Endlich! Andreas Pauli (r.) freut sich über seinen Treffer zum 2:0 gegen die Bayreuth Tigers - das erste Pflichtspieltor des Bad Nauheimer Stürmers in der noch jungen Saison. Nur wenige Spielminuten später legt er zum 3:0 nach.
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Endlich! Andreas Pauli (r.) freut sich über seinen Treffer zum 2:0 gegen die Bayreuth Tigers - das erste Pflichtspieltor des Bad Nauheimer Stürmers in der noch jungen Saison. Nur wenige Spielminuten später legt er zum 3:0 nach.

EC Bad Nauheim

Knoten geplatzt: EC Bad Nauheim feiert dank Pauli-Doppelpack Arbeitssieg gegen Bayreuth Tigers

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Der EC Bad Nauheim hat am Dienstagabend das Nachholspiel in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen die Bayreuth Tigers mit 4:1 gewonnen - auch dank zweier Tore von Stürmer Andreas Pauli.

Fünftes Spiel, vierter Sieg: Der EC Bad Nauheim ist durch einen 4:1-Heimsieg im Nachholspiel gegen die Bayreuth Tigers auf Rang fünf der Tabelle in der Deutschen Eishockey-Liga 2 geklettert. Beim hart erarbeiteten Erfolg gegen die Mannschaft von Ex-Trainer Petri Kujala trafen Andreas Pauli (2), Jamie Arniel und Freddy Cabana. Für die Gäste aus der Wagnerstadt hatte Timo Walther mit dem zwischenzeitlichen 1:3 die Partie offen gehalten.

EC Bad Nauheim: Andreas Pauli beendet Durststrecke vor dem Tor

"Das war das schnellste Spiel in dieser Saison bislang, am Ende waren wir aber bissiger vor dem Tor", analysierte EC-Trainer Hannu Järvenpää nach der Partie, der seine Einschätzung im Vorfeld, dass Bayreuth eine "gefährliche Mannschaft sei", unterstrich.

Gewohnt sicherer Rückhalt: Torwart Felix Bick (l.) - hier gegen Bayreuths Kevin Kunz - hat nicht unerheblichen Anteil am 4:1-Heimsieg seines EC Bad Nauheim.

Freitag-Spiel fällt aus

Der ESV Kaufbeuren ist nach  positiven Corona-Tests weiter außer Gefecht – einerseits befindet sich die Mannschaft weiterhin in Quarantäne, andererseits sind bei den positiv getesteten Spielern noch Gesundheitschecks ausstehend. Aus diesem Grund ist das Gastspiel der "Joker" beim EC Bad Nauheim am Freitagabend ebenso verlegt worden wie das Heimspiel der Allgäuer gegen die Löwen Frankfurt am Sonntag. Neue Termine sind Dienstag, 12. Januar (in Bad Nauheim), und Dienstag, 19. Januar (gegen Frankfurt/jeweils 19.30 Uhr).

Aus seiner Sicht besonders positiv: Publikumsliebling Pauli beendete mit einem Doppelpack seine Durststrecke in der noch jungen Spielzeit. "Ich freue mich für ihn, dass der Knoten jetzt geplatzt zu sein scheint", sagte Järvenpää. Beide Male war der gebürtige Bad Tölzer im Powerplay erfolgreich - eine Disziplin, in der es aus Bad Nauheimer Sicht trotz der zwei Treffer aber weiterhin Nachholbedarf gibt. Ebenfalls stark aufseiten der Kurstädter: Cason Hohmann. Er hatte Jamie Arniel die Führung aufgelegt (30.) und war auch an den beiden Pauli-Toren (33.,/46.) als Vorbereiter beteiligt. Seine Bilanz baute der US-Amerikaner damit auf acht (!) Vorlagen aus. Für die Entscheidung sorgte schließlich Cabana mit einem Treffer ins verwaiste Tor, das Gästekeeper Timo Herden nur wenige Sekunden zuvor verlassen hatte, um in den letzten eineinhalb Minuten noch einmal alles zu versuchen (59.).

EC Bad Nauheim: Schnelles Spiel trotz Quarantäne der Bayreuth Tigers

Die "Roten Teufel" - zumindest aus der Ferne angespornt durch ihre Fans, die in den vergangenen Tagen ein großes "Wir sind die Legende"-Banner, das zum Winter-Derby im vergangenen Jahr angefertigt worden war, in der Südkurve installiert hatten - taten sich allerdings lange schwer mit den Tigers. Die machten so gar nicht den Eindruck einer Mannschaft, die nach der zweiten zweiwöchigen Corona-Quarantäne binnen der vergangenen sechs Wochen erst wenig gemeinsame Trainingszeit auf dem Eis verbracht hatte. "Man hat gesehen, dass Fitnesstraining kein Training auf dem Eis ersetzt, aber auf die kämpferische und läuferische Leistung können wir aufbauen", sagte Tigers-Coach Kujala hinterher.

Es entwickelte sich eine schnelle Partie, in der die Hausherren zwar die meiste Zeit die Kontrolle hatten, durch ihre offensive Spielweise aber auch das eine oder andere Mal in die Bredouille gerieten, wenn Bayreuth konterte. Nach einem ersten guten Schuss von Stefan Reiter (1.) hatte Maximilian Glötzl (13.) ausgerechnet in Unterzahl die beste Chance auf die Führung. Auch im zweiten Abschnitt verpassten Pauli (21.) und Simon Gynp (24.) zunächst das 1:0, während Keeper Felix Bick gleich zweimal im Eins-gegen-eins die Nerven behielt (28./40.).

EC Bad Nauheim: Freddy Cabana macht den Deckel drauf

Erst Arniels Tor nach starker Übersicht von Hohmann und das 2:0 im ersten guten Powerplay des Abends sorgten für etwas Ruhe, wenngleich Kelsey Tessier (25.) und Youngster Julian Chrobot (39.) ebenso wie Christoph Körner (43.) das dritte Tor verpassten. Dafür sorgte dann Pauli per Abstauber nach einem Schuss von Verteidiger Mark Richardson, ehe die Partie mit dem 1:3 durch Walther - die Folge eines starken Überzahlspiels - noch einmal spannend wurde. Cabana machte schließlich den Deckel drauf.

EC Bad Nauheim: Bick - Richardson, Glötzl, Sennhenn, Schmidt, Reinig, Ketter, Gynp - Hohmann, Pauli, Arniel, Reiter, Tessier, Cabana, Körner, Chrobot, El-Sayed, Üffing, Köhler, Cornett.

Bayreuth Tigers: Herden - Pokovic, Karlsson, Davis, Mannes, Karrer, Trinkberger - Davidek, Kolozvary, Lillich, Rajala, Järveläinen, Gron, Bindels, Walther, Kunz, Zimmermann, Kislinger.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Engelmann/Westrich. - Zuschauer: keine. - Strafen: 6 / 12 Minuten. - Tore: 1:0 (30.) Arniel (Hohmann, Pauli), 2:0 (33.) Pauli (Hohmann, Arniel - 5:4), 3:0 (46.) Pauli (Richardson, Hohmann), 3:1 (47.) Walther (Gron, Davis - 5:4), 4:1 (59.) Cabana (Glötzl, Tessier - Empty Net).

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