EC Bad Nauheim

Freiburg vor Augen – Frankfurt im Blick

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim erwartet am Sonntag gegen die Löwen Frankfurt mehr als 4000 Zuschauer. Zuvor könnten die Roten Teufel in Freiburg ihr Polster ausbauen. Ein Verteidiger wird wohl fehlen.

Frankfurt. Frankfurt. Frankfurt. In der Wetterau ist das erneute Duell mit den Löwen, dem amtierenden Meister der Deutschen Eishockey-Liga 2, am Sonntagabend (18.30 Uhr) im Colonel-Knight-Stadion das Thema. Die ersten beiden Nachbarschaftsderbys hatten die Roten Teufel gewonnen (2:1 n.V/5:4 n.P.). Mehr als 2800 Tickets wurden bereits verkauft, was auf eine Zahl von mehr als 4000 Zuschauern hindeutet. Sportlich bedeutender für die Mannschaft von Petri Kujala allerdings ist die Partie am Freitagabend (19.30 Uhr) in Freiburg, beim unmittelbaren Verfolger. Ein Sieg, es wäre der erste Erfolg in dieser Saison gegen die Breisgauer nach zwei Niederlagen (2:3 n.V./3:5), würde den Vorsprung von derzeit acht Zählern auf ein zunehmend beruhigendes Maß vergrößern. Eine erneute Niederlage gegen die Wölfe würde den Zweikampf am Strich, das Duell um Platz zehn, neu befeuern.  

Jannik Woidtke fehlt

 Jannik Woidtke fehlt. Ausgerechnet im Spiel bei seinem Ex-Klub. Der Verteidiger hat das Training am Donnerstagmittag mit einem dicken Knöchel von der Tribüne aus verfolgt. Denkbar ist, dass Eigengewächs Garret Pruden aus Köln den Kader der Roten Teufel ergänzt. Eric Meland, der stürmende Verteidiger, soll auch nach dem Woidtke-Ausfall in der Offensive eingesetzt werden. Auf der Ausfallliste steht nach wie vor Dusan Frosch, der in dieser Woche noch im blauen Trikot des Rekonvaleszenten trainiert hat.

Focus auf Freiburg: Die Roten Teufel könnten ihrem Verfolger mit einem Sieg möglicherweise schon vor dem letzten Hauptrundenviertel den Wind aus den Segeln nehmen. Allerdings: Gegen und gerade in Freiburg tun sich die Hessen traditionell schwer. Im Breisgau will Karl Heidegger, Leiter Kommunikation, nicht von einem Endspiel sprechen. "Nein, das ist nicht unsere Art, und da halten wir die Bälle flach." Was den Wölfen - wie vielen anderen Klubs allerdings auch - derzeit fehlt, ist die Konstanz. Nur eines der letzten sechs Spiele konnte gewonnen werden; allerdings musste Freiburg auch fünfmal auswärts ran. Auffällig - und vergleichbar mit Bad Nauheim: Das Team von Leos Sulak spielt erfolgreicher, wenn es das Spiel nicht selbst machen muss. Die Wölfe haben in dieser Saison in Bietigheim, in Frankfurt und in Kassel gewonnen.

+++ Vor dem Derby: Nils Liesegang und Harry Lange im Doppelinterview +++

Löwen vor doppelten Derby: Erst Kassel, dann Bad Nauheim. Und gerade rechtzeitig haben die Löwen die Kurve bekommen. Nach sechs Niederlagen seit der Entmachtung von Rich Chernomaz hat der Meister am Sonntag in Freiburg mit 6:2 gewonnen; und nicht nur vom Ergebnis her einen guten Eindruck hinterlassen. "Der Sieg am Sonntag hat unserem Selbstvertrauen gut getan, vor allem weil wir über 60 Minuten großartig als Team agiert haben.

Löwen Frankfurt: Kräfte kehren langsam zurück

Auch wenn uns leider ein paar Jungs länger fehlen, kehren so langsam die Kräfte zurück ins Team, da einige Spieler doch sehr angeschlagen waren in den vergangenen Wochen", sagt Paul Gardner, der Löwen-Coach. Drei der vier Hessen-Derbys hat seine Mannschaft verloren; allesamt nach Verlängerung oder Penaltyschießen. Neben Florian Proske und Vladislav Filin fallen nun auch Torhüter Hannibal Weitzmann (Knieverletzung, acht Wochen) und Verteidiger Mike Card (Leiste, Ausfall auf unbestimmte Zeit) aus.  

Kapitalerhöhung beschlossen

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins "Teufelskreis" hat am Mittwochabend einer Beteiligung an der EC Bad Nauheim Spielbetriebs GmbH mit 12500 Euro (statt bislang 6250 Euro) sowie einer Sonderumlage von 25 Euro für jedes Mitglied mit großer Mehrheit zugestimmt. Ein klares Bekenntnis zum Profi-Eishockey in Bad Nauheim. Der Antrag eines Mitglieds, GmbH-Anteile abzugeben, wurde diskutiert, fand bei der breiten Mehrheit aber keine Zustimmung.

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