

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