Das neue Trainer-Duo des EC Bad Nauheim: Patrick Strauch (l.), der aus dem Nachwuchs von DEL-Kooperationspartner Kölner Haie kommt, und der bisherige Co-Trainer Harry Lange sollen die Roten Teufel in die Playoffs führen.
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Das neue Trainer-Duo des EC Bad Nauheim: Patrick Strauch (l.), der aus dem Nachwuchs von DEL-Kooperationspartner Kölner Haie kommt, und der bisherige Co-Trainer Harry Lange sollen die Roten Teufel in die Playoffs führen.

EC Bad Nauheim

Kommentar zum Trainerwechsel beim EC Bad Nauheim: Harry Lange hat sich die Chance verdient

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Seit Dienstagvormittag ist es offiziell: Hannu Järvenpää ist nicht mehr Trainer des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. Sein bisheriger „Co“ Harry Lange übernimmt mit Ex-Teufel Patrick Strauch. Ein Kommentar.

Harry macht’s! Wer auch sonst? Die Frage, wer den EC Bad Nauheim als Trainer anstelle von Hannu Järvenpää durch die zweite Saisonhälfte führen sollte, hatte sich intern überhaupt nicht gestellt. Harry Lange, den Roten Teufeln seit neun Jahren erst als Spieler und nun in der dritten Saison als Teil des Trainer-Teams verbunden, emotional tief mit dem Klub verwurzelt und obendrein ein Sympathieträger in der Außendarstellung, hat sich diese Chance mehr als verdient.

EC Bad Nauheim: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Die Corona-Pandemie spielt dem Eishockey-Zweitligisten aus der Wetterau dabei in die Karten. In mehrerlei Hinsicht: Der Abstieg ist ausgesetzt, und das Wettkampfverbot im Nachwuchs gibt Lange die Möglichkeit, die Aufgabe, zusammen mit Patrick Strauch anzugehen, einem ihm eng Vertrauten. Der frühere Kapitän der Teufel ist ein ehemaliger Teamkollege, langjähriger Freund, kennt den Klub, die Stadt und das Umfeld. Strauch ist zugleich der verlängerte Arm von Kooperationspartner Köln, kann Leistungen der Förderlizenzspieler beurteilten und DEL-Trainer Uwe Krupp direkt seine Eindrücke vermitteln, was pushen könnte.

Ja, statt eines berüchtigten Feuerwehrmanns haben sich die Roten Teufel für zwei DEL 2-Cheftrainer-Novizen entschieden. Doch wenn nicht jetzt, wann dann? Lange/Strauch haben frei vom negativen Druck eines möglichen Kampfs um den Klassenerhalt, getragen und getrieben von der emotionalen Rückendeckung der Fans, die Chance, sich in Bad Nauheim als Chef-Coach einen Namen zu machen. Klappt’s, hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Klappt’s nicht, haben die Teufel nichts verloren.

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