EC Bad Nauheim

Mannes wackelt – Pruden kommt

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Acht Spiele noch: Im Kampf um das (Pre-)Playoff-Ticket trifft der EC Bad Nauheim am Dienstag auf den ESV Kaufbeuren. Zwei Verteidiger fehlen. Der Einsatz von Nicklas Mannes ist zudem fraglich.

Die Niederlage in Kassel am Sonntagabend (hier mehr dazu lesen) war leicht verdaulich. In den fünf Spielen zuvor hatte Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim reichlich Punkte gesammelt, um mit Blick auf Platz elf (Playdowns) durchzuatmen und vielleicht sogar im Kampf um Rang sechs (direkte Playoff-Qualifikation) noch eingreifen zu können. Zudem: Das rasch folgende Heimspiel am Dienstagabend (19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) gegen den ESV Kaufbeuren, mit sieben Zählern mehr auf Platz fünf, lässt den Roten Teufeln keine Zeit zum Grübeln.

Die Personalsituation

Zu den Langzeitausfällen Jan Guryca, Jannik Woidtke und Max Brandl gesellen sich aktuell Daniel Stiefenhofer und Andreas Pauli. Ob Nicklas Mannes am Abend auflaufen kann, ist zumindest fraglich. Am Montag hat sich der Verteidiger röntgen lassen, nachdem er am Vorabend einen Schuss geblockt hatte. Nichts gebrochen. Der Fuß ist stark geprellt. Einsatz fraglich. Während Pauli grippebedingt erst Mitte der Woche wieder auf das Eis zurückkehrt, bleibt Stiefenhofer das Pech irgendwie treu.

Der Verteidiger wurde am Freitag vom Puck am Ohr getroffen; wie schon Anfang Dezember. Gleiche Stelle, ähnliche Verletzung. »Ich hoffe, dass ich Freitag wieder dabei sein kann«, sagt der 25-Jährige. Er fühle sich besser als nach dem ersten Treffer. Da hatte er drei Wochen lang pausieren müssen. Aus Köln, aus dem Nachwuchs, wird für das Dienstag-Spiel Defender Garret Pruden erwartet.

Mit nur fünf Verteidigern in Rotation hatte den Roten Teufeln im Derby doch merklich die Frische gefehlt. Dass in Kassel ausgerechnet der eine oder andere Abwehrspieler einen eher schwächeren Tag erwischt hatte, kam hinzu. Zudem steht Marvin Ratmann als zwölfter Stürmer wieder zur Verfügung.

Das Powerplay

Die Überzahl-Quote lag vor der Verpflichtung von Marcel Brandt bei unterirdischen 12,83 Prozent (24 Tore in 187 Überzahlspielen). Der EC Bad Nauheim ist nach fünf Einsätzen des Ex-Nationalspielers zwar noch immer DEL2-Schlusslicht in dieser Statistik, doch haben die Roten Teufel seitdem fünf ihrer zwölf Überzahlchancen zu Treffern genutzt. Bei allen fünf Toren auf dem Eis: Marcel Brandt, dessen Auftritt - wie man so schön sagt - auch mal alleine das Eintrittsgeld wert sein kann. Die Herzen der Fans hat der 25-Jährige bereits erobert. Der Aufforderung, nach der Ehrenrunde noch einmal vor die Fankurve zu kommen, kam der Siegtorschütze vom Freitag gerne nach, und er erheiterte das Publikum mit einem Tänzchen.

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Der ESV Kaufbeuren

Acht Heimsiege hatten die Erwartungen hochgeschraubt. Die Heimniederlage vom Freitag gegen Kassel wurde von vielen als Enttäuschung betrachtet. Die richtige Antwort hat die Mannschaft von Andreas Brockmann am Sonntag mit einem Sieg in Freiburg gegeben und nach zuletzt drei Auswärtsniederlagen wieder einen Sieg mit ins Allgäu gebracht. Derzeit überragend: Vorjahres-Teufel Charlie Sarault; und dies nicht nur wegen seiner Rolle als Topscorer (18 Tore, 37 Vorlagen). Die Reihe mit Joe Lewis und Tim Wohlgemuth wurde aber gesprengt, da der junge deutsche Außenstürmer eine Einladung zur U19-Nationalmannschaft erhalten hat

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