EC Bad Nauheim muss 14 000 Euro zahlen

  • Erik Scharf
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(esa). Drei Jahre nach der Insolvenz muss der Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim der insolventen "Payment Solution AG" 14 000 Euro zahlen. Das entschied das Landgericht Gießen am Freitagvormittag. Ursprünglich waren vom Kläger rund 30 000 Euro gefordert worden.

Im Mai 2017 sorgte die Zahlungsunfähigkeit der Hamburger Firma, ehemaliger Marktführer von elektronischen Bezahlkarten, für viel Ärger bei Fans, Vereinen und Sportstättenbetreibern. Auf eine zweistellige Millionen-Summe wurde der Betrag auf den just-Pay-Karten geschätzt, der plötzlich an den Kiosken in Stadien nicht mehr auszahlbar war.

Beim EC, der 2015 das bargeldlose Zahlen einführte und ein Kassensystem von "Payment Solution" leaste, blieb der Fan-Ärger durch die Sommerpause aus. Dennoch musste man sich um Ersatz kümmern und stellte die Kosten dem Insolvenzverwalter des Hamburger Unternehmens, Sven-Holger Undritz, in Abzug zu den noch ausstehenden Leasinggebühren. "Die Zahlung haben wir nach der Insolvenz logischerweise eingestellt", sagt EC-Geschäftsführer Andreas Ortwein.

Weil Undritz den Abzug nicht akzeptierte und auch ein Vergleich nicht zustande kam, musste nun das Landgericht ein Urteil (Aktenzeichen 2 O 342/19) fällen. Mit dem nun gesprochenen Urteil erkannte das Gericht die vom EC angezeigten Kosten teilweise an.

"Es war klar, dass wir da noch etwas zahlen müssen. Für uns ist das bilanziell auch kein Problem. Uns ging es nur darum, nicht den vollen Betrag zahlen zu müssen. So gesehen ist das Urteil aus unserer Sicht ein Erfolg", sagt Ortwein. Damit sei die Akte nun auch geschlossen.

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