Der Zusammenhalt zwischen Vereins und Klub ist beim EC Bad Nauheim auch in der Coronavirus-Pandemie groß.
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Der Zusammenhalt zwischen Vereins und Klub ist beim EC Bad Nauheim auch in der Coronavirus-Pandemie groß.

Unterstützung in der Corona-Krise

"Hessens wahre Liebe": EC Bad Nauheim "gerührt" von der Unterstützung von Anhängern und Sponsoren

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Coronavirus-Pandemie, keine Zuschauer im Colonel-Knight-Stadion - schwierige Zeiten für Anhänger des EC Bad Nauheim. Doch die zeigen ihre Unterstützung einfach auf anderen Wegen.

Der EC Bad Nauheim lebt - auch mitten in der Coronavirus-Pandemie. Das sagt Dag Heydecker, Geschäftsleiter des Wetterauer Eishockey-Zweitligisten: "Ohne Zuschauer ist es natürlich für jede Heimmannschaft schwierig, aber unsere Fans senden deutliche und ausnahmslos positive Signale. Das spricht für die emotionale Verbundenheit der Region mit dem Verein", erklärt der Steinfurther.

EC Bad Nauheim: Spenden, Mails und aufmunternde Worte für Klub und Spieler

Denn: Dutzende E-Mails hätten er und sein Team in den vergangenen Wochen erhalten, teils direkt an die Mannschaft mit aufmunternden Worten gerichtet, teils mit den besten Wünschen an das "Team hinter dem Team", und teils auch an den Verein mit den vielfältigsten Unterstützungsangeboten. "Der Klassiker ist, dass Leute ihr Geld, das sie normalerweise für Essen und Getränke im Stadion ausgegeben hätten, jetzt spenden", erzählt Heydecker. "Zusätzlich haben wir schon etliche E-Mails von Dauerkarteninhabern erhalten, die bereits im Vorfeld auf eine mögliche Erstattung verzichten wollen. Es schreiben uns auch Menschen, die einfach nur etwas spenden wollen, weil sie möchten, dass Eishockey in Bad Nauheim weiterlebt."

Diese Reaktionen würden dem Klub und seinen Mitarbeitern "viel Auftrieb und Mut für die Zukunft" geben, sagt der ehemalige WZ-Redakteur. "Diese Reaktionen berühren und motivieren alle. Das hilft enorm." Er hat die leise Hoffnung, dass im Januar einige Zuschauer wieder ins Colonel-Knight-Stadion zurückkehren dürfen. Das sei auch finanziell wichtig, denn durch den Verkauf von Einzeltickets, das Catering, das der Klub selbst betreibt, sowie den Vertrieb von Merchandise-Artikeln würden wichtige Einnahmen generiert. Trotz der aufgrund der Krise finanziell angespannten Lage hat sich der Klub dazu entschieden, den Dauerkarteninhabern zumindest die Heimspiele auf der Streaming-Plattform Sprade TV kostenlos freizuschalten: "Das sind pro Freischaltung 2 Euro", erklärt Heydecker. "Wir machen das gerne, so können unsere Dauerkarten-Fans wenigstens am Fernseher die Spiele ohne zusätzliche Kosten anschauen."

EC Bad Nauheim: Klub will Kommunikation mit den Anhängern weiter ausbauen

Um die Verbindung zu den Anhängern in dieser schwierigen Zeit zu pflegen, würden sein Team und er in den kommenden Wochen und Monaten die Kommunikation per E-Mail, über die sozialen Medien und auch über einen Videostammtisch für Fans weiter ausbauen. "Wir müssen in dieser Zeit mehr denn je im Gespräch mit den Fans und den Partnern bleiben. Wir spüren, dass eine große emotionale Nähe da ist, dass die Leute mitfiebern. Kommunikation ist die beste Motivation", erklärt der Geschäftsleiter.

Einfallsreich zeigen sich die Anhänger auch in puncto Unterstützung der Mannschaft: Vor dem Derby in Kassel hing nicht zum ersten Mal ein Banner im CKS - diesmal mit der Aufschrift "Auch beim Geisterspiel bleibt das Gefühl gleich, holt den Derbysieg für uns an den Teich". Bad Nauheim sei eben "eine richtige Eishockey-Stadt", sagt Heydecker - auch und gerade in der Krise.

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