Eishockey

So freut sich Matchwinner Timo Herden über seinen ersten Sieg

  • Michael Nickolaus
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Timo Herden hatte lange auf einen Abend wie diesen warten müssen. Seit dem 2. April 2017. Insgesamt 300 Tage lang. Jetzt konnte der Torwart dem EC Bad Nauheim erstmals zum Sieg verhelfen.

Ein Sieg sei ja immer grandios, sagt der Torwart, "aber das ist jetzt der Wahnsinn." Der 23-Jährige konnte nun - nach zuvor vier erfolglosen Einsätzen beim DEL-Klubs Düsseldorf und drei Niederlagen beim EC Bad Nauheim - erstmals in dieser Saison seiner Mannschaft zu einem Sieg verhelfen (2:1 in Heilbronn); zu einem sehr wichtigen obendrein. "Die Jungs vor mir haben super gearbeitet, und ich hatte ein paar gute Saves. Ich freue mich einfach", sagt der Schlussmann der Roten Teufel nach dem Sechs-Punkte-Wochenende, das die Hessen auf Rang neun der Deutschen Eishockey-Liga 2 klettern lässt.

Die ersten drei DEL2-Einsätze des jungen Schlussmanns hatten unter einem schlechten Stern gestanden. Sieben Mal hatte es beim ersten Gastspiel in Heilbronn hinter ihm eingeschlagen, sechs Mal beim Spiel in Garmisch und auch beim bislang einzigen Heimspiel - gegen Ravensburg (3:4 n.P.) - hatte der Gegner am Ende einen Treffer mehr erzielt. Herden war in diesen Spielen oft sträflich im Stich gelassen worden. "Im Vergleich dazu wurde heute konsequenter und im Kollektiv defensiv gearbeitet und Schüsse sehr geblockt. Wir wussten um die offensiven Qualitäten, haben aber nicht viel zugelassen; auch nicht am Ende in Unterzahl", sagt Herden, dessen Einsatz sich durch den Magen-Darm-Infekt von Stammtorwart Felix Bick ergeben hatte.

Mitte der Partie, als Heilbronn im Powerplay mehrfach den zwischenzeitlichen Ausgleich auf dem Schläger hatte, wurden von den rund 80 mitgereisten Fans im Gästeblock erstmals "Herden, Herden"-Rufe angestimmt. Nach der Schlusssirene - er selbst hatte zuvor durch eine unkonzentrierte Befreiung für eine nervenaufreibende Unterzahlsituation gesorgt - wurde der Torwart von Mitspielern und Anhängern gleichermaßen gefeiert und musste die Eindrücke erstmals an der Mannschaftsbank einige Momente sacken lassen.

Dieser Sieg sei so wichtig, sagt er und spricht von seiner "schwierigen Saison" angesichts seiner Rolle als Förderlizenz-Torwart. "Man ist ja nirgendwo so 100 Prozent dabei. Mit gefällt’s aber in Bad Nauheim. Da haben wir eine super Truppe, die in jedem Spiel Gas gibt. Und ich freue mich, wenn ich helfen konnte, dass die Partie gewonnen wurde."

300 Minuten Eiszeit aus 52 Hauptrundenspielen muss Herden vorweisen können, um auch in den Playoff- beziehungsweise Playdown-Serien eine Spielberechtigung zu erhalten. Derzeit kommt er auf 245 Minuten.

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