Chris Stanley mit dem Oberliga-Pokal. (Archivfoto: Chuc)
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Chris Stanley mit dem Oberliga-Pokal. (Archivfoto: Chuc)

5 Jahre Oberliga-Meisterschaft

Das machen die Bad Nauheimer Oberliga-Meister heute

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Emotionen pur - Die Oberliga-Meisterschaft des EC Bad Nauheim vor fünf Jahren hat den Sport in der Kurstadt verändert. Doch was machen die Meister von damals heute? Wir haben nachgefragt.

Thomas Ower: Nach seiner Hüftoperation noch in Iserlohn (DEL) und Regensburg (Oberliga) unter Vertrag. Beendete seine Karriere, um eine berufliche Laufbahn (Polizei) einzuschlagen. Vater eines Sohnes. Lebt wieder im Schwarzwald und spielt zum Hobby in der Ib-Mannschaft Schwenningens.

Alexander Wagner: Der 26-Jährige hat bis zum vergangenen Jahr zum Hobby in der Amateur-Mannschaft der Roten Teufel gespielt und den Sport dann für sein Jura-Studium hintangestellt. Wagner ist aktuell in einer Kanzlei in Frankfurt tätig.

Niklas Deske: Erst 23 Jahre jung. Hat sich nach den Stationen Hamburg, Crimmitschau, Schönheide und Heilbronn nun als Nummer 1 in der Oberliga etabliert. Derzeit in Selb unter Vertrag.

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Alexander Baum: Neun Jahre lang hat "Baumi" für Bad Nauheim die Knochen hingehalten. Parallel zur DEL2 hat er eine kaufmännische Ausbildung beim Nachwuchsverein absolviert und ist als Jugendtrainer tätig.

Daniel Ketter: Der 33-Jährige ist das letzte verbliebene Mitglied der Meistermannschaft beim EC. Zuletzt Kapitän. Kommt auf 460 Einsätze in der zweiten Liga. Seit Sommer 2017 verheiratet.

Mike Schreiber: Mit der Meisterschaft hat er seine Profi-Laufbahn abgeschlossen. Schreiber zog es zurück nach Kanada, wo er im Bereich Ingenieurwesen seinen beruflichen Einstieg gefunden hat.

Jan-Niklas Pietsch: Nach einem DEL2-Jahr ist das Eigengewächs der Roten Teufel in der Oberliga gelandet. Zunächst in Duisburg, dann in Herne. Zuletzt einer von drei Spielern der "EC-Meistermannschaft" im Drittliga-Kader der Saale Bulls Halle.

Marius Pöpel: Das Eigengewächs spielte nach dem Titelgewinn noch für Hamm, Duisburg und Weiden in der Oberliga und hat seine Laufbahn inzwischen beendet. Der 28-Jährige ist im Bereich Fitness tätig, arbeitet unter anderem mit "David’s Tennis World" in Bad Nauheim zusammen.

Aaron Reckers: Seit dem kurzen Gastspiel in Bad Nauheim bei gleich vier Klubs unter Vertrag (Hannover, Hamm, Herne – allesamt Oberliga). Vor wenigen Tagen gewann Reckers mit Herford den Titel in der Regionalliga West.

Brad Miller: Der US-Amerikaner zählt in der Oberliga Süd seit Jahren zu den punktbesten Verteidigern. Nach einjähriger Pause zunächst in Sonthofen und seit 2015 in Peiting unter Vertrag.

Tim May: Nach drei DEL 2-Jahren wurde das Eigengewächs als Ü-Spieler in Bad Nauheim nicht mehr berücksichtigt. Über Timmendorf nach Halle gewechselt. Im Sommer bei den Rhein-Main Patriots auf Rollen stehend.

Matthias Baldys: Hat seine Profi-Laufbahn nach dem Aufstieg beendet und sein Studium vorangetrieben. Leitete die EC-Geschäftsstelle und ist inzwischen Sportlicher Leiter der Spielbetriebs GmbH. Auf’s Eis geht Baldys nur noch zum Hobby.

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Michel Maaßen: Fünf Vereine in fünf Jahren – noch immer als Vollprofi. Maaßen, der inzwischen verheiratet ist, stand nach Engagements in Hamm, Neuwied, Selb und Herne zuletzt beim Oberligisten Erfurt unter Vertrag.

