Torwart Thomas Vosvrda (EHC Bayreuth Tigers) hält gegen den Bad Nauheimer Stürmer Cody Sylvester. (Foto: Chuc)
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Torwart Thomas Vosvrda (EHC Bayreuth Tigers) hält gegen den Bad Nauheimer Stürmer Cody Sylvester. (Foto: Chuc)

Doppelschlag

EC krönt »bayerische Woche« mit Heimsieg

  • VonHolger Hess
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Der EC Bad Nauheim kann mit gutem Gewissen die Kerb feiern: Zum Abschluss der »bayerischen Woche« gab es einen 2:1-Sieg gegen die Bayreuth Tigers. Dabei war eine Minute ganz entscheidend.

Ein hartes Stück Arbeit. Aber: Passend zur Wiesn-Zeit hat der EC Bad Nauheim seine »bayerische Woche« gekrönt: Erst der 4:2-Auswärtssieg bei Aufsteiger Tölzer Löwen mit anschließenden Oktoberfest-Besuch am Montag, am Freitagabend dann ein hart erkämpfter 2:1 (0:0, 2:1, 0:0)-Heimerfolg über die Bayreuth Tigers. Erneut brachte ein Doppelschlag – diesmal im zweiten Drittel – binnen 59 Sekunden die Entscheidung. Für die Fans der Roten Teufel (darunter Ex-EC-Kapitän Patrick Strauch) war es die perfekte Vorlage, um den gelungenen DEL2-Saisonstart auf der Bad Nauheimer Kerb im Anschluss ausgiebig zu feiern.

Der EC spielte ohne Förderlizenz-Stürmer Leon Niederberger, der zeitgleich im Trikot der Düsseldorfer EG zum Einsatz kam, dafür mit Nico Kolb. Den Oberfranken fehlte Ex-Teufel Eugen Alanov (in der DEL für Nürnberg auf dem Eis) sowie die Defensivkräfte Martin Heider und Marvin Neher. Durchgang eins gestaltete sich zäh. Weil die Gastgeber im Powerplay verkrampft agierten und auch 70 Sekunden doppelte Überzahl nicht nutzten, wollte sich kein Spielfluss entfalten. Beide Teams arbeiteten Eishockey, beide Torhüter hielten die Null. Kurz die Luft anhalten musste EC-Keeper Felix Bick, als ein abgefälschter Potac-Schuss (12.) am Pfosten landete. Sylvesters Ausgleich, Ketters Führungstreffer Die kalte Dusche für den EC folgte nach drei Minuten im zweiten Drittel. EHC-Shootingstar Luca Gläser traf aus spitzem Winkel zum 1:0. Bad Nauheim intensivierte nun die Offensivbemühungen, Bayreuth lauerte auf schnelle Breaks. Der EC-Aufwand wurde kurz vor dem Kabinengang endlich belohnt: In Unterzahl war Cody Sylvester mit einem verdeckten Handgelenk-Schuss über Vosvrdas Fanghand erfolgreich. Und als Kapitän Daniel Ketter von der Strafbank kommend kurz darauf zum 2:1 einnetzte, hatten die Wetterauer das Ergebnis innerhalb einer Minute zu ihren Gunsten gedreht.

Im letzten Abschnitt kontrollierten die Hausherren das Match, der entscheidende Treffer wollte jedoch nicht gelingen. Bayreuth nahm anderthalb Minuten vor Schluss die Auszeit und dann Vosvrda aus dem Kasten, aber eine Strafzeit gegen Michal Barta raubte den Tigers auch die lezte Hoffnung auf den späten Ausgleich.

EC Bad Nauheim: Bick – Lehikoinen, Slaton, Trivellato, Stiefenhofer, Ketter, Erk, Mannes, Kohl – Frosch, Sylvester, Livingston, Bettahar, McNamee, Krestan, Pauli, Brandl, Meisinger, Ratmann, Lange, Kolb.

Bayreuth Tigers: Vosvrda – Linden, Müller, Mayer, Potac, Pavlu, Gerstung – Pesut, Stas, Barta, Bartosch, Kolozvary, Geigenmüller, Valentin Busch, Sebastian Busch, Gläser, Voronov, Drews.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Naust/Zehetleitner. – Zuschauer: 2126. – Tore: 0:1 (23.) Gläser (Sebastian Busch, Gerstung), 1:1 (37.) Sylvester (Stiefenhofer, Trivellato – 4-5), 2:1 (38.) Ketter (Erk, Pauli). – Strafminuten: Bad Nauheim 10, Bayreuth 14 plus 10 (Potac).

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