Noch ist’s eine Foto-Montage: Kelsey Tessier hat für die Saison 2020/21 einen Vertrag beim EC Bad Nauheim unterschrieben. FOTO: PM
+
Noch ist’s eine Foto-Montage: Kelsey Tessier hat für die Saison 2020/21 einen Vertrag beim EC Bad Nauheim unterschrieben. FOTO: PM

EC Bad Nauheim

Im Interview: Wie Kelsey Tessier dem Spiel seinen Stempel aufdrücken will

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
    schließen

Der EC Bad Nauheim hat am Sonntag Kelsey Tessier als ersten Importspieler für die Saison 2020/21 unter Vertrag genommen. Hier gibt er sein erstes Interview.

Mit unserer Redaktion spricht der 30-Jährige über seinen Sommer in Kanada, den Kontakt mit Trainer Hannu Järvenpää und wie es ihm gelingt, mit seinen 1,74 Meter Körpergröße auf dem Eis Führungsaufgaben zu übernehmen.

Kelsey Tessier, wie erleben Sie als Familienvater die Corona-Pandemie; zum einen in ihrem Umfeld zu Hause in Kanada, zum anderen die berufliche Unsicherheit betreffend?

Hier in New Brunswick gibt es aktuell keinen einzigen Corona-Fall. Das ist erfreulich. Aber natürlich gibt es Einschränkungen. Fitnessstudios beispielsweise sind geschlossen. Andererseits haben die Eishallen geöffnet, und letztlich muss man als Eishockey-Spieler in erster Linie dort wissen, was zu tun ist. Ich stehe aktuell fünfmal die Woche auf dem Eis und verbringe darüberhinaus Zeit mit der Familie oder mit Freunden auf dem Golfplatz.

Sie haben drei Jahre in Wien gespielt, wurden mit den Capitals Meister in der EBEL. Welche Eindrücke aus dieser Zeit nehmen Sie mit?

In der EBEL wird - aufgrund der zahlreichen Ausländer - sehr nordamerikanisch gespielt. Da ist sehr viel Bewegung im Spiel. Wien ist eine tolle Stadt. Meine Frau und ich haben uns in das Leben und die Kultur dort verliebt. Und natürlich: Dass wir den Titel geholt haben, hat es noch viel schöner gemacht.

Wie war jetzt der Kontakt mit ihrem künftigen Trainer Hannu Järvenpää?

Er hat mir aufgezeigt, was er von mir erwartet. Ich solle meine Führungsmentalität und meine positive Einstellung in Bad Nauheim auf’s Eis bringen.

Sie sind mit 1,74 Meter vergleichsweise klein für einen Eishockey-Profi. Wie ist es Ihnen gelungen, sich auch in den Fokus der NHL zu spielen? Wie können Sie sich in Zweikämpfen behaupten?

Die Erfahrung spielt eine große Rolle, und auch mein tiefer Körperschwerpunkt ist sicher ein Vorteil. Ich bin jetzt lange genug dabei, um die kleinen Tricks zu kennen. Wichtig ist, clever zu spielen und zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle zu sein. Das ist sicher eine meine Stärken.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare