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Louke Oakley. (Foto: Nici Merz)

EC Bad Nauheim

Louke Oakley: Darum bin ich zum EC Bad Nauheim gekommen

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Louke Oakley ist zurück in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Nach dem ersten Training mit dem EC Bad Nauheim haben wir mit dem 29-jährigen Stürmer aus Kanada gesprochen.

Die Augen wandern. Louke Oakley blickt im Colonel-Knight-Stadion auf die Fankurve, auf die Sitzplatz-Tribünen. "Hier zu gewinnen, das ist nicht leicht; schon gar nicht, wenn du vor diesem Publikum einmal in Rückstand geraten bist." Bislang kannte der Kanadier die Atmosphäre in Bad Nauheim als Gegner. Mit dem SC Riessersee war er in den letzten drei Jahren Gast in der Wetterau. Seit Montag ist der 29-jährige Stürmer nun selbst ein Roter Teufel. Am Morgen unterschrieb Oakley einen Auflösungsvertrag bei den Eisbären Zell am See (Alps Hockey-League), setzte sich ins Auto und düste nach Bad Nauheim, wo er am späten Abend ankam. Am Dienstagmittag, nach der ersten Training, hat die WZ-Sportredaktion mit dem Rechtsschützen gesprochen.

Louke Oakley, in Zell am See hat man eine Playoff-Teilnahme abgeschrieben. Hier in Bad Nauheim können Sie die "schönste Jahreszeit" für einen Eishockey-Profi in dieser Saison nun doch noch genießen. Wie haben Sie die letzten Tage erlebt?

Louke Oakley: Oh ja. Ich freue mich. Das ist natürlich ein Kick. Als mir die Möglichkeit präsentiert wurde, nach Bad Nauheim zu wechseln, musste ich nicht lange überlegen. Das ist großartig. Die Roten Teufel spielen eine tolle Saison, das Training ist auf einem hohen Level. Ich bin sehr froh, hier sein zu können. Es war eine leichte Entscheidung.

Jetzt bin ich sehr froh, denn die Anfrage kam - da bin ich ehrlich - schon ein wenig aus dem Nichts heraus

Louke Oakley

Sie hatten sich in der DEL2 in den letzten drei Spielzeiten einen guten Namen gemacht. Warum hatten Sie sich überhaupt für den Schritt in die zweite Liga Österreichs, auf ein sportlich niedrigeres Level, entschieden?

Oakley: Nun, es hatten sich im Sommer nicht die Gelegenheiten ergeben, die ich mir eigentlich erhofft hatte. Dann kamen kurz vor dem Saisonstart die Eisbären auf mich zu, und ich habe versucht, das Beste aus der Situation zu machen.

Sehen Sie im Wechsel nach Bad Nauheim auch die Möglichkeit, sich in Deutschland wieder in den Fokus zu rücken?

Oakley: Ja, ich habe in dieser Liga einige Jahre gespielt und bin damit vertraut, weiß, was gefordert ist. Wenn man aber in einer sportlich vermeintlich schlechteren Liga spielt, gerät man etwas aus dem Blickfeld. Jetzt bin ich sehr froh, denn die Anfrage kam - da bin ich ehrlich - schon ein wenig aus dem Nichts heraus.

Sie waren Topscorer in Zell am See und auch unter den Top-Ten-Punktesammlern der Liga. Auf der Homepage der Eisbären ist zu lesen, dass Sie die Erwartungen dennoch nicht erfüllt hätten. Was steckt dahinter?

Oakley: Das weiß ich auch nicht. Ich wüsste nicht, was ich noch hätte tun können. Ich habe jeden Tag hart gearbeitet, habe versucht, voranzugehen. Und ich denke meine Statistiken unterstreichen das. Die Eisbären haben sich eben entschieden, dies nun so darzustellen. Ich möchte da jetzt nichts Schlechtes sagen.

Ich versuche Tag für Tag, mich anzubieten und dem Team zu helfen

Louke Oakley

Sie kommen in eine Mannschaft mit drei offensiven Kontingentspielern, die allesamt in eingespielten Reihen eine starke Saison spielen. Wie sehen Sie - abseits von verletzungsbedingten Ausfällen - überhaupt Ihre Möglichkeit, da in die Mannschaft zu rücken?

Oakley: Ja, sie alle spielen gut. Natürlich ist das schwierig, einen Platz zu bekommen. Ich versuche Tag für Tag, mich anzubieten und dem Team zu helfen. Und wenn ich nicht zum Einsatz komme, werde ich alles tun, um die Mannschaft von außen zu unterstützen.

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