Janne Kujala: Nach zwei Jahren in Sonthofen und einem Winter in Finnland war der Stürmer noch einmal von Ex-Klub Neuwied reaktiviert worden. Die "Bären" arrangiertem dem 36-Jährigen in der vergangenen Saison auch ein Abschiedsspiel. Seine Nummer wird dort nicht mehr vergeben.

Jannik Striepeke: In der Oberliga zu Hause. Über Königsborn, Leipzig und Rostock nach Halle gekommen. Spielt dort zusammen mit Pietsch, May und Max Spöttel, einem weiteren Eigengewächs aus Bad Nauheim.

Harry Lange: Hat nach dem Aufstieg kein einziges DEL 2-Pflichtspiel verpasst und vor wenigen Tagen das Ende seiner aktiven Laufbahn bekannt gegeben. Lange wird als Co-Trainer der DEL 2-Mannschaft und Coach im Nachwuchs den Roten Teufeln weiter erhalten bleiben.

Josiah Anderson: Anderson lebt heute in der kanadischen Provinz Saskatchewan. Im Juli 2015 hat er geheiratet, wird in diesen Tagen erstmals Vater, bewirtschaftet mit seiner Schwiegerfamilie eine Farm und arbeitet zudem mit schwerem Gerät (D11 Dozer) in einer offenen Mine. "Gott hat mich dort, wo er mich haben will", sagt Anderson gegenüber der WZ.

Daniel Oppolzer: Dem Playoff-Topscorer wurde nach eineinhalb Jahren der Abschied nahegelegt. "Oppi" ist seitdem zu Hause, spielt wieder in Kaufbeuren und hat im vergangenen Sommer geheiratet.

Patrick Strauch: Nach dem Aufstieg der Kapitän der DEL 2-Mannschaft. Beendete seine Laufbahn 2016 und arbeitet seitdem im Nachwuchs des Kölner EC – unter anderem als Assistent der U 19 in der DNL.

Pierre Wex: Der 26-Jährige spielte nach den Stationen Königsborn, Lauterbach und Neuwied zuletzt beim Regionalliga-Finalisten Limburg. Beruflich unterstützt er als Elektriker für Energie und Gebäudetechnik den elterlichen Betrieb.

Daniel Huhn: Ist nach dem Titel nach Buchloe zurückgekehrt. Von dort, aus der Bayernliga, war er Mitte der Saison gekommen. Nach drei Jahren als Kapitän ist Huhn 2016 nach Memmingen gewechselt und steht dort auch in der kommenden Saison unter Vertrag.

Chris Stanley: Der 38-Jährige hat bewegte Jahre hinter sich. Spieler und später Assistenztrainer in Frankfurt, schließlich – inzwischen mit deutschem Pass – wieder für den Oberligisten Sonthofen aktiv. Stanley ist Vater einer Tochter, jobbt nebenbei in einem Ski-Shop und coacht künftig den EV Lindau.

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Sven Schlicht: Nach einem Winter in der DEL 2 hat sich der 26-Jährige auf das berufliche Standbein konzentriert (angehender "Dualer Master in Steuerung von Geschäftsprozessen"). Im Winter steht Schlicht für den Regionalligisten Neuwied auf den Kufen, im Sommer für den Skaterhockey-Zweitligisten Assenheim auf den Rollen.

Eddy Rinke: Der Weg führte in die DEL. Mit Ingolstadt gewann Rinke den Titel. Zwei Jahre später gehörte er dem Meisterkader der Löwen Frankfurt in der DEL 2 an. Damit holte Rinke binnen vier Jahren je einen Titel in den drei höchsten Ligen. Zuletzt beim Oberligisten Memmingen unter Vertrag.

Trainer Frank Carnevale: Der Meistermacher wurde in seiner ersten DEL 2-Saison zu Jahreswechsel entlassen. Heute für die Barrie Colts in der höchsten Juniorenklasse Kanadas als "Director of Player Personnel" tätig. Im Sommer organisiert Carnevale nach wie vor eine eigene Liga in der Region Toronto; dieses Jahr mit 28 Mannschaften.

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