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Der Kölner Simon Gnyp hat in dieser Saison bereits 13 Spiele als Förderlizenz-Verteidiger für die Roten Teufel absolviert.

Im deutschen U 20-Eishockey-Kader

Interview: EC-Förderlizenzspieler Simon Gnyp in der U 20-WM-Vorauswahl

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13 Spiele hat Simon Gnyp in dieser Saison als Förderlizenzspieler der Kölner Haie für den EC Bad Nauheim absolviert. Im Interview spricht er über die WM-Vorbereitung, Chancen und Emotionen.

Simon Gnyp aus dem Kader des EC Bad Nauheim steht im Aufgebot der U 20-Nationalmannschaft für die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft. Im Interview mit unserer Redaktion spricht der 18-jährige Förderlizenz-Verteidiger der Kölner Haie vor dem Wochenende in Kassel und gegen Dresden über einen emotionalen Zwiespalt, die Rolle der Roten Teufel und den Partner an seiner Seite.

Simon Gnyp, die WM-Vorbereitung kollidiert mit dem Termin des Winter-Derbys. Fühlen Sie sich bei zwei sportlichen Top-Ereignissen emotional im Zwiespalt?

Simon Gnyp: Ich durfte das Winter-Game in Köln erleben. Das ist natürlich etwas Besonderes, und ich wäre sehr gerne in Offenbach dabei gewesen. Auf der anderen Seite ist es eine Ehre, als Spieler des jüngeren Jahrgangs eine Einladung zur WM-Vorbereitung zu erhalten. Und ich werde alles geben, um dabei zu sein.

Christof Kreutzer schenkt Ihnen in Bad Nauheim sehr viel Vertrauen. Welche Rolle spielen die Roten Teufel auf Ihrem Weg zur Nominierung?

Gnyp: Das ist ein großer Faktor. Ich bekomme hier meine Chance, erhalte viel Vertrauen und Eiszeit und bin dafür sehr dankbar. Ich denke, dass ich hier auf meine Vorjahres-Leistung in 14 Profispielen aufgebaut und mir meine WM-Chance erarbeitet habe.

Als junger Spieler mit DEL-Vertrag sind Sie im Sommer sicher mit gemischten Gefühlen nach Bad Nauheim gekommen. Wie sehen Sie diese Monate nun rückblickend?

Gnyp. Ja, im August war das etwas frustrierend. Ich dachte, ich würde mit Köln noch das Trainingslager in Latsch bestreiten und hatte nicht gedacht, so früh nach Bad Nauheim zu kommen. Man sagte mir: "Zeig, was Du kannst. Du bist quasi auf Abruf. Wir holen Dich, und Du wirst Deine Chance bekommen." Ich wurde hier in Bad Nauheim aber gleich super aufgenommen, und rückblickend war ganze Sache natürlich viel positiver als gedacht.

Sie spielen an der Seite von Steve Slaton. Er könnte vom Alter her Ihr Vater sein…

Gnyp: Ja, das stimmt. Mein Vater ist kaum älter. Steve ist ja eher der defensive Typ, während ich gerne auch mal in die Offensive hin-einschnuppere. Wir sind ständig im Austausch, auf dem Eis und in der Kabine. Ich fühle mich sehr wohl, das passt. Foto: Chuc

